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Landschaftsschutzgebiet Brünschenwiesen: Keine Schulerweiterung ohne Dialog!

In der Sitzung der Hamburgischen Bürgerschaft am Mittwoch beantragt die Fraktion DIE LINKE, das Landschaftsschutzgebiet Brünschenwiesen nicht zu entwidmen (Drs. 22/2421). Die Schulbehörde plant die Erweiterung der Stadtteilschule Rissen und des Gymnasiums Rissen auf Basis eines fast 50 Jahre alten Bebauungsplans. Dazu muss eine Grünoase an der Stadtgrenze, die bisher das Landschaftsschutzgebiet Brünschenwiesen bildet, entwidmet werden. Die von Naturschutzverbänden und Initiativen erarbeiteten alternativen Erweiterungsmöglichkeiten der Schulen sind bisher nicht in der Planung berücksichtigt worden.

  • Der Antrag der Links-Fraktion "Keine Aufhebung des Landschaftsschutzgebietes Brünschenwiesen vor einem ergebnisoffenen Dialog" (Drs. 22/2421) ist hier als PDF online.

Dazu Stephan Jersch, umweltpolitischer Sprecher der Linksfraktion: „Ich fordere ein Überdenken der Baupläne der Schulbehörde. Fast ein halbes Jahrhundert nach dem Bebauungsplan sind wir, was die Notwendigkeit des Erhalts von Biotopen in der Stadt angeht, weiter und wissen um deren Wichtigkeit. Eine Entwidmung des Landschaftsschutzgebietes ohne Prüfung der Alternativen wäre ein Rückfall in alte Betonzeiten.“

Sabine Boeddinghaus, bildungspolitische Sprecherin der Linksfraktion ergänzt: „Die Schulbehörde muss die Expert:innen vor Ort in den Entscheidungsprozess mit einbinden, anstatt von oben durchzuregieren. Konkrete Alternativen und Wege müssen gesucht werden – und dafür sind die Regionalen Bildungskonferenzen genau der richtige Platz.“


Stephan Jersch ist seit 2015 Mitglied der Hamburgischen Bürgerschaft und gewählter Wahlkreisabgeordneter für Bergedorf. Für die Fraktion DIE LINKE ist er Fachsprecher Umwelt und Energie, Landwirtschaft, Tourismus, Tierschutz und Bezirke.

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