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Die Metropolregion Hamburg umfasst Kreise in vier Bundesländern und reicht von Fehmarn bis Rotenburg, von Cuxhaven bis Schwerin.

Stephan Jersch

OECD-Studie: Hamburg muss die Region mitdenken!

Bei aller Strahlkraft: Mit Leuchtturmprojekten allein wird keine Region entwickelt.

Die aktuelle OECD-Studie kritisiert die Entwicklung der Metropolregion. „Aus gutem Grund, und den benennen wir seit Jahren: Hamburg ist fixiert auf Leuchtturmprojekte – ohne eine gleichmäßige Entwicklung der Region wirklich im Fokus zu haben“, sagte in der Aktuellen Stunde der Hamburgischen Bürgerschaft Stephan Jersch, wirtschaftspolitischer Sprecher der Fraktion DIE LINKE. „Hamburg muss nicht nur ‚Metropole‘ denken, sondern auch ‚Region‘. Nur als Raum der Metropolregion können alle gewinnen.“

Zu den Empfehlungen der OECD im Einzelnen sagte Jersch: „Das planlose Tourismuskonzept Hamburgs wird zu Recht kritisiert. DIE LINKE erwartet über die Einbeziehung der Kommunen auch die Beteiligung der Bevölkerung an einem nachhaltigen Tourismuskonzept.“ Die Evaluation der Clusterpolitik Hamburgs sei ebenso überfällig – es hätte die OECD nicht gebraucht um zu sehen, dass hier Potenziale ungenutzt bleiben. „Und an allen Ecken wird zu Recht die schlechte Koordination der Politikfelder in der Metropolregion bemängelt: Das ist ein denkbar schlechtes Urteil, vom Verkehr über den Wohnungsbau bis hin zur Digitalisierung“, so Jersch.

Die Prämissen müsse von „Humankapital“ und ewigem Wachstum neu ausgerichtet werden auf Nachhaltigkeit und sozial gleichwertige Lebensverhältnisse – „ein Systemwechsel sozusagen“, sagte Jersch. „Wir verlangen eine kritische Aufarbeitung, aus der auch Defizite im täglichen Handeln erkennbar werden. Der Senat muss jetzt endlich Schluss machen mit seiner Politik der Schönwetterdrucksachen, damit aus der Metropolregion auch wirklich eine Region wird.“