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Eine Bienenstrategie gehört in die Umweltbehörde

Stephan Jersch

Eine Bienenstrategie gehört in die Umweltbehörde

Rede zur Bienenstrategie des Hamburger Senats, Kurzdebatte am 14.6.2017

Hamburger Bienenstrategie - Konzept zur För­derung des Imkereiwesens, Stellungnahme des Senats zu dem Ersuchen der Bürgerschaft vom 14. Dezember 2016 "Artenvielfalt bewahren - Schutz der Bienen stärken" - Drucksache 21/7024

Stephan Jersch DIE LINKE:

Frau Präsidentin, meine Damen und Herren! Vieles zur Wirksamkeit der Biene und zu ihrer Wichtigkeit ist schon gesagt worden, das muss ich nicht groß­artig wiederholen.

(Michael Kruse FDP: Doch, bitte!)

- Nein. Insbesondere das Schwarz-Gelbe fand ich äußerst spannend. Nun, angesichts dieser Vorteile der Bienen kann man wirklich von Glück für die Bienen reden, dass unser Co-Umweltsenator Horch einen monetären Vorteil von 265 Milliarden Euro durch die Bienen weltweit sondiert hatte und insofern Handlungsbedarf erkannte. Glück für die Bienen und genial ge­löst von der Koalition, denn jetzt haben wir 20 000 Euro mehr - bei einem Gesamtbudget der Produktgruppe von 5 Millionen Euro. Wenn das wirkt, kann man nur sagen: Mini-Max - minimaler Aufwand, maximale Wirkung. Das wäre neu für die­sen Senat.

Aber, liebe Kolleginnen und Kollegen, was haben wir denn hier? Der Kollege Gamm hat es schon gesagt: Wir haben eigentlich den Wunsch nach einer Bienenstrategie. Herausgekommen ist eine Aufgabe für drei verschiedene Behörden, 20 000 Euro, eine Unterteilung der Zuständigkeiten für Honigbienen und Wildbienen. Wer so viele Köche an einem Brei kochen lässt, der will nicht wirklich, dass ein erfolgreiches Ergebnis dabei herauskommt.

(Beifall bei der LINKEN und bei Stephan Gamm CDU)

Letztendlich ist es ein Hobbysektor. Insofern denke ich, dass wir durchaus überlegen sollten, ob wir die Pflege der Bienen mit ihrer Auswirkung für die Ökologie wirklich bei der Wirtschaftsbehörde ansiedeln sollen, die ihren Agrarsektor immer weiter ausdünnt und die Handlungsfähigkeit letztendlich kurz vorm Tor steht. Deswegen würden wir trotz alledem sagen: Zurück in die Umweltbehörde mit der Bienenstrategie und hoffen, dass etwas daraus wird. - Danke.

(Beifall bei der LINKEN)


Stephan Jersch ist Mitglied der Hamburgischen Bürgerschaft. Für die Fraktion DIE LINKE ist er Fachsprecher für Wirtschaft, Umwelt und Technologie, Medien- und Netzpolitik, Landwirtschaft, Bezirke, Tierschutz. Er vertritt seine Fraktion in den Ausschüssen für Umwelt sowie Wirtschaft, Innovation, Medien. 

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