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Klimaschutz-Schriftzug auf Mönckbergstraße bleibt

Per Antrag fordert die AfD im September, den "Klimaschutz-Schriftzug" auf der Mönckebergstraße zu entfernen. Die Linksfraktion lehnt das in der Bürgerschaftsitzung am 9. September ab. Stephan Jersch begründet das in seinem Redebeitrag.

Die Rede im Wortlaut:

Stephan Jersch DIE LINKE:

Frau Präsidentin, meine Damen und Herren! Was
wir hier sehen, ist mal wieder ein pawlowscher Re-
flex der AfD-Fraktion, ein sinnloses Abarbeiten an
ihrem Feindbild, an Jugendlichen, die sich für das
Klima und die Zukunft dieser Erde einsetzen. Letzt-
endlich ist es bezeichnend, dass in Ihrem Bürger-
schaftswahlkampf als Punkt bei "Umwelt und Ener-
gie" natürlich auch das Entfernen von Graffiti steht.
Das ist Umweltpolitik à la AfD.

(Beifall bei der LINKEN – Dirk Nockemann
AfD: Ja, natürlich! – Krzysztof Walczak AfD:
Ist das nicht für die Umwelt?)

Dieser Schriftzug auf der Mönckebergstraße ist ein
wichtiges Zeichen. Die Einschätzung aller Beteilig-
ten, dass er schadlos zu entfernen sei, liegt nun
vor, und deswegen ist es gut, dass die Verwaltung
an dieser Stelle dann auch mal die Verhältnismä-
ßigkeit zulässt.

Lassen Sie mich ganz persönlich meine Meinung
dazu sagen. Für mich persönlich hat es einen ge-
wissen Charme, dass dieser Schriftzug nach dem,
was wir heute von Ihnen gerade auch in der Klima-
politik hören mussten, jetzt noch in der Nähe Ihrer
Fraktionsgeschäftsstelle steht.

(Dirk Nockemann AfD: Das interessiert mich
überhaupt nicht! Wofür halten Sie uns eigent-
lich?)

Vielleicht fügt das ja auch noch einmal einen gewis-
sen Lerneffekt hinzu. Angesichts der Bedeutung
von "Fridays for Future", der Initiative der Jugendli-
chen in den letzten Jahren und der Bewegung, die
sie in die Politik und die Gesellschaft gebracht hat,
denke ich mir, könnte man, um Ihren pawlowschen
Reflex richtig auszureizen, auch durchaus einmal
darüber reden, ob man diesen Schriftzug nicht un-
ter Denkmalschutz stellt. – Danke schön.

(Beifall bei der LINKEN und den GRÜNEN)

Stephan Jersch ist seit 2015 Mitglied der Hamburgischen Bürgerschaft und gewählter Wahlkreisabgeordneter für Bergedorf. Für die Fraktion DIE LINKE ist er Fachsprecher Umwelt und Energie, Landwirtschaft, Tourismus, Tierschutz und Bezirke.

So erreichen Sie Stephan Jersch: Büro: Weidenbaumsweg 19, 21029 Bergedorf (Bahnhofsvorplatz), E-Mal:  stephan.jersch
Telefon: 040 / 71 18 90 90

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