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Da war doch etwas mit Liquified Natural Gas (LNG)!

In der letzten Legislaturperiode, also bevor die Politik gelernt hat, „Wasserstoff“ zu buchstabieren, schien LNG noch das Allheilmittel der zukünftigen Energiepolitik zu sein. Das habe ich in mehreren Reden in der Bürgerschaft heftig kritisiert. Da es nun stiller um diese Energieform geworden ist, wollte ich mich mal nach dem Stand der LNG-Planungen für Hamburg erkundigen. Dazu habe ich mit der Anfrage „Was ist aus der rot-grünen LNG-Sackgasse geworden?“ (Drs. 22/4675) nach Antworten gesucht.

  • Die Schriftliche Kleine Anfrage „Was ist aus der rot-grünen LNG-Sackgasse geworden?“ (Drs. 22/4675) ist hier als PDF online.

LNG wird hauptsächlich in Katar und vor allem in den USA produziert. Das LNG aus den USA wird dabei mit Fracking gefördert und ist aufgrund seiner Methan-Emissionen bei der Förderung klimapolitisches Teufelszeug. Die Treibhausgaswirkung durch Fracking-LNG ist schlechter als die von Schweröl. Dabei ist ein Herkunftsnachweis für grünes LNG oder auch nur LNG aus herkömmlicher Gasförderung nicht in Sicht. Trotzdem hat die EU Donald Trump die Abnahme von LNG aus den USA zugesagt.

Meine Fragen zum Stand der LNG-Planung ergeben nun, dass der Senat noch keine Kehrtwende gemacht hat, auch wenn er messbaren Taten zur Umsetzung seiner LNG-Strategie nicht vorweisen kann. Senator Westhagemann stellte für den LNG-Einsatz die Bedingung, dass die Produktion „umweltgerecht und unter Minimierung von Methanschlupf“ erfolgen muss. Der Senat räumt in seiner Antwort auf meine Anfrage ein, dass die dafür notwendige Lieferkettenverfolgung nicht besteht und eine solche außerhalb des Einflussbereichs Hamburgs liegt.

Wie viele LNG-Schiffe Hamburg anlaufen, weiß der Senat nicht zu beantworten, dabei war gerade der Schiffverkehr ein Hauptargument, auch um ein lange genehmigtes kleines LNG-Terminal im Hafen zu bauen – das ist keinen Schritt weitergekommen. Auf der Straße sind in Hamburg seit April fünf Fahrzeuge mit LNG-Antrieb zugelassen und der Absatz in der einzigen LNG-Tankstelle in Hamburg ist seit Jahren konstant bei 300 Tonnen LNG pro Monat.

Es bewegt sich also nichts bei der geplanten LNG-Nutzung – was ich auf das Schärfste begrüße. Anscheinend ist es der Antwort des Senats zufolge nicht sicher, ob LNG als Thema erneut den Sprung als Brückentechnologie in den neuen Klimaplan schaffen wird. Es wäre ein klitzekleiner Lichtblick für das 1,5-Grad-Ziel, zumindest insofern, dass nicht eine erneute Sackgassentechnologie beschritten wird.


Stephan Jersch ist seit 2015 Mitglied der Hamburgischen Bürgerschaft und gewählter Wahlkreisabgeordneter für Bergedorf. Für die Fraktion DIE LINKE ist er Fachsprecher Umwelt und Energie, Landwirtschaft, Tourismus, Tierschutz und Bezirke.

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