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Stephan Jersch

Das Wahlkreisbüro ist auch im April noch geschlossen

Das wäre sicherlich verschmerzbar, wenn es das Einzige wäre. Aber die Zeiten sind ungewöhnlich und eine Herausforderung für Viele und eine existentielle Bedrohung für nicht Wenige. Nach und nach werden die Auswirkungen dieses Lockdowns, das Zumerliegenkommen des öffentlichen Lebens, immer schwerwiegender und es ist zu befürchten, dass wir noch am Anfang der Entwicklung stehen.

Das Wahlkreisbüro bleibt vorerst bis zum 30. April geschlossen. Mit der neuen Legislaturperiode, die am 18. März begann, haben sich die Öffnungszeiten geändert. Im Moment sind das Zeiten, in denen die telefonische Erreichbarkeit sichergestellt ist.

Das Büro ist auch im April noch geschlossen!
Das wäre sicherlich verschmerzbar, wenn es das Einzige wäre. Aber die Zeiten sind ungewöhnlich und eine Herausforderung für Viele und eine existentielle Bedrohung für nicht Wenige. Nach und nach werden die Auswirkungen dieses Lockdowns, das Zumerliegenkommen des öffentlichen Lebens, immer schwerwiegender und es ist zu befürchten, dass wir noch am Anfang der Entwicklung stehen.
Das Wahlkreisbüro bleibt vorerst bis zum 30. April geschlossen. Mit der neuen Legislaturperiode, die am 18. März begann, haben sich die Öffnungszeiten geändert. Im Moment sind das Zeiten, in denen die telefonische Erreichbarkeit sichergestellt ist. Für alle anderen Zeiten gilt: Der Anrufbeantworter läuft und die Mailbox hat genug Platz.
Erreichen kann man uns (Jens oder mich) zu folgenden Bürozeiten:

  • Montags von 15 bis 18 Uhr,
  • Dienstags von 9 bis 10.30 Uhr,
  • Jeden zweiten Mittwoch von 9 bis 10.30 Uhr (am Mittwoch ohne Bürgerschaftssitzung),
  • Donnerstags von 16 bis 17 Uhr und
  • Freitags von 9 bis 12 Uhr.

Leider war es in der letzten Legislaturperiode nicht mehr möglich die Öffnungszeiten etwas ausgedehnter zu gestalten. Mit dem Neustart mache ich es möglich.
Wir sind aber selbstverständlich, auch in der Corona-Krise, auch telefonisch (040-71189090, 01578-5947344 oder 0177-7537724) oder per Mail zu erreichen.

Eigentlich war eine Neueröffnungsfeier für das Büro geplant. Durch die Einschränkungen durch Corona verschiebt sich das. Aber es wird sie geben, die Wahlkreisbüro 2.0-Feier.

In den letzten Tagen kommt die Diskussion über die verordneten Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie immer stärker hervor. Ich stehe zu den Maßnahmen und halte sie für unumgänglich. Meine Sorge gilt der Unversehrtheit aller Hamburgerinnen und Hamburger und ich bin nicht bereit, die Gesundheit und das Leben von Menschen aus der Risikogruppe (wenn ich das richtig verstehe: Männer, Raucher_innen, Diabetiker_innen, Menschen über 60 Jahre, Menschen mit angeschlagenem Immunsystem) zu gefährden. Wir müssen da zusammen durch. Den Sterberaten oder Vergleiche mit der Grippe entgegenzusetzen sind zynisch, ganz deutlich gesagt. Warum das nicht vergleichbar ist führe ich nicht weiter aus, denn ich bin müde diese Diskussion gegen Fake-Portale und Darwinisten, die das Ableben der Schwächeren in Kauf nehmen, zu führen. Hier habe ich es aufgegeben, zu diskutieren. Das hat keinen Sinn. Genauso wenig bringen wüste Theorien über die Entstehung des Virus. Hier werden tradierte Feinbilder bedient – ein allzu durchsichtiges Spiel jenseits wissenschaftlicher Fakten.

Sorgen bereiten mir aber die berechtigten Zukunftsängste vieler Menschen. Arbeiterinnen und Arbeiter, Solo-Selbstständige, Kleinunternehmerinnen und -unternehmer, Landwirtinnen und Landwirte, Künstlerinnen und Künstler. Es muss alles darangesetzt werden, einen Dominoeffekt zu verhindern. Ich unterstütze alle Maßnahmen, die hier dauerhaft helfen. Die zinslose Stundung von Pachten und Mieten ist wichtig, aber woher sollen die Mittel am Ende kommen, um diese Last zu tilgen? Jahrzehnte der Sozialkürzung rächen sich jetzt. Die Schuldenbremse ist endlich vom Tisch, um die Hilfen zu mobilisieren. Aber das wird nicht reichen.

Die Angestellten der AHS HAMBURG Aviation Handling Services GmbH, einer Tochter der städtischen Flughafengesellschaft z. B., droht der Absturz in Hartz IV. Obwohl es sich mittelbar um ein öffentliches Unternehmen handelt, wird den Angestellten der Landesmindestlohn von 12 Euro vorenthalten und obwohl Jahr für Jahr Gewinne an die Stadt abgeführt wurden, sollen sie jetzt mit 60 Prozent in die Kurzarbeit und die Überlebensängste geschickt werden. Die Stadt wird ihrer Verantwortung nicht gerecht.
Die Aufzählung der allein gelassenen Opfer dieser Krise lässt sich fortsetzen: Obdachlose, die keine Chance auf „zu Hause bleiben“ haben, Geflüchtete, die immer noch oft eng bedrängt untergebracht sind (von denen auf den griechischen Inseln ganz zu schweigen), die Armen, die vor geschlossenen Essensausgaben der Tafeln stehen – überall da gilt es zu helfen.  Es fallen mir viel mehr Punkte ein, z.B. Agrarbetriebe, die mit Ernte und Aussaat Probleme haben, weil die osteuropäischen Erntehelfer ausbleiben.

Und Sorgen macht auch der allzu schnelle Griff nach unbegrenzten Einschränkungen demokratischer Rechte. Wir habe in der Bürgerschaft als Linksfraktion beantragt Maßnahmen im Rahmen der Corona-Krise, die Freiheitsrechte einschränken, ein Verfallsdatum mitzugeben, Maßnahmen, die unsere Rechte einschränken zeitlich zu befristen. Das haben alle anderen Fraktionen in der ersten Sitzung der Bürgerschaft, am 18. März, abgelehnt. Umso wacher müssen wir darauf schauen, dass solche Sonderregelungen im Angesicht der Krise, auch wieder zurückgenommen werden.

Es gibt viele Helden und Heldinnen in dieser Krise: die vielen Freiwilligen, die anpacken und Nachbarn beistehen, der Tierschutzverein, der sich vorbildlich um die Tiere kümmert und auch die Hilfe für unsere Stadttauben einfordert. Aber vor allem die Menschen im Einzelhandel, die sich aufreiben, um die Regale aufzufüllen und die Menschen im Gesundheitssystem, die dafür Sorge tragen, dass alle Corona-Patienten und -Patientinnen, aber auch alle anderen, eine medizinische Versorgung erhalten.

Und eines haben alle diese Berufsgruppen gemeinsam: Sie sind schlecht bezahlt und dennoch „systemrelevant“ – was man vom Börsenbroker nicht behaupten kann. Faire Löhne für gute Arbeit ist für mich eine der Dinge, die hier nochmal ganz deutlich werden. Und wenn der Erntearbeiter und die Erntearbeiterin wegen der Lohnkosten aus Bulgarien kommt, dann geht das einfach nicht.

Was auch immer systemrelevant ist: Es gehört in öffentliche Hand. Diese Diskussion muss geführt werden. Gerade jetzt wird deutlich, dass die öffentliche Hand verantwortungsbewusster handeln kann. Während Mieter und Mieterinnen der Saga feste Zusagen zu Mietstundungen haben, sind diese bei privaten Vermieterinne und Vermietern Fehlanzeige, während Kundinnen und Kunden städtischer Energieunternehmen von Energiesperren ausgenommen werden hüllt sich Vattenfall in Schweigen.

Corona wird die politische Tagesordnung auch nach dessen Ende bestimmen. Den Lehren müssen Taten folgen.

Gerne stehe ich dafür in den Bürozeiten (vorerst telefonisch) zur Verfügung.


Bleibt gesund
Ihr/Euer Wahlkreisabgeordneter
Stephan Jersch

 


Stephan Jersch ist seit 2015 Mitglied der Hamburgischen Bürgerschaft und gewählter Wahlkreisabgeordneter für Bergedorf. Für die Fraktion DIE LINKE ist er Fachsprecher Umwelt und Energie, Landwirtschaft, Tourismus, Tierschutz und Bezirke.

So erreichen Sie Stephan Jersch: 

Büro: Weidenbaumsweg 19, 21029 Bergedorf (Bahnhofsvorplatz)

E-Mal:  stephan.jersch
Telefon: 040 / 71 18 90 90

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