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Stephan Jersch

SKA: Akzeptanz und Nutzung des Transparenzportals Hamburg

Das Transparenzportal funktioniere ordentlich, werde stetig verbessert und es seien fast alle nach Hamburgischem Transparenzgesetz zu veröffentlichende Akten darin zu finden, meint der Senat.

Hamburgische Bürgerschaft
Drucksache 21/6128 | 4. Oktober 2016

Schriftliche Kleine Anfrage des Abgeordneten Stephan Jersch (DIE LINKE) vom 26.09.2016 und Antwort des Senats

Betr.:
Akzeptanz und Nutzung des Transparenzportals Hamburg

Ein Jahr nach dem Start des Transparenzportals Hamburg (http://transparenz.hamburg.de) wurde mit der Drs. 21/2004 eine Nutzungsanalyse dieses Dienstes der FHH erfragt. Demnach haben im ersten Betriebsjahr des Portals (1.10.2014 bis 30.09.2015) etwas mehr als 1,66 Mio. Seitenaufrufe stattgefunden.

Inzwischen ist die Anzahl der monatlichen Seitenaufrufe auf der Website des Transparenzportals abzulesen. Nach den Angaben dort hat sich die Nutzung in den ersten elf Monaten des zweiten Betriebsjahrs (1.10.2015 bis 31.08.2016) mit etwas mehr als 974 tausend Seitenaufrufen gegenüber der Nutzung im Vergleichszeitraum des ersten Jahres nahezu halbiert.

Gleichzeitig sind auch im zweiten Betriebsjahr des Portals laufend neue Informationen ein- bzw. historische Informationen ins System nachgepflegt worden, die gemäß Hamburgischem Transparenzgesetz (HmbTG) zu veröffentlichen sind und vermutlich auf ungebrochenes öffentliches Interesse stoßen.

Vor diesem Hintergrund frage ich den Senat:

1. Wie ist der auffällige Rückgang der Anzahl der Seitenaufrufe im zweiten Betriebsjahr des Portals zu erklären?

Der Senat verfolgt das Ziel, dass Interessierte Zugriff auf alle veröffentlichungspflichtigen Informationen haben. Vor diesem Hintergrund strebt er keine bestimmten Zugriffszahlen an und befasst sich nicht mit Schwankungen der Zugriffe.
       
2. Wie haben sich die Zugriffszahlen nach Zugriffsweg (Web-Interface, API) seit dem 1. Oktober 2015 entwickelt? Bitte tabellarisch nach Monaten aufschlüsseln.

 

MonatAPIWeb-InterfaceGesamt
Oktober 2015442.626 432.052874.678
November 2015774.097403.916 1.178.013
Dezember 2015 644.122 425.4551.069.577
Januar 2016 836.238484.5121.320.750
Februar 20161.151.940 436.5451.588.485
März 2016 623.844309.168933.012
April 2016 575.517 351.251926.768
Mai 2016 459.920291.563 751.483
Juni 2016 611.341 266.209877.550
Juli 2016 493.321174.849668.170
August 2016 663.70 155.385819.093

Diese Zahlen weichen geringfügig von den bisher in der Nutzungsstatistik des Transparenzportals aufgeführten Zahlen ab, wurden aber mittlerweile auch dort angepasst. Grund für die Abweichungen ist die im Rahmen der Vorarbeiten für die Evaluation durchgeführte Verbesserung der statistischen Auswertung.

3. Welche Trends sind bei den Suchworten bzw. gesuchten Informationen seit Inbetriebnahme des Portals zu erkennen? Bitte nach Kategorie mit ungefährem Zeitraum auflisten.

Siehe Anlage. Da eine Auswertung der Daten anhand der im Transparenzportal genannten Kategorien nach „Trends“ nicht möglich ist, werden die 50 häufigsten Suchbegriffe pro Quartal dargestellt. Erkennbar ist, dass Hamburg betreffende, aktuelle Themen im Transparenzportal häufiger recherchiert wurden, vor allem solche, die stark in der Öffentlichkeit und der Presse diskutiert wurden, wie z.B. Olympia oder die Unterbringung von Flüchtlingen.

4. Wie viele Seitenaufrufe resultierten in einem HTTP 404-Fehler?

Vorab planbare Ausfälle, z.B. im Kontext von Wartungsarbeiten, werden auf der Startseite des Transparenzportals im Vorhinein angekündigt. Das Gros der im Transparenzportal angezeigten Datensätze wird über Liefersysteme angebunden. Da diese Dokumente und Daten dezentral vorliegen,  kann es bei Ausfällen des jeweiligen Liefersystems dazu kommen, dass Ressourcen im Transparenzportal nicht erreichbar sind. Die wenigen temporären Ausfälle des Transparenzportals können immer zeitnah gelöst werden, so dass die Erreichbarkeit des Transparenzportals gewährleistet bleibt. Anzahl und Häufigkeit der so auftretenden 404-Fehler können durch die Fachliche Leitstelle Transparenzportal Hamburg nicht nachträglich erhoben werden.

5. Gibt es Benutzerreaktionen zum Transparenzportal, z. B. gegenüber hamburg.de, dem Senat, dem Datenschutzbeauftragten oder der Bürgerschaft, z. B. zur allgemeinen Nutzung des Portals (Ergonomie), zur Bedienbarkeit und Performanz der Suchfunktion oder zur Qualität der Suchergebnisse? Bitte zusammenfassend darstellen.

Die bei der Fachlichen Leitstelle Transparenzportal Hamburg eingegangenen Benutzerreaktionen bzw. Nachfragen beziehen sich nicht auf das Transparenzportal selbst, sondern auf die dort vorhandenen Datensätze. Bisher sind primär Nachfragen zu Geodaten, z.B. zur Auswertung/Nutzung bestimmter Dateien, eingegangen. Die im Hamburgischen Transparenzgesetz vorgeschriebene Evaluation des Gesetzes und seiner Umsetzung wird ab Oktober 2016 durchgeführt und beinhaltet unter anderem eine Befragung der Benutzerinnen und Benutzer des Transparenzportals zu den in der Fragestellung erwähnten Themen.

Der Hamburgische Beauftragte für Datenschutz und Informationsfreiheit berichtet von regelmäßig positiven Reaktionen zu Design und Usability des Transparenzportals im Rahmen des fachlichen Austauschs mit anderen Ländern.

Den übrigen Behörden sind bisher keine nennenswerten Benutzerreaktionen im Sinne der Fragestellung bekannt geworden.

6. Sind weitere technische Verbesserungen am Portal geplant, wie z. B. eine Beschleunigung der Darstellung der Suchergebnisse nach anderen als den voreingestellten Kriterien?

Im Laufe des letzten Jahres konnten verschiedene Verbesserungen am Transparenzportal umgesetzt werden, wie z.B. die Einführung einer Versionierung von Datensätzen oder eine Vorschau auf den textuellen Kontext des Suchbegriffes im jeweiligen Treffer. Die Fachliche Leitstelle Transparenzportal arbeitet kontinuierlich an der Optimierung des Portals. So können z.B. nach dem im Oktober 2016 stattfindenden Update auch Recherchen im Transparenzportal über mobile Geräte durchgeführt werden.

Für das nächste Jahr sind, neben diversen notwendigen Anpassungen am System, wie z.B. Versionswechseln von SOLR und CKAN, auch einige für die Benutzerinnen und Benutzer sichtbare Verbesserungen geplant. Neben der Verbesserung der Barrierefreiheit sollen beispielsweise eine Georeferenzierung textbasierter Datensätze sowie eine Kartendarstellung auf Detailseiten umgesetzt werden.

7. Wie viele Informationsobjekte, die nicht automatisch per Harvester eingebunden werden konnten oder können, sondern via Eldorado manuell in den zentralen Speicher eingepflegt werden müssen, sind aktuell noch nicht im Transparenzportal verfügbar und bis wann sollen sie dort verfügbar gemacht werden? Bitte nach Lieferanten und jeweiliger Anzahl der Informationsobjekte aufschlüsseln.

Informationsobjekte, die via Eldorado manuell in das Transparenzportal eingestellt werden, werden über einen Workflow bearbeitet und zugänglich gemacht. Die Bearbeitungsdauer pro Workflow ist einzelfallabhängig, da Inhalt und Umfang der Dokumente stark variieren. Mit Stand vom 28. September 2016 sind 132 HmbTG-Workflows in Bearbeitung. Eine Statistik, der die Anzahl an Workflows pro Lieferant entnommen werden könnte, wird von der Fachlichen Leitstelle nicht geführt.

Im Rahmen der Verfügung der Aufzeichnungen zur Akte wird von den zuständigen Stellen auch die Veröffentlichungspflicht nach HmbTG geprüft und zeitnah umgesetzt. Relevante Rückstände sind nicht vorhanden.
 

Dateien


Stephan Jersch ist Mitglied der Hamburgischen Bürgerschaft. Für die Fraktion DIE LINKE ist er Fachsprecher für Wirtschaft, Umwelt und Technologie, Medien- und Netzpolitik, Landwirtschaft, Bezirke, Tierschutz. Er vertritt seine Fraktion in den Ausschüssen für Umwelt sowie Wirtschaft, Innovation, Medien. 

So erreichen Sie Stephan Jersch: 

Büro: Weidenbaumsweg 19, 21029 Bergedorf (Bahnhofsvorplatz)

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Telefon: 040 / 71 18 90 90

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