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Ganz links im Publikum Ivet Lopez. Auf dem Podium (v.l.n.r.): Prof. Osvaldo Romero, Stephan Jersch, Martin Dolzer, Brigitte Schiffler.
Publikum, im Hintergrund ein Podium

Stephan Jersch

Bericht über die Veranstaltung "Nachhaltiger Tourismus und Klimaschutz in Kuba" im Hamburger Rathaus

Am Samstag, dem 9. November, fand im Hamburger Rathaus eine Veranstaltung "Nachhaltiger Tourismus und Klimaschutz in Kuba" statt, mit Osvaldo Romero, kubanischer Energie- und Tourismusexperte, Stephan Jersch und Martin Dolzer für die Linksfraktion, mit Unterstützung der kubanischen Botschaft in Berlin im Rahmen des Lateinamerikaherbstes 2019 in Hamburg, veranstaltet von DIE LINKE, Fraktion in der Hamburgischen Bürgerschaft, und Cuba Sí Hamburg.

Der 9. November ist ein geschichtsträchtiger Tag. In diesem Jahr hörte man für Deutschland recht wenig von der Reichsprogromnacht, aber viel über "Mauerfall und Wiedervereinigung". Letztere hatten enorme Konsequenzen für Kuba, dessen Handelsbeziehungen zum angeschlossenen Teil Deutschlands Anfang der 1990er-Jahre fast vollständig wegbrachen. Dennoch hat Kuba es geschafft hat, das große gesellschaftliche Experiment fortzusetzen, nämlich eine andere, bessere Gesellschaft zu schaffen.

Um zu überleben, musste Kuba den Tourismus ausbauen. Was das unter den heutigen Bedingungen des Klimawandels und der verschärften Blockade bedeutet, wurde im Hamburger Rathaus auf Einladung der Linksfraktion in der Hamburgischen Bürgerschaft, des Vereins Cuba Sí Hamburg, mit Unterstützung der kubanischen Botschaft in Berlin im Rahmen des Lateinamerika-Herbstes 2019 diskutiert.

Prof. Osvaldo Romero Romero berichtete über die gravierenden Folgen des Klimawandels für Kuba und darüber, was das Land unternimmt, um dem zu begegnen. Beeindruckend sind die Leistungen im Zivilschutz, in der vorausschauenden Wissenschaft und Planung und den staatlichen Maßnahmen, die Kuba als Lebensaufgabe begreift - tarea vida, Auftrag Leben, als politische Aufgabe. Was Kuba braucht, ist ein Tourismus mit politischen und kulturellen Begegnungen und auch mit Dienstleistungen im Gesundheitssektor.

Vom Publikum wurde der Ausbau von Golfplätzen kritisiert und es wurde viel zur Landwirtschaft gefragt. Ivet Lopez, Botschaftsrätin, trug viel zur Klärung bei. Stephan Jersch stellte einen Vergleich zum Hamburg-Tourismus an und Martin Dolzer wies darauf hin, dass zwei Tage zuvor die überwältigende Mehrheit der in der UNO organisierten Staaten für die Abschaffung der völkerrechtswidrigen Blockade der USA gegen Kuba gestimmt hatte und die Partei Die LINKE., Landesverband Hamburg, auf ihrem Parteitag den Beschluss fassste, die Kampagne "Unblock Cuba" zu unterstützen.

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