Viertes Quartal 2025 – 47 Atomtransporte durch Hamburg per Straße und Hafen

Das ergibt eine neue Schriftliche Kleine Anfrage von Stephan Jersch und Kay Jäger von der Linksfraktion in der Bürgerschaft: 26 mal Atomtransporte mit Uranbrennelementen von Lingen für AKWs in Schweden (Forsmark) oder aus Schweden über Hamburg in die Tschechische Republik (Temelin) und nach Cattenom in Frankreich. Darin enthalten auch Transorte mit angereichertem Uran zur weiteren Verarbeitung für Brennelemente von URENCO in Gronau oder Orano Frankreich nach Schweden. Temelin erhält von Westinghouse in Schweden vermutlich sogenannte VVER bzw. WWER Brennelemente. Dieser Uran-Brennstoff ist eine spezielle russische Entwicklung. Westinghouse will damit die osteuropäischen Staaten, die AKWs russischer Bauweise mit VVER betreiben, unabhängig von russischen Lieferungen machen.

  • Über die Herstellung und Lieferung von VVER Brennelementen hier Informationen von Westinghouse.
  • Siehe zum Thema auch: Atomtransporte durch Hamburg – Quartal 3 – 2025
  • Die neue Schriftliche Kleine Anfrage über die Atomtransporte mit der Nummer 23/2339 ist hier als PDF online.

    Hinzu kommen noch 31 Transporte mit weiteren radioaktiven Stoffen. Z.B. mit kontaminierten Metallteilen möglicherweise aus dem Rückbau deutscher Atomanlagen in die USA, frisches Natururan als Yellow Cake und Rohstoff aus Namibia oder umgewandeltes Uranhexafluorid mit einem spaltbaren Urananteil unterhalb des Naturzustandes. 

    Das internationale Urangeschäft zeigt deutliche Spuren im Transit über Hamburg – auf den Straßen und über den Hafen. Vom 6. September bis 5. Dezember rollten oder fuhren also 47 Atomtransporte durch die Hansestadt. 

    Viele der Transporte haben mit den Uranfabriken in Gronau und Lingen zu tun, die immer noch vom Atomausstieg ausgenommen sind und einen wichtigen Anteil im internationalen Uranhandel spielen.