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Aktivisten des BUND Landesverbandes Hamburg protestieren gegen den fortlaufenden Betrieb des Kohlekraftwerks Wedel
Menschen mit Bannern vor dem Hamburger Rathaus

Kohlekraftwerk Wedel: Totgesagte leben länger – dank Rot-Grün

SPD und Grüne planen offenkundig weiter mit einem neuen fossilen Kraftwerk in Wedel. Der Protest dagegen wird größer.

Vor den heutigen Koalitionsgesprächen von SPD und Grünen hat der BUND für einen verbindlichen, schnellen und klimafreundlichen Plan zur Abschaltung des Kohlekraftwerks Wedel protestiert. „SPD und Grüne planen weiter mit einem neuen fossilen Kraftwerk in Wedel, da lässt das Beharren auf die dritte Verlängerung der Baugenehmigung keinen anderen Schluss zu“, erklärt Stephan Jersch, der umweltpolitische Sprecher der Fraktion
DIE LINKE in der Hamburgischen Bürgerschaft. „Dabei würde ein Neubau am Standort Wedel das Abschalten der alten Dreckschleuder erneut verzögern. Das ist umso weniger verständlich, als die anhängigen Klagen gegen die Baugenehmigung wie auch gegen die erfolgten Verlängerungen das Verfahren über Jahre hinaus verzögern oder gar stoppen können. Das hat nichts mit einer den Bürger_innen Hamburgs verpflichteten Energiepolitik zu tun.“

Selbst die von der Linksfraktion geforderte Betriebspause in den Sommermonaten, wenn das Kraftwerk ausschließlich Kohlestrom produziert (Drs. 21/18777), wäre schon ein Gewinn für das Klima und die Glaubwürdigkeit der rot-grünen Koalition – wurde von ihr aber dennoch abgelehnt. „Wir werden dem Senat auf den Zahn fühlen, was seine erneut in verzögerte Ersatzplanung für den Kohlemeiler in Wedel angeht“, so Jersch. „Dazu haben wir am Dienstag eine Anfrage an den Senat gestellt. Jede Planung muss sich daran messen, wie schnell der Kohleausstieg und das Ende der gesundheitsgefährdenden Partikelniederschläge in Wedel und Rissen erreicht werden.“

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