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Müllverbrennungsanlage am Rugenberger Damm (MVR) (Foto: Martina Nolte, wikimedia)
Müllverbrennungsanlage am Rugenberger Damm (MVR), dahinter die Köhlbrandbrücke

Stephan Jersch

Zweiter grüner Sündenfall vor Moorburg

Der angedachte Anschluss der MVR ans Hamburger Wärmenetz könnte sich als trojanisches Pferd herausstellen, das Abwärme aus dem Kohlemonster Moorburg durch die Hintertür einführen könnte.

Nach Aussagen von Umweltsenator Jens Kerstan (Grüne) spielt das Kraftwerk Moorburg keine Rolle beim Ersatz des Kohlekraftwerks Wedel. „Moorburg ist mehr denn je im Spiel, der Herr Senator mag nur nicht zu den Konsequenzen seiner Planung stehen“, entgegnet Stephan Jersch, umweltpolitischer Sprecher der Fraktion DIE LINKE in der Hamburgischen Bürgerschaft. „Das Kohleheizkraftwerk ist Teil der Vorplanungen für eine Wärmetrasse durch die Elbe, die Vattenfall den Weg nach Hamburgs Westen öffnet. Vattenfall kann sich freuen!“

Schon mit seiner energiepolitischen Kehrtwende hin zur Fernwärmetrasse unter der Elbe hatte der Umweltsenator das lange auch von den Grünen bekämpfte Kohlekraftwerk geadelt. „Jetzt kippen die Grünen zum zweiten Mal vor Moorburg um und trinken auch noch den Kakao, durch den sie vor Jahren Ole von Beust gezogen hatte“, so Jersch. „Bleibt zu hoffen, dass die Menschen, die sich vor Jahren gegen den Bau der Trasse unter der Elbe gar an Bäume ketteten, nun wieder aktiv werden.“