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Moorburg-Stillegung: Kohleausstieg nicht weiter verschleppen!

Vattenfall hat in der Ausschreibung der Bundesnetzagentur den Zuschlag zur Stilllegung beider Moorburg-Kohleblöcke bekommen. Dazu Stephan Jersch, umweltpolitischer Sprecher der Fraktion DIE LINKE in der Hamburgischen Bürgerschaft: „Mit dem Zuschlag zur Stilllegung gleich beider Kohleblöcke Vattenfalls endet demnächst ein umweltpolitischer Anachronismus in Hamburg. Für Hamburg und den Senat muss das jetzt ein Ansporn sein den eigenen Kohleausstieg mit den Kraftwerken Tiefstack und Wedel endlich vorzuziehen und nicht weiter auf Zeit zu spielen. Der Kohleausstieg muss bis 2025 erfolgen und darf nicht bis 2030 hinausgeschoben werden.“

Olaf Scholz persönlich drückte noch 2015 den Startknopf zur Inbetriebnahme Moorburgs. Schon damals war klar, dass das Kraftwerk Moorburg ein Fehler war.

Dazu Stephan Jersch weiter: „Das Paktieren mit Vattenfall hat Hamburg viel Zeit bei der Dekarbonisierung gekostet. CDU, SPD und Grüne haben hier kollektiv versagt und die Kohleausstiegsplanung schlicht verpennt. Jetzt muss der Ausstieg auch finanziert werden, z.B. durch eine umgekehrte Einsatzreihenfolge bei der Wärmeproduktion. Das bedeutet, dass zuerst teurere Gaskraftwerke Wärme produzieren und die stadteigenen Kohlekraftwerke nur die Einsatzreserve sind. Die Linksfraktion hat das in der in der Bürgerschaft bereits beantragt. Das ist der Preis den das Kuscheln mit Vattenfall gekostet hat.“


Stephan Jersch ist seit 2015 Mitglied der Hamburgischen Bürgerschaft und gewählter Wahlkreisabgeordneter für Bergedorf. Für die Fraktion DIE LINKE ist er Fachsprecher Umwelt und Energie, Landwirtschaft, Tourismus, Tierschutz und Bezirke.

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