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Weiterhin belasten Schiffsabgase die Atemluft im Hamburger Hafen.

Stephan Jersch

Luftreinheit im Hafen? Große Ankündigungen, klitzekleine Schritte

Batteriebetriebene Transporter auf dem Containerterminal Altenwerder werden die Luftbelastung in Hafen und Stadt nicht nennenswert verringern.

Der Senat will mit mehreren Millionen Euro batteriebetriebene Transporter auf dem Containerterminal Altenwerder fördern. „Das Projekt ist zwar an sich sinnvoll, mindert die Luftbelastung durch den Hafen aber nur unwesentlich“, erklärt dazu Norbert Hackbusch, hafenpolitischer Sprecher der Fraktion DIE LINKE in der Hamburgischen Bürgerschaft. „Es bleiben die Seeschiffe, die für den großen Anteil der Luftbelastung durch den Hafen verantwortlich sind. Außerdem bleibt die kräftige Belastung durch den Rangierbetrieb der Dieselloks, die weitgehend ohne Filter fahren. Und gerade vor zwei Wochen hat der Wirtschaftsausschuss unseren umfassenden Antrag zu einem möglichen Beitrag des Hafens zur Verbesserung unserer Hamburger Atemluft recht schnell zu den Akten gelegt. Auch bei der Luftreinhaltung echt Rot-Grün: Große allgemeine Ankündigungen, klitzekleine konkrete Schritte.“

„Die flexible Elektrizitätsspeicherung in den batteriebetriebenen Containertransportern bringt die Energiewende auch nur ein ganz kleines Stück voran – wir müssen aber groß denken“, ergänzt der umweltpolitische Sprecher der Fraktion, Stephan Jersch. „Und da muss die externe Energieversorgung der Seeschiffe viel schneller vonstatten gehen. Die auch an den Kaikanten laufenden Schiffsmotoren sind in einem großen Maße für die teils dramatischen Atemluftbelastungswerte auf der Veddel, in Wilhelmsburg und entlang der Elbe verantwortlich. Der Senat muss  hier viel mehr tun. Die HADAG  hängt zum Beispiel mit der Verwendung von Marine-Diesel bei den Emissionen hinter der HPA zurück. Auch hier besteht Handlungsbedarf, in diesem Fall durch Senator Horch.“