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Stephan Jersch

Die Rettung der Jugendherbergen muss auf die Tagesordnung

Die Corona-Pandemie hat weite Teile der Republik in den Lockdown gestürzt. Die Politik versucht, den Auswirkungen mit einer Vielzahl an Hilfs- und Förderprogrammen entgegen zu wirken. Schon früh sind dabei Lücken entdeckt und mit schnellen Maßnahmen zumindest vorläufig behoben worden. So bekamen beispielsweise Kultureinrichtungen oder Sportvereine eigene Rettungsschirme. Bisher außen vor blieben die Jugendherbergen.

Ihre Landesverbände sind zu groß, um die Unterstützungen der Landesregierungen oder des Bundes in Anspruch zu nehmen. Gleichzeitig haben sie als gemeinnützige Vereine nicht die Möglichkeit, entscheidend Eigenkapital zu mobilisieren oder Dividendenausschüttungen auszusetzen.

Dabei bilden Jugendherbergen das Rückgrat des Tourismus. Auch wenn Jugendtourismus nicht der vom Senat geförderte Umsatz-Booster für Hamburgs Wirtschaft ist, so bieten Jugendherbergen für Schulen, Jugendgruppen und Einzelreisende die Möglichkeit, günstig zu reisen. Jugendherbergserfahrung ist sozusagen eine Erfahrung, die in diesem Land fast jede und jeder hat. Andere Städte, Regionen oder Landschaften durch das gemeinnützige Angebot des Deutschen Jugendherbergswerks kennenlernen ist ein Baustein von Tourismus und sicher nicht der Unangenehmste.

Die Zukunft dieser 111-jährigen Institution, die von Deutschland aus in die Welt exportiert wurde, steht nun auf der Kippe. Es kann sich niemand wünschen, dass am Stintfang statt einer weltbekannten Jugendherberge ein kommerzielles Hostel betrieben wird, einzig der Gewinnerzielung verpflichtet. Genau dahin steuert aber die fehlende Unterstützungsmöglichkeit für die Jugendherbergen, von denen der Landesverband Nordmark des DJH 39 in Schleswig-Holstein, zwei in Hamburg und vier in Niedersachsen betreibt. Keiner der Rettungsschirme, keines der Hilfsprogramme passt. Noch schlimmer erscheint die Situation, dass selbst Schleswig-Holstein, wo sich die meisten der Jugendherbergen des Landesverbandes befinden, ohne ein gemeinsames Vorgehen mit Hamburg, z.B. durch Landesbürgschaften, nicht handeln kann. Der Hauptsitz des Landesverbandes ist Hamburg. Damit hat Hamburg eine zentrale Rolle bei der Rettung der 45 Jugendherbergen Norddeutschlands.

Die Aufgabe, den gemeinnützigen Jugendtourismus zu retten, liegt jetzt beim Senat und der Behörde für Arbeit, Soziales, Familie und Integration (BASFI). Es muss kurzfristig, entschieden und verlässlich unterstützt werden, damit Jugendtourismus in Hamburg und ganz Norddeutschland eine Zukunft hat.


Stephan Jersch ist seit 2015 Mitglied der Hamburgischen Bürgerschaft und gewählter Wahlkreisabgeordneter für Bergedorf. Für die Fraktion DIE LINKE ist er Fachsprecher Umwelt und Energie, Landwirtschaft, Tourismus, Tierschutz und Bezirke.

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