Diese Website verwendet Cookies. Warum wir Cookies einsetzen und wie Sie diese deaktivieren können, erfahren Sie unter Datenschutz.
Zum Hauptinhalt springen
Moorburgtrasse 2.0

Stephan Jersch

Neue Fernwärmetrasse: „Staatsstreich des Umweltsenators"

Völlig überraschend und mitten in der Findungsphase für die beste Variante einer modernen Fernwärmeversorgung Hamburgs hat der Grüne Umweltsenator das Planfeststellungsverfahren für eine Fernwärmetrasse unter der Elbe entlang eingeleitet. Ein Skandal, der das Zeug zum Staatsstreich hat.

Die Umweltbehörde hat überraschend das Planfeststellungsverfahren für eine neue Fernwärmetrasse durch die Elbe eingeleitet. „Es hatte sich ja schon abgezeichnet, dass Senator Kerstan auf die von Vattenfall gewünschte Variante der Fernwärmeversorgung setzt und damit auf eine neue Moorburg-Trasse“, erklärt dazu Stephan Jersch, umwelt- und energiepolitischer Sprecher der Fraktion DIE LINKE in der Hamburgischen Bürgerschaft. „Aber dieser Anschlag auf alle laufenden demokratischen Findungsprozesse ist ein Skandal. Die Umweltbehörde greift damit dem Energienetzbeirat und der Beratung des Umweltausschusses voraus und schlägt Pflöcke gegen das Ergebnis des Volksentscheids von 2013 ein.“

Eine Fernwärmeanbindung der MVR Rugenberger Damm an das zentrale Fernwärmenetz steigert die Wahrscheinlichkeit, dass Hamburg sich nicht gegen eine Einbindung des Kraftwerks Moorburg in eine zukünftige Wärmeversorgung stellen wird. „Mit einer Fernwärmetrasse vom Rugenberger Damm über die Elbe wird es mehr als wahrscheinlich, dass der Senat das Kohleheizkraftwerk Moorburg für Vattenfall rentabler machen will“, kritisiert Jersch. „So rückt der Umstieg auf Erneuerbare Energien für Hamburg in weite Ferne. Dieser Staatsstreich des Umweltsenators muss sofort ausgesetzt werden, solange über die derzeit untersuchten Modelle für eine Ablösung des Kohleheizkraftwerks Wedel noch gar nicht befunden wurde.“