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Stephan Jersch

Laut, lauter, „Harley Days“: Muss das wirklich?

Ein Anachronismus in Zeiten der galoppierenden Klimaerwärmung und eigentlich ein No-Go in einer Stadt, die unter Luftverschmutzung ächzt: Die Massenversammlung fossiler Zweiräder.

Am Wochenende wird es wieder laut und stinkig: Zehntausende Motorradfahrer_innen zelebrieren die „Harley Days“ und brettern kreuz und quer durch Hamburg. Dröhnende Maschinen, oft noch durch „Frisieren“ verstärkt, und hohe Abgaswerte nerven viele Hamburger_innen. „Es ist nicht akzeptabel, dass alljährlich zu den Harley Days auf den Straßen Ausnahmezustand herrscht“, erklärt Heike Sudmann, verkehrspolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE in der Hamburgischen Bürgerschaft. „Im Interesse der Menschen in den Quartieren fordere ich eine konsequente Durchsetzung der bestehenden Lärmschutz-und der entsprechenden Zulassungsverord­nungen. Der Senat und das Bezirksamt Mitte müssen erklären, warum eine Veranstaltung, bei der augenscheinlich regelhaft gesetzliche Bestimmungen verletzt werden, weiterhin genehmigt wird.“

„In Zeiten, in denen intensiv über die Luftreinhaltung diskutiert wird, passt ein Event wie die ,Harley Days‘ einfach nicht mehr in diese Stadt“, ergänzt Stephan Jersch, umwelt- und tourismuspolitischer Sprecher der Fraktion. „Der Senat ist sich der Auswirkungen von Lärm auf die menschliche Gesundheit sehr bewusst. Aber eventorientiert, wie er die Stadt nun einmal gerne betrachtet und verwaltet, stört ihn das wenig: Statt nachhaltigen Tourismus zu fördern, setzt er die Bürger_innen weiter Belastungen aus, die zu unmittelbaren Hörschäden führen können. Ich hoffe sehr, dass er in den überfälligen Lärmaktionsplan aufnimmt, was die WHO empfiehlt: die durchschnittliche Lärmbelastung grundsätzlich zu verringern.“