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Viel Grau, wenig Grün: Noch immer werden in Hamburg mehr Bäume gefällt als gepflanzt, ist kein Ende des Abwärtstrends beim Stadtgrün zu erkennen. (n. e. Foto v. Dirtsc, CC 3.0)

Stephan Jersch

Nur mehr ist mehr: Kerstan muss Baumschwund endlich stoppen!

Wenn sich Hamburg damit brüstet, dass das Stadtgrün neuerdings weniger schnell weniger wird, dann ist das Augenwischerei und schlechtes Marketing.

Umweltsenator Jens Kerstan (Grüne) freut sich öffentlich darüber, dass "nur" noch 250 Bäume mehr gefällt als nachgepflanzt werden und nimmt dies zum Anlass, Unternehmen dafür zu danken, dass sie im Rahmen des aus Finanznot aufgelegten Spendenprogramms "Mein Baum – meine Stadt" ein "sichtbares Zeichen für Klimaschutz und Nachhaltigkeit in der Stadt" setzen. "Jeder Baum in der asphaltgrauen Hafencity muss begrüßt werden, auch die heute vom Senator eingesetzte Sumpfeiche", erklärt dazu Stephan Jersch, umweltpolitischer Sprecher der Fraktion DIE LINKE in der Hamburgischen Bürgerschaft. "Aber damit gelingt dem Senat auch vor dem G20-Gipfel, wenn er vor der Weltöffentlichkeit seine Mitwirkung an den Nachhaltigkeitszielen der Vereinten Nationen (SDGs) nachweisen möchte, kein Durchbruch zu einer grüneren Stadt. Allein seit 2012 sind fast 5500 gefällte Bäume nicht ersetzt worden! Das holt Kerstan auch mit Unterstützung von Hamburger Unternehmen nicht wieder auf und gibt so einmal mehr nur den Umweltritter von der traurigen Gestalt."