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Stadt frisst Grün: Immer mehr Industrie, immer weniger Natur in Hamburg-Neuland. (Foto: Gerhard Kemme auf wikimedia)
Stadt frisst Grün: Immer mehr Industrie, immer weniger Natur in Hamburg-Neuland. (Foto zeigt Entwässerungsgraben, Kleingärten, Industriegebäude.)

Stephan Jersch

Spatenstich Logistikzentrum Neuland: Und wieder stirbt ein Stück Natur in Hamburg

Der heutige 1. Spatenstich von Wirtschaftssenator Horch zum »Logistik-Hub Neuland« besiegelte das Schicksal von über 30 Hektar wertvoller Natur, diesmal wieder im Bezirk Harburg: Trotz des gemeinsamen Projekts der Metropolregion zur Vergabe von Gewerbe- und Industrieflächen, das auch Logistikflächen umfasst, opfert der rot-grüne Senat Natur der Wirtschaft.

Am heutigen Montag vollzieht Senator Frank Horch im ehemaligen Landschaftsschutzgebiet an der A1 in Neuland den ersten Spatenstich für eine weitere Logistikfläche. Mehr als 30 Pflanzen- und Tierarten der Roten Liste werden dem Neubau zum Opfer fallen. Zudem wird der Erholungswert der unmittelbar angrenzenden Kleingärten durch Lärm, Licht und Abgase beeinträchtigt werden. Stephan Jersch, umweltpolitischer Sprecher der Fraktion DIE LINKE in der Hamburgischen Bürgerschaft: „Die Planlosigkeit der Wirtschaftsansiedlung führt dazu, dass in Hamburg schon wieder wertvolle Natur plattgemacht wird. Ein paar Gründächer und Solaranlagen, die dem Logistikpark das Label ‚nachhaltig‘ verschaffen sollen, können nicht darüber hinwegtäuschen, dass die Stadt keinen vernünftigen Ausgleich für diesen Eingriff zu bieten hat.“

Mit dem heute beginnenden Bau der Neuländer Logistikfläche vollendet der rot-grüne Senat eine Planung, die der schwarze Senat vor fast zehn Jahren begonnen hatte. „Trotz des gemeinsamen Projekts der Metropolregion zur Vergabe von Gewerbe- und Industrieflächen, das auch Logistikflächen umfasst, wird hier ein weiteres Stück wertvoller Fläche geopfert“, meint Jersch. „Hamburg muss sich endlich dazu durchringen, seine Wirtschaftspolitik zu fokussieren. In einem Stadtstaat kann man nicht alles haben. Das langsame Sterben unserer Biotopflächen ist ein unerträglicher Zustand, da hilft auch nicht die Aufwertung der verbleibenden Grünflächen.“