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Holzverbrennung statt Kohleverbrennung im Hamburger Heizkraftwerk Tiefstack?

Ein gutes Jahr ist es her, seit die Hamburger Umwelt- und Klimabehörde (BUKEA) mitteilte, sie habe den stark beachteten Prüfprozess für die Nutzung namibischer Buschbiomasse bis auf weiteres ausgesetzt. Das städtische Unternehmen Wärme Hamburg (jetzt ein Teil der Hamburger Energiewerke HEnW) sehe kurzfristig, in den nächsten zwei bis drei Jahren, keine Möglichkeit der Nutzung von relevanten Mengen an Buschbiomasse. Der Bürgerschaftsabgeordnete Stephan Jersch hat sich jetzt nach dem Stand dieses Prüfprozesses erkundigt (Drs. 20/8320). In kargen Worten erklärte die von Grünen geführte BUKEA, der Prüfprozess sei nicht abgeschlossen. Im Austausch mit dem Umweltbundesamt (UBA) und dem Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) lägen derzeit noch keine Ergebnisse und Schlussfolgerungen vor.

Jersch kommentiert die Antworten der Umweltbehörde: "Ein Thema wie Buschholz aus Namibia, wenn es heikel wird, einfach über den Zaun nach Berlin zu werfen und dann einfach nicht mehr über den Zaun zu gucken, ist dummdreist vom Senat. Das Nichtwissen des Senats zum Fortgang des Themas kann nur bedeuten, dass der Senat gar nichts mehr erfahren will, statt endlich einzugestehen, dass die Idee namibisches Buschholz für die Energiewende zu verfeuern einfach nur falsch und unüberlegt war."

Im Rahmen des Planungsprozesses „Transformation Tiefstack“ würden Biomassepotenziale aus Namibia nicht mit einbezogen, da der Prüfprozess zum Projekt „Biomasse-Partnerschaft Hamburg-Namibia“ noch nicht abgeschlossen sei. Auch der Planungsprozess „Transformation Tiefstack“ sei noch nicht abgeschlossen, so dass noch keine Aussage dazu möglich sei, ob und unter welchen möglichen Beschränkungen Buschholz aus Namibia nach der „Transformation Tiefstack“ zur Erzeugung von Fernwärme in Hamburg eingesetzt werden könne.

In dem zu großen Teilen intransparenten Planungsprozess „Transformation Tiefstack“ geht es um den Ersatz der in diesem Heizkraftwerk verfeuerten Steinkohle bis spätestens 2030. Soweit sich aus veröffentlichten Protokollen ersehen lässt, soll bei der Vorzugsvariante der „Transformation“ die Steinkohle durch Holz ersetzt werden. Es ist zu erwarten, dass der Aufsichtsrat unter dem Vorsitz von Senator Kerstan am 1. Juli 2022 Entsprechendes beschließen wird.

Weitere Informationen auch beim Hamburger Energietisch,

Stephan Jersch ist seit 2015 Mitglied der Hamburgischen Bürgerschaft und gewählter Wahlkreisabgeordneter für Bergedorf. Für die Fraktion DIE LINKE ist er Fachsprecher Umwelt und Energie, Landwirtschaft, Tourismus, Tierschutz und Bezirke.

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