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Stephan Jersch

Wie gefährlich ist der Hansahafen?

Im Hamburger Hafen liegt giftiges Material in unmittelbarer Nähe von Wohnsiedlungen und Touristenattraktionen. Das hat der Senat auf zwei neue Anfragen der Fraktion DIE LINKE in der Hamburgischen Bürgerschaft (Drs. 22/1086 und Drs. 22/1362) noch einmal bestätigt.

Um genauere Informationen aber drücke sich der Senat herum, kritisiert Stephan Jersch, umweltpolitischer Sprecher der Linksfraktion: „Meine Nachfragen zur konkreten Situation wurden, ausweichend beantwortet. Dennoch bestätigen sie den Ernst der Gefahrenlage. Offenbar misst die Stadt dem Eigenmarketing mehr Gewicht bei als der Sicherheit der Bevölkerung.“

Mit der Ansiedlung des Hafenmuseums im Hansahafen, in direkter Nachbarschaft zu einem alteingesessenen Betrieb, der mit Gefahrstoffen umgehen darf, habe Hamburg eine neue Risikolage geschaffen, die mit der Veranstaltungslocation „Schuppen 52“ und neuerdings dem Museumsschiff „Peking“ weitere Besucher_innen in den Hafen lockt. „Mit der Entscheidung, die Stadt in den Hafen hineinwachsen zu lassen, haben sich neue Risiken ergeben“, sagt Jersch. „Doch der Hafen ist weder Naherholungsgebiet noch Spielplatz. Durch seine Gefahrenbetriebe, ist er – bei allen Sicherheitsvorkehrungen – in Teilen ein Risiko für Umwelt und Menschen. Der Senat lässt seit Jahren die Stadt in den Hafen hineinwachsen, ohne diese Risiken ausreichend zu berücksichtigen.“

Zu möglichen Lösungen und den notwendigen Handlungen der Behörden sagt Jersch: „Die Gespräche für ein Sicherheitskonzept müssen endlich zu einem Ergebnis führen, um dem Hafenmuseum und der Gewerbenutzung im Hafen eine Zukunftssicherheit zu geben. Vor allem aber muss der Senat endlich Transparenz walten lassen. Eine ehrliche Darstellung der Situation ist das Mindeste, was die Hamburgerinnen und Hamburger sowie die Touristinnen und Touristen erwarten.“


Stephan Jersch ist seit 2015 Mitglied der Hamburgischen Bürgerschaft und gewählter Wahlkreisabgeordneter für Bergedorf. Für die Fraktion DIE LINKE ist er Fachsprecher Umwelt und Energie, Landwirtschaft, Tourismus, Tierschutz und Bezirke.

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