Diese Website verwendet Cookies. Warum wir Cookies einsetzen und wie Sie diese deaktivieren können, erfahren Sie unter Datenschutz.
Zum Hauptinhalt springen
Grünflächen werden immer knapper: Wo Hamburg bauen will, da wächst kein Gras mehr. (Foto von <a href="https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=2305640">btr - Eigenes Werk, CC BY-SA 2.5</a>)

Stephan Jersch

Naturcent: Grüne Leuchttürme statt Umweltgerechtigkeit

Statt eine Wende beim massiven Verbrauch naturnaher Flächen einzuleiten, wird das Recht der Hamburgerinnen und Hamburger auf eine gesunde Umwelt mit Geld abgekauft.

Der Hamburger Senat hat den »Naturcent« beschlossen, einen ökologischen Finanzausgleich für Bauprojekte auf Grünflächen und in Landschaftsschutzgebieten.

»Mit dem Naturcent steuert Hamburg weiter auf den Flächenfraß zu«, erklärt dazu Stephan Jersch, umweltpolitischer Sprecher der Fraktion DIE LINKE in der Hamburgischen Bürgerschaft. Mehr Bebauung, mehr Geld für Grün: So die Logik des Senats. Die Verteilung der zusätzlichen Gelder soll die Umweltbehörde organisieren.

»Statt Grünflächen gerecht in der Stadt zu verteilen, werden 'grüne Leuchttürme' geschaffen, von denen nur wenige Privilegierte profitieren. Umweltgerechtigkeit auch für stark urbane Stadtteile mit wenig Grün hätte das Ziel sein müssen«, so Jersch weiter. Im Rahmen der Sustainable Development Goals (Ziele für nachhaltige Entwicklung) der Vereinten Nationen sei dieses Vorgehen des Senats ein glatter Vertragsbruch. »Unter der strengen Aufsicht des Scholz-Senats agiert Umweltsenator Kerstan völlig hilflos. Statt eine Wende beim massiven Verbrauch naturnaher Flächen einzuleiten, wird das Recht der Hamburgerinnen und Hamburger auf eine gesunde Umwelt mit Geld abgekauft.«