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Die Situation beim Grundwasser bedarf der Abstimmung zwischen allen Kommunen und Ländern

Die gute Nachricht zuerst: Zwar vertrocknen Bäume in Hamburg, aber an der Grundwassersituation liegt es wohl nicht bzw. nicht nur. Ob und in welcher Kombination nun weitere Faktoren wie Stress, UV- und Strahlenbelastung, austrocknende Winde oder die (eigentlich nicht neue) „kräftezehrende Produktion von Samen und Früchten“ eine Rolle spielen, darauf gibt es keine Antwort.

  • Die Schriftliche Kleine Anfrage "Grundwassersituation in Hamburg – fällt die Bilanz negativ aus?"  (Drs 22/2260) ist hier als PDF online.

Nach einer Anfrage der Linksfraktion in Altona zum Grundwasserschutz, ausgelöst durch ein massives Baumsterben im Klövensteen in diesem Jahr, war es Zeit, die Situation für das gesamte Stadtgebiet zu erfragen. Nicht zuletzt auch, weil der Statusbericht zur Trinkwasserversorgung schon etwas in die Jahre gekommen ist und trotz der sehr dynamischen und „hitzigen“ Entwicklung nun auch schon über vier Jahre alt ist.

Laut Senat wird der Bericht 2021 aktualisiert – bis dahin wird es keine neue Prognose über die wichtigste Rahmendingung für das Trinkwasser, die Bevölkerungsentwicklung, geben. Derzeit wird also „business as usual“ betrieben, ohne die Anforderungen genau abschätzen zu können. Angesichts des knapper werdenden und gefährdeten Gutes „Trinkwasser“ ist das kein haltbarer Zustand. Zumindest aber ist die Einschätzung des Senats für die Situation in Hamburg, dass die Fördermenge der Menge des neu gebildeten Grundwassers entspricht. Das ist eine Einschätzung, die von der in den niedersächsischen Fördergebieten deutlich abweicht.

Während Grundwasserentnahmen, Grundwasserförderung und Pro-Kopf-Verbrauch auf hohem Niveau stabil sind fällt allerdings auf, dass es seitens der Länder und Kommunen, auf deren Gebieten in Schleswig-Holstein und vor allem in Niedersachsen Grundwasser durch Hamburg gefördert wird, keine gemeinsame Bewertung zur Grundwassersituation und dessen Entwicklung gibt. Kein Wunder angesichts des seit Jahren schwelenden Streits Hamburgs mit den niedersächsischen Kommunen über die zulässigen Fördermengen.

Wer das Grundwasser wirklich dauerhaft unabhängig von der Bevölkerungsentwicklung sichern will, braucht eine abgestimmte Einschätzung der Grundwassersituation. Da müssen zwangsläufig auch die Kommunen aus Niedersachsen und Schleswig-Holstein mit an Bord. Zu dieser Verständigung ist es seit Jahren leider nicht gekommen.


Stephan Jersch ist seit 2015 Mitglied der Hamburgischen Bürgerschaft und gewählter Wahlkreisabgeordneter für Bergedorf. Für die Fraktion DIE LINKE ist er Fachsprecher Umwelt und Energie, Landwirtschaft, Tourismus, Tierschutz und Bezirke.

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