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Wie ein wohlerzogener Hund serviert die BWVI dem Klinikkonzern Asklepios die gewünschte Lagerfläche. (Foto: nao-cha CC 2.0)

Stephan Jersch

Senatsversagen auch beim neuesten Asklepios-Deal

Statt die Möglichkeiten der Metropolregion zu nutzen, dient die zuständige Wirtschaftsbehörde dem Asklepios-Konzern für sein Lager eine Fläche im ohnehin schon völlig überlasteten Bezirk Bergedorf an. Und der Bezirksamtsleiter nickt dazu.

Der Senat bietet dem Asklepios-Konzern Flächen im Bezirk Bergedorf an, damit das geplante Konzernlager nicht im Umland angesiedelt wird. „Das ist Wirtschaftsförderung in Hamburg: Schon wieder wird ein Großkonzern auf Kosten wichtiger Entwicklungsflächen gepampert“, kritisiert Stephan Jersch, Abgeordneter aus Bergedorf und wirtschaftspolitischer Sprecher der Fraktion DIE LINKE in der Hamburgischen Bürgerschaft. „Und Bergedorf wird, dank mehr als schwacher Bezirksleitung, von der Wirtschaftsbehörde zur Flächenreserve für ihre wenig zukunftsträchtige Planung herabgestuft.“

Der Asklepios-Konzern hatte seinen einzigen Standort im Bezirk, ein Ärztezentrum, unlängst geschlossen und damit die schwierige Fachärzteversorgung des Bezirks zugespitzt. „Der Senat hätte Asklepios schon die Verlagerung wichtiger Facharztstellen an gewinnträchtigere Standorte in Hamburg nicht zubilligen dürfen“, so Jersch. „Dass er jetzt gleich noch einen Kotau macht ist zwar typisch, aber typisch schwach. Die BWVI macht damit deutlich, dass ihre Flächenvermarktung im Rahmen der Metropolregion gescheitert ist.“