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Buschholz aus Namibia für Hamburg?

Diverse Anfragen von mir haben zur laufenden Untersuchung, ob Buschholz aus Namibia zur Energiewende in Hamburg beitragen kann und soll, zumindest ein flaues Gefühl gegenüber diesem Projekt hinterlassen. Ein Teil der angelaufenen Untersuchungen zur Durchführbarkeit des Projektes beruht auf Machbarkeitsstudien die, wie sich aufgrund der Senatsantwort auf meine Nachfrage (Drs. 22/3385) herausstellt, nicht qualitätsgesichert waren. Die Qualität ergibt sich für den Senat daraus, dass in zwei Workshops in Namibia keine Widersprüche geäußert wurden. Weitere Kritik und Zweifel ... (Foto: Kohleausstieg im Hamburger Heizkraftwerk Tiefstack mit Holz aus Namibia?)

  • Die Schriftliche Kleine Anfrage "Nachfrage zur Schriftlichen Kleinen Anfrage „Buschholz aus Namibia – Interessenkonflikte bei der Prüfung durch die BUKEA?“, Drs. 22/2792" (Drs. 22/3358) ist hier als PDF online. Die Antworten sind  hier..

Noch fehlt z. B. das Ergebnis eines Forschungsprojektes an der Hamburger HAW zur Buschholznutzung, aber da der Senat und das interessierte Umfeld heftig an der Marketingschraube drehen – und auch sie kennen die HAW-Ergebnisse vermutlich noch nicht – ist es für mich wichtig zu verhindern, dass vollendete Tatsachen geschaffen werden, solange nicht alle Fakten auf dem Tisch liegen und es dazu einen Dialog gab.

Der offene Brief von 40 deutschen und internationalen an Bundesminister Müller ist ein klares Signal, dass der derzeitige Vorschlag noch nicht seine ganze Überzeugungskraft entfaltet hat, mindestens.

Abseits der einsilbigen Antworten des Senats auf die Anfrage gab es gerade, in Antwort auf die Stellungnahme der 40 NGOs, eine Pressemitteilung von 12 namibischen Organisationen, die für das Projekt Stellung bezogen. Aber auch hier ist NGO nicht gleich NGO. Neben Doppeltzählungen sind zwei Industrieverbände mit dabei, der Verband der kommunalen Farmer, die sich bessere Bedingungen für Viehzucht versprechen oder auch eine private Beratungsfirma für nachhaltige Landwirtschaft.

Auch wenn in Namibia eine Buschholzindustrie, mit europäischem Geld, aufgebaut würde: es ist unwahrscheinlich, dass dies noch rechtzeitig zur Umrüstung des Kohleblocks in Tiefstack passieren kann. Aber es ist sehr wahrscheinlich, dass die Entbuschung in Namibia (die durchaus sinnvoll ist) zu sozialen Verwerfungen und einer explodierenden Rinderzucht führen würde – nichts davon ist nachhaltig.


Stephan Jersch ist seit 2015 Mitglied der Hamburgischen Bürgerschaft und gewählter Wahlkreisabgeordneter für Bergedorf. Für die Fraktion DIE LINKE ist er Fachsprecher Umwelt und Energie, Landwirtschaft, Tourismus, Tierschutz und Bezirke.

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