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„Energie hoch 4“-Nachhaltigkeitsprojekt an Schulen: Die Wirksamkeit ist zweifelhaft hoch 4

Das Programm Fifty/Fifty, bei dem Schulen für Energieeinsparungen prämiert wurden und 45 Prozent des eingesparten Betrags erhielten, ist schon in der letzten Legislatur von Rot-Grün zugunsten des „Energie hoch 4“-Programms zu Grabe getragen worden. Mit mehreren Anfragen hat die Linksfraktion mittlerweile eine Vielzahl von Informationen gesammelt, mit denen sich der deutliche Qualitätsabfall durch das „Energie hoch 4“-Programm belegen lässt. Mit der letzten Schriftlichen Kleinen Anfrage „Energie4 – städtisches Green Washing?“ (Drucksache 22/6575) wird nochmals deutlich, dass das neue Programm in großen Teilen gar nichts mit den Anstrengungen der Schulen und der Schülerinnen und Schüler für nachhaltiges Verhalten zu tun hat.

  • Die Schriftliche Kleine Anfrage "Energie4 – städtisches Greenwashing? (Nachfragen zu Drs. 22/5845)" (Drs: 22/6575) ist hier als PDF online.

Die Wertung der Müllmenge ist abhängig von der gemieteten Fläche, auf die die Schule keinen Einfluss hat. Diese Menge wird also nicht auf die Anzahl der Schülerinnen und Schüler umgelegt. Einsparungen durch Renovierungs- oder Sanierungsarbeiten durch Schulbau Hamburg, auf die die Schulen ebenfalls keinen Einfluss haben, werden (im Gegensatz zum alten Fifty/Fifty-Programm) nicht aus der Bilanz herausgerechnet. Laut dem Senat ist eine Trennung zwischen baulichen Maßnahmen und Verhaltensänderungen nicht möglich – das war es aber mit Fifty/Fifty.

„Energie hoch 4“ ist ein Programm, dessen Datenbasis zweifelhaft ist und je nach Situation wenig über die Wirksamkeit schulischer Projekte zur Energieeinsparung aussagt. Letztendlich entwertet das die Anstrengungen der Lehrerinnen und Lehrer und der Schülerinnen und Schüler – nur damit der Senat mit möglichst wenig Verwaltungseinsatz zweifelhafte Zahlen prämieren kann. Im Ergebnis hat die Schulbehörde es damit aber geschafft, den nervigen Personaleinsatz für ein wichtiges Nachhaltigkeitsprogramm an den Schulen deutlich zu senken. Ob das aber einer Verhaltensänderung im Rahmen von konkreten und messbaren Projektergebnissen der Schülerinnen und Schüler zuträglich ist, wage ich zu bezweifeln

Stephan Jersch ist seit 2015 Mitglied der Hamburgischen Bürgerschaft und gewählter Wahlkreisabgeordneter für Bergedorf. Für die Fraktion DIE LINKE ist er Fachsprecher Umwelt und Energie, Landwirtschaft, Tourismus, Tierschutz und Bezirke.

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