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Dieser Beagle stammt nicht aus einem Labor, wie viele seiner Artgenossen. (Foto: Mariano Szklanny, public domain)
Beagle, sitzend

Stephan Jersch

Hamburg braucht einen Tierschutzbeauftragten!

Immer noch sterben jedes Jahr Hunderttausende Tiere in Hamburgs Forschungslaboren. Die linke Bürgerschaftsfraktion fordert den Senat am heutigen Internationalen Tag des Versuchstiers auf, endlich einen Tierschutzbeauftragten einzusetzen.

Am heutigen Internationalen Tag des Versuchstiers fordert die Fraktion DIE LINKE den Senat auf, wie schon Hessen und Baden-Württemberg eine_n  unabhängige_n Tierschutzbeauftragte_n einzusetzen. "Das würde den Tierschutz in Hamburg weiter bringen, als es die bisherige Symbolpolitik von SPD und Grünen tut", erklärt dazu Stephan Jersch, tierschutzpolitischer Sprecher der Fraktion. "Die Arbeit des Tierschutzbeirats in der Gesundheitsbehörde geschieht unter Ausschluss der Öffentlichkeit, eine Eindämmung der Tierversuche ist nicht festzustellen." So ist die Zahl der Tierversuche in Hamburg weiterhin sehr hoch: Laut neuester Statistik lag die Zahl der Versuchsgenehmigungen 2015 bei mehr als 150.000, was eine Steigerung von über 18 Prozent gegenüber dem Jahr 2011 darstellt.

Jersch weist darauf hin, dass die Niederlande eine Strategie entwickelt haben, um ab 2025 tierversuchsfrei zu forschen. "Der Hamburger Senat und die rot-grüne Koalition in Hamburg haben zwar immer wieder erklärt, die Zahl der Tierversuche reduzieren und Alternativmethoden befördern zu wollen, doch der Alltag sieht immer noch vollkommen anders aus", so der Abgeordnete. "Weiterhin werden in großer Zahl Genehmigungen erteilt, die jedes Jahr Leid und Tod von abertausenden Versuchstieren in Hamburgs Laboren bedeuten – eine Praxis, bei der einige wenige Profit aus dem Tod der Tiere ziehen und die nicht ins 21. Jahrhundert passt."