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Kleingarten Langenhorn: Rettet das Diekmoor!

Wie aneinandergereihte Dominosteine fallen in Hamburg gerade die Kleingärten den Planungen des Senats zum Opfer. Der neuste Stein sind die Kleingartenvereine in Langenhorn, im Diekmoor. Bereits in den letzten Jahren wurde das Interesse des Senats an dem von den Schreberinnen und Schrebern gepflegten Bauerwartungsland immer größer. Einige Projekte, bei denen im günstigsten Fall zumindest ein Rest-Kleingartenverein mit weniger und kleineren Parzellen bestehen bleibt, gingen relativ geräuschlos über die Senatsbühne. Spätestens seit dem Vorgehen beim Pergolenviertel war dies aber nicht mehr möglich.

Ich habe mir bei einem Termin mit dem Vorsitzenden des Kleingartenvereins Diekmoor II die Umgebung, die Situation von Flora und Fauna und auch der Kleingärtnerinnen und Kleingärtner eindrucksvoll erklären lassen.

Das Diekmoor – es ist tatsächlich eine Moorfläche und ein Landschaftsschutzgebiet und das zu Hause von drei Kleingartenvereinen mit 313 Parzellen auf 14 ha Grund – soll komplett umgekrempelt werden. Der Bezirksamtsleiter Werner-Boelz (Grüne) in Hamburg-Nord hat sich bereits im Jahr 2020 eine Anweisung des Senats zur Entwicklung von Wohnungsbau erbeten und bekommen. Die Aufhebung des Landschaftsschutzgebiets durch die Umweltbehörde ist dabei nur eine Formalie.

Das Projekt im Diekmoor bedeutet, dass die verbleibende unversiegelte Fläche deutlich kleiner ausfällt und einem wesentlich höheren Druck von Spaziergängerinnen und -gängern ausgesetzt sein wird. Das wiederrum hat für die Fauna, die sich in dieser Naturoase angesiedelt hat, eine vermutlich verheerende Wirkung. Aber auch die Flora wäre betroffen. Helmut und Loki Schmidt wohnten quasi um die Ecke und von Loki Schmidt konnte man lesen, dass sie unmittelbar vor ihrer Haustür, im Langenhorner Diekmoor, den Lungen-Enzian vor dem Aussterben rettete.

SPD und Grüne machen sich erneut einen „schlanken Fuß“, greifen sich unversiegelte und grüne Flächen, hier sogar ein Landschaftsschutzgebiet, um schnell und ohne großen Widerstand mit einer Senatsanweisung im Rücken Wohnungsbau ohne zukunftsträchtiges und nachhaltiges Konzept durchzusetzen.

Besonders traurig ist der Blick auf den Landesbund der Gartenfreunde, dem Dachverband der Kleingartenvereine in Hamburg. Erneut gibt es von dessen Seite kein kritisches Wort – auch nicht von dessen Vorsitzenden Sielmann (SPD). Das stete Verdrängen von Kleingärten hätte schon lange dazu führen müssen, dass der sogenannte 10.000er-Vertrag, mit dem der Landesbund (kleinere) Ersatzflächen und Gelder pro Kleingarten von der Stadt erhält, zumindest überarbeitet wird und nicht ein Stillhalteabkommen zwischen Senat und Landesbund darstellt.

Der Bezirk muss seine Hausarbeiten machen und im Sinne des Grünerhalts eine andere, nachhaltigere Wohnungsbaupolitik betreiben. Menschen gegen Natur auszuspielen ist jedenfalls keine Option.


Stephan Jersch ist seit 2015 Mitglied der Hamburgischen Bürgerschaft und gewählter Wahlkreisabgeordneter für Bergedorf. Für die Fraktion DIE LINKE ist er Fachsprecher Umwelt und Energie, Landwirtschaft, Tourismus, Tierschutz und Bezirke.

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