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Schon lange wird die Schließung des LPT gefordert. (Foto: privat)

Stephan Jersch

Tierhaltungs- und Tierversuchsverbot für das LPT!

Die LINKE fordert, dem LPT länderübergreifend die Genehmigung zur Durchführung von Tierversuchen zu entziehen.

Am Sonnabend trafen sich in Harburg Vertreter_innen von Tierschutz- und Tierrechtsorganisationen mit verschiedenen Vertreter_innen der LINKEN und der Fraktion DIE LINKE in der Hamburgischen Bürgerschaft, um über den aktuellen Stand zu den Tierversuchslaboren des LPT zu beraten. „Der Entzug der Haltungsgenehmigung für Versuchstiere in Mienenbüttel durch den Landkreis Harburg ist ein ermutigendes Auftaktzeichen“, erklärt Stephan Jersch, tierschutzpolitischer Sprecher der Linksfraktion in der Bürgerschaft. „Leider handelt der Hamburger Senat weniger konsequent. Die Kette des behördlichen Spät-, Langsam- und Nichthandelns in Bezug auf das LPT hat über das rechtlich schon mögliche Maß an Tierqualen weiteres Leid verursacht. Wir fordern, dem LPT länderübergreifend die Genehmigung zur Durchführung von Tierversuchen zu entziehen.“

Michael Schulze, tierschutzpolitischer Sprecher der Linksfraktion in der Bezirksversammlung Harburg kündigt an: „Wir werden in der Bezirksversammlung in der nächsten Sitzung einen Dringlichkeitsantrag zum LPT Neugraben einbringen, in dem wir beantragen, die Genehmigung, wie in Mienenbüttel geschehen, zurückzuziehen.“

Axel Bittner, Fraktionsvorsitzender der LINKEN im Kreistag Harburg ergänzt: „Wir begrüßen die Untersagung der Tierhaltungsgenehmigung für das LPT am Standort Mienenbüttel. Aber wir verlangen auch die Aufarbeitung der Vorgänge in der Kreisverwaltung. Wie schon in Hamburg scheint eine Einhaltung der Anforderungen für die Tierversuchsforschung behördlich nicht garantierbar zu sein. Die Kreisverwaltung muss erklären, welche Instrumente und Regelungen ihr für eine wirksame Kontrolle gefehlt haben.“

Abschließend erklärt Stephan Jersch: „DIE LINKE wird mit den Kreis- und Bezirksverbänden Harburg-Land, Harburg, Plön und der Bürgerschaftsfraktion Hamburg gemeinsam parlamentarisch und zusammen mit den Initiativen dafür eintreten, dass der Verzicht auf Tierversuche zu einem zentralen Ziel wird. Kurzfristig müssen die Behörden die Lücken in der Gesetzgebung aufarbeiten, die zu Vorfällen wie im LPT geführt haben, um weiteres Leid von Tieren zu verhindern. Dazu fordern wir ein direktes und mittelbares Tierhaltungsverbot für die Unternehmensspitze des LPT.“