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Liebt den Foto-Termin an sich: Hamburgs Umweltsenator Jens Kerstan (Grüne)

Stephan Jersch

Fotos statt Umweltpolitik – heute: die Bio-Tüte für den Müll

Statt ernstzunehmende Schritte für eine bessere Umweltpolitik zu unternehmen, schreitet der Grüne Umweltsenator Kerstan lieber zum nächsten Fototermin.

Mit immer hilfloseren Projekten versucht die Behörde für Umwelt und Energie, ihr Versagen auf der großen Linie zu übertünchen. Aktuell lässt sie mit großer Geste auf dem Niendorferer Markt gewachste Papiertüten verteilen. „Statt für eine nachhaltige Sicherung der Wochenmärkte und den Vertrieb regionaler Produkte zu sorgen oder gar den Lärm und die Luftschadstoffe nachhaltig zu verringern, und so für ein gesundes Lebensumfeld zu sorgen, wird das nächste Foto-Shooting eingetütet“, kritisiert Stephan Jersch, umweltpolitischer Sprecher der Fraktion DIE LINKE in der Hamburgischen Bürgerschaft. „Der Verkauf von Nahrungsmitteln direkt in ihrer eigenen Mülltüte zeugt nicht gerade von Wertschätzung für Nahrungsmittel. Hier wäre zum Beispiel die Fortsetzung der Kampagnen zur Verwendung von Lebensmittelresten nachhaltiger. Das hätte dem Staatsrat aber keinen Kameratermin gebracht.“

Hamburg ist weit davon entfernt, die Nachhaltigkeitsziele der UNO (Sustainable Development Goals) zu erfüllen. „Gewachste Mülltüten werden das nicht besser machen“, so Jersch. „Die Linksfraktion wird sich weiterhin dafür engagieren, dass Umweltpolitik unter den Grünen nicht zu einer reinen PR-Veranstaltung verkommt.“