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Stephan Jersch

2016: Mehr Atomtransporte, mehr Sicherheitsmängel

Schon lange bevor das Jahr zu Ende ist, bricht es bisherige Negativrekorde: Eine höhere Anzahl von atomarem Material, das durchs Stadtgebiet transportiert wird, und eine nie dagewesene Anzahl von Risiko-Situationen gefährden Umwelt und Gesundheit in Hamburg weiterhin, als gäbe es keinen beschlossenen Atomausstieg.

In den ersten elf  Monaten des Jahres sind wieder fast 170 Atomtransporte durch Hamburg gegangen. Uranhexafluorid und unbestrahlte Brennelemente machen weiterhin den Großteil aus. Das ergibt eine Anfrage der Fraktion DIE LINKE in der Hamburgischen Bürgerschaft (Drs. 21/6924). „Damit haben wir das Vorjahresergebnis schon überholt“, erklärt der umweltpolitische Sprecher der Fraktion, Stephan Jersch. „Die Transporte atomarer Stoffe durch Hamburg nehmen nicht ab. Und das trotz Stilllegungen deutscher Atomkraftwerke vor Jahren, einem grünen Energiesenator und der Ankündigung für einen freiwilligen Umschlagverzicht im Hafen im Koalitionsvertrag!“

Dabei ist die Anzahl der festgestellten sicherheitsrelevanten Mängel rapide gestiegen. Gab es 2014 bei Atomtransporten durch Hamburg ca. 20 und 2015 23 solcher Mängel, sind in den ersten elf Monaten 2016 bereits fast 80 solcher Mängel festgestellt worden, zum größten Teil falsch deklarierte Zinnschlacken. „Hamburg bleibt Drehscheibe für die Ver- und Entsorgung von Atomkraftwerken in aller Welt“, kritisiert Jersch mit Blick auf die internationalen Aktivitäten der Atomfabriken in Lingen und Gronau. „Wir bleiben dabei: Zumindest die Atomtransporte über den Hamburger Hafen müssen aufhören! Die Gespräche über eine vage Selbstbeschränkung irgendwann, die der Senat jetzt endlich mit der Hafenwirtschaft aufgenommen hat, ändern daran leider gar nichts. Hamburg kann nicht ewig auf ein Ende dieser Gefahren warten.“

Die beantwortete Anfrage der Fraktion DIE LINKE finden Sie im Folgenden verlinkt.

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