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Stier „Goofy“ – Ein Projekt mit Fehlern im Konzept

Der Fall des Stiers „Goofy“ sorgte medial für erhebliche Schlagzeilen. Mit einer Schriftlichen Kleinen Anfrage (Drs. 22/2360 „Schulprojekt endet – Stier Goofy wird geschlachtet?“) wollte ich zusammen mit Sabine Boeddinghaus, der schulpolitischen Sprecherin unserer Fraktion, mehr zu diesem Thema erfahren. Uns ging es dabei im Kern um Verantwortlichkeiten und pädagogischen bzw. schulischen Konzepten zu diesem Projekt. (Foto: Symboldbild !)

  • Die Schriftliche Kleine Anfrage "Schulprojekt endet – Stier Goofy wird geschlachtet?" (Drs. 22/2360) ist hier als PDF online.

Nach Antwort des Senats wurde die Projektidee von den Schülerinnen und Schülern und Lehrkräften des Walddörfer Gymnasiums entwickelt, die Schulbehörde erfuhr erst im Rahmen eines Schulbesuchs der Schulaufsicht von diesem Projekt. Wann dies genau geschah, beantwortete der Senat leider nicht. Der Senat berichtet weiterhin, das Projekt sei im Aufgabengebiet der „Umwelterziehung“ und der „Bildung für eine nachhaltige Entwicklung“ angesiedelt. Das Bildungsziel sei ferner ein „reflektierter und artgerechter Umgang mit einem Nutztier“. Das Projekt sei im Sommer 2020 bei einem Wettbewerb des Landwirtschaftsministeriums auf dem zweiten Platz gelandet.

Doch es bleiben auch kritische Punkte anzumerken. So ist es schlicht und einfach nicht artgerecht und nachhaltig, wenn man den Stier „Goofy“ für das Projekt rund 1.000 km von Tirol nach Hamburg transportiert. Schon deshalb ist das Projekt bereits mit seinem Start gescheitert und zeigt, wie wenig über das Projektziel reflektiert wurde. Betrachtet man global die Produktion von Fleisch, so kann auch hier aufgrund der dadurch entstehenden Klimabelastung leider nicht von einem durchdachten Konzept bei dem Projekt mit dem Stier „Goofy“ gesprochen werden. Die Anmeldung des Projektes für einen Wettbewerb beim Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft, der unter dem Motto 'Klima. Wandel. Landwirtschaft. - Du entscheidest!' stattfand zeigt für mich, dass der Gedanke, dass die Fleischproduktion einen signifikanten

Es ist nachvollziehbar, dass es dazu zu Protesten von Tierschützerinnen und Tierschützer kommt. Wobei ich die Attacken auf die Schülerinnen und Schüler in den sozialen Netzwerken und auch das Auftreten vor Ort, nach der Entscheidung Goofy nicht zu schlachten, für nicht akzeptabel halte.

Um es noch einmal deutlich zu betonen: Die Verantwortung für den medialen Druck, der sich besonders in den sozialen Netzwerken aufbaute und sich auch auf die Schülerinnen und Schüler entlud, liegt eindeutig bei der Schulleitung und den Lehrerinnen und Lehrern, die mit einem verunglückten Projekt versagt haben. Und letztendlich sind Schulbehörde und Schulsenator Rabe administrativ verantwortlich für mangelnde Vorgaben bei Projekten in denen lebende Tiere zu Projekten werden und an deren Ende sie tote Tiere sind.


Stephan Jersch ist seit 2015 Mitglied der Hamburgischen Bürgerschaft und gewählter Wahlkreisabgeordneter für Bergedorf. Für die Fraktion DIE LINKE ist er Fachsprecher Umwelt und Energie, Landwirtschaft, Tourismus, Tierschutz und Bezirke.

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