|
Neues – Bedenkliches – Notizen und Meinungen aus der Arbeit in der Bürgerschaft
Liebe Leserin, lieber Leser,
hallo ###USER_name###,
ich sei ein ‚Gesinnungsethiker‘, solle mich schämen und mein Mandat zurückgeben – das mailte mir ein umtriebiger Pensionär aus Süddeutschland in einer Mail zu. Nach knapp 60 Mails, zuerst gegen Geflüchtete, jetzt gegen die Schutzmaßnahmen zur Eindämmung der Pandemie und die Impfungen, hatte ich ihm mitgeteilt, dass er nun bei mir im Spam-Ordner landet: „…mir ist egal ob jemand 80 Jahre ist oder weniger - jeder hat es verdient zu leben und verdient es, dass wir alles dafür tun. Auch wenn wir uns dafür einschränken müssen. Das nennt sich Ethik und der fühle ich mich verpflichtet und dafür wurde ich gewählt.“.
Tatsächlich empfinde ich es als Herausforderung in dieser Situation auch demokratische Grundrechte nicht zur Disposition zu stellen. Viele der Einschränkungen lassen sich mit ein wenig Anstrengung zumindest abmildern. Da vermisse ich den ausreichenden Willen bei Rot-Grün. Die nunmehr dritte Änderung des Bezirksverwaltungsgesetzes weist immer noch ein verqueres Verständnis von Öffentlichkeit in der Arbeit der Bezirksversammlungen und deren Ausschüssen auf. Dazu im Newsletter mehr.
Besonders bedauerlich ist, dass Klima- und Umweltpolitik im Schatten von Corona zu pausieren scheinen. Dabei sind hier riesige Aufgaben zu stemmen und der Senat befindet sich hier immer noch im Blindflug – wie die schon wenig ambitionierten Klimaziele des Senats so erreicht werden sollen ist mir ein Rätsel.
Bleiben Sie/Bleibt gesund und immer kritisch
Ihr/Dein Stephan Jersch (MdHB)
Fachsprecher für Umwelt, Energie, Tourismus, Landwirtschaft, Tierschutz und Bezirke
|