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Ein Laissez-faire bei der Klimapolitik bringt keine Klimawende. (Foto: Tim Matsui, climatevisuals.org)
Kohleraftwerk, im Vordergrund ein Radfahrer (Foto: Tim Matsui, climatevisuals.org)

Stephan Jersch

Die „Methode Tschentscher“: So klappt die Klimawende nicht

Die Klimawende energisch anzugehen, fehlt Hamburgs Erster Bürgermeister offenbar der Mut.

Im Übersee-Club hat Bürgermeister Tschentscher gestern seine Vorstellung vom Kurs Hamburgs bei der Klimarettung vorgestellt. Er setzt dabei auf ein freiwilliges Bündnis mit der Industrie ohne Sanktionsmöglichkeiten. „Der vom Bürgermeister skizzierte Weg bleibt vage und erschreckend frei von messbaren Zielen“, kritisiert der umweltpolitische Sprecher der Fraktion DIE LINKE in der Hamburgischen Bürgerschaft, Stephan Jersch. „Die Aufzählung der vermeintlichen Erfolge zur Klimarettung macht deutlich: Mit der Methode Tschentscher funktioniert es nicht. Der Flugverkehr steigt weiter und schädigt das Klima noch stärker. Die Aussichten auf in Hamburg zu produzierende klimaneutrale Autos machen die manipulierten Abgaswerte, die schon heute Menschen und Umwelt schädigen, nicht wett. Dafür schließt der Bürgermeister Flüssigerdgas (LNG) aus Fracking explizit nicht aus –  eine klimapolitische Katastrophe.“

Ohne eine klare Steuerung werde es keine erfolgreiche Klimawende geben, so Jersch. „Dazu braucht es Mut und auch Maßnahmen, die weniger Tschentschers Schmusekurs entsprechen. Außerdem müssen die Kosten der Klimawende umverteilt werden, damit sie nicht wieder bei den Menschen mit kleinen und mittleren Einkommen hängen bleiben – solche mutigen Aussagen gibt es aber nicht beim Bürgermeister.“