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            <title>DIE LINKE. Stephan Jersch: RSS-Feed</title>
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            <language>de</language>
            <copyright>DIE LINKE. Stephan Jersch</copyright>
            
            <pubDate>Sun, 20 Sep 2026 21:49:36 +0200</pubDate>
            <lastBuildDate>Sun, 20 Sep 2026 21:49:36 +0200</lastBuildDate>
            
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                <guid isPermaLink="false">news-449565</guid>
                <pubDate>Fri, 19 Jun 2026 21:27:00 +0200</pubDate>
                <title>Debatte: Senatsbericht über Einführung eines sogenannten Reparatur-Scores</title>
                <link>https://www.stephan-jersch.de/politik/reden/detail/news/debatte-senatsbericht-ueber-einfuehrung-eines-sogenannten-reparatur-scores/</link>
                
                <description>Bürgerschaftsdebatte zu einem Senatsbericht über die Einführung sogenannter Repartur-Scores am 22. April 2026. Für die Linksfraktion sprach Stephan Jersch zu diesem Tagesordnungspunkt in der Bürgerschaft.</description>
                <content:encoded><![CDATA[<p>Bürgerschaftliches Ersuchen vom 16. Dezember 2024: "Investieren in ein starkes Hamburg von morgen: für eine schlagkräftige Justiz und einen wirksamen Verbraucher*innen-, Arbeits- und Tierschutz" – Drs. 22/17213, Neufassung hier: Petitumspunkt G. Einführung eines sogenannten Reparatur-Scores. Die gesamte Debatte ist <a href="https://mediathek.buergerschaft-hh.de/sitzung/23/22/#top-4bbb6ca4-5998-4274-88cc-e5894a0dbe41" target="_blank" class="link-extern" rel="noreferrer">hier in der Mediathek der Bürgerschaft online</a>. Der Redebeitrag von Stephan Jersch ist <a href="https://mediathek.buergerschaft-hh.de/sitzung/23/22/#rede-6d59c82b-3d11-472f-9d86-d57a92176a5e" target="_blank" class="link-extern" rel="noreferrer">hier als Video</a>.&nbsp;</p>
<p>Die Rede im Wortlaut:</p>
<p>Stephan Jersch Die Linke:<br>Herr Präsident, meine Damen und Herren! Ange-<br>sichts der Berichtsdrucksache kann man jetzt sa-<br>gen: Wozu braucht es da eine Langdebatte?<br>(Beifall bei Dennis Gladiator CDU)</p>
<p>Der inhaltliche Charakter dieser Berichtsdrucksa-<br>che gibt es eigentlich nicht her. Deswegen lassen<br>Sie mich etwas Grundsätzlicheres angehen.<br>(Dennis Gladiator CDU: Ich dachte, du hörst<br>jetzt auf!)</p>
<p>– Sorry, Kollege Gladiator.<br>Es ist eine gute Idee – die aus dem Bundesrat<br>humpelnd herausgekommen ist. Schön ist, dass<br>Rheinland-Pfalz genau das in die Drucksache des<br>Bundesrats eingebracht hat, was Die Linke hier<br>schon gefordert hat: den Reparaturbonus. Letztlich<br>ist es aber eine Frage der konkreten Ausgestaltung:<br>Behördliche Kriterien für einen solchen Reparatur-<br>Score sind in Ordnung, sind gut und wichtig, aber<br>wer dann auf den Bund verweist, müsste auch auf<br>das normale Handlungstempo des Bundes verwei-<br>sen. Und wichtige Fragen wie zum Beispiel, wer<br>die Firmen prüft und ob es einen Realitätscheck<br>gibt, sind nicht beantwortet. Das Zaudern und Zö-<br>gern Hamburgs hat zumindest für Hamburg dazu<br>geführt, dass wir Zeit verloren haben. Der Repara-<br>turbonus wäre, wenn Sie unserem Antrag gefolgt<br>wären, in Hamburg schon lang in der Praxis einge-<br>setzt.<br>(Beifall bei der Linken)</p>
<p>Ein Score an sich ist nicht sozial gerecht: Die Grün-<br>de, warum oder warum nicht repariert wird, werden<br>dadurch nicht behoben – es wird nur indexiert –,<br>und in der Praxis können Reparaturen immer noch<br>teuer, riskant und unpraktisch sein. Das sind Re-<br>gelungen, an die man ranmuss, und hier ist staatli-<br>ches Handeln gefragt.<br>(Beifall bei der Linken)</p>
<p>Der Standard muss eine hohe Reparaturfähigkeit<br>und eine hohe Ressourcenschonung sein, es müs-<br>sen Verbindlichkeiten geschaffen werden, das Re-<br>parieren muss sich wieder lohnen. Letztlich gehört<br>dazu auch die Frage der Ersatzteilvorhaltung und<br>günstiger Ersatzteile. Die berühmte eine Schraube,<br>die den halben Neupreis kostet, darf es hier nicht<br>geben; das würde das Ganze auch wieder entwer-<br>ten.</p>
<p>Das Ganze entspricht also dem Hamburg-Standard<br>"spät und zögerlich". Der Index allein reicht nicht –<br>wir brauchen einen Reparaturbonus. Für die Hers-<br>tellerinnen und Hersteller muss der verbindliche<br>Score her, es müssen staatliche Kontrollen einge-<br>führt werden, und es muss Vorgaben für Ersatzteile<br>und Reparaturanleitungen geben.<br>(Beifall bei der Linken)</p>
<p>Wenn all das gewährleistet ist, dann ist es ein run-<br>des Teil, das in Richtung Nachhaltigkeit tatsächlich<br>wirken wird. Im Moment sehen wir hier nur die hal-<br>be Arbeit, sage ich mal, aber das kennt man aus<br>Regierungsebenen nicht anders. – Danke.<br>(Beifall bei der Linken)</p>]]></content:encoded>
                <category>Reden</category>
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            </item>


            
            <item>
                <guid isPermaLink="false">news-449225</guid>
                <pubDate>Wed, 03 Jun 2026 13:09:00 +0200</pubDate>
                <title>Debatte: 34. Ostseeparlamentarierkonferenz und Senatsstellungnahme zur Umsetzung der Resolution</title>
                <link>https://www.stephan-jersch.de/politik/reden/detail/news/debatte-34-ostseeparlamentarierkonferenz-und-senatsstellungnahme-zur-umsetzung-der-resolution/</link>
                
                <description>Bürgerschaftsdebatte im April 2026 zur 34. Ostseeparlamentarierkonferenz (Baltic Sea Parliamentary Conference – BSPC) vom 24. bis 26. August 2025 in Mariehamn, Åland-Inseln, sowie: Stellungnahme des Senats der Freien und Hansestadt Hamburg zur Umsetzung der Abschlussresolution der 34. Ostseeparlamentarierkonferenz. Für die Linksfraktion nimmt der zuständige Abgeordnete Stephan Jersch in seiner Rede Stellung. (Foto: M.Zapf, Hamburger Bürgerschaft)
</description>
                <content:encoded><![CDATA[<p>Zu <a href="https://www.buergerschaft-hh.de/parldok/dokument/23/art/Drucksache/num/3558" target="_blank" class="tw:group tw:flex tw:w-fit tw:gap-2 tw:items-center tw:flex-wrap tw:text-[#1D4171]! tw:text-xs tw:focus:text-white! tw:cursor-pointer tw:focus:ourline-2 tw:focus:outline-[#1D4171] tw:px-2 tw:py-1 tw:rounded-md" rel="noreferrer">Drucksache 23/3558</a> - Die gesamte Debatte ist <a href="https://mediathek.buergerschaft-hh.de/sitzung/23/21/#top-42cd1bb7-ddba-46eb-8113-1af30d17e953" target="_blank" class="link-extern" rel="noreferrer">hier als Video</a> in der Mediathek der Bürgerschaft. Und hier <a href="https://mediathek.buergerschaft-hh.de/sitzung/23/21/#rede-ce26095c-07d7-4d91-a5cf-7d9d824616f8" target="_blank" class="link-extern" rel="noreferrer">als Video die Rede von Stephan Jersch</a>. Die Rede im Wortlaut zum Thema: 34. Ostseeparlamentarierkonferenz (Baltic Sea Parliamentary Conference – BSPC) vom 24. bis 26. August 2025 in Mariehamn, Åland-Inseln, sowie: Stellungnahme des Senats der Freien und Hansestadt Hamburg zur Umsetzung der Abschlussresolution der 34. Ostseeparlamentarierkonferenz<br>&nbsp;</p>
<p>Stephan Jersch Die Linke:</p>
<p>Herr Präsident, meine Damen und Herren! Die Un-<br>terrichtung über die 34. Ostseeparlamentarierkonfe-<br>renz ist eine gute Gelegenheit, auf eine produkti-<br>ve und zukunftsorientierte Konferenz, diesmal auf<br>den Åland-Inseln, zu blicken. Immer noch herrscht<br>Krieg in Europa, ein Angriffskrieg Russlands auf die<br>Ukraine, der Tag für Tag Leben kostet und Grund-<br>werte, die nicht vom Himmel gefallen sind, sondern<br>leidvoll erkämpft wurden, negiert.</p>
<p>In zwei Minuten kann ich nur auf ganz wenige<br>Punkte eingehen,<br>(Dirk Nockemann AfD: Das ist die Kunst!)</p>
<p>was ich jetzt tun will: Wichtig sind die vielen Punk-<br>te der Schlussresolution, die Hoffnung machen,<br>und die von Konferenz zu Konferenz stärkere Be-<br>teiligung der Jugend an der BSPC. Mit ihren fünf<br>Empfehlungen unter anderem zur Stärkung der<br>Biodiversität und des nachhaltigen Wirtschaftens,<br>der regenerativen Landwirtschaft und der Fischerei,<br>zur stärkeren Beteiligung junger Menschen – was<br>übrigens die ganze Konferenz durchwob – und<br>Feststellung, dass der Klimawandel ein Sicherheits-<br>risiko ist und die Energiewende beschleunigt wer-<br>den muss, setzen Jugendliche aus den Ostseean-<br>rainern klaren Kurs zum Schutz der Ostsee, ihrer<br>Menschen, der Umwelt und des Klimas, auch an-<br>gesichts der Tatsache, dass sich der Zustand der<br>Ostsee weiter verschlechtert hat, wie sie festgestellt<br>haben.</p>
<p>Zu denken gibt mir allerdings sieben Monate nach<br>der Konferenz, aber nur wenige Tage nach den Ti-<br>raden eines Präsidenten, der mit der Auslöschung<br>einer ganzen Zivilisation drohte,<br>(Dirk Nockemann AfD: Nun übertreiben Sie<br>nicht!)</p>
<p>dass Feststellungen des ehemaligen finnischen Au-<br>ßenministers Pekka Haavisto auf der Konferenz zur<br>Unverletzlichkeit von Grenzen und Verantwortlich-<br>keit für Kriegsverbrechen aktueller und universeller<br>sind, als es vor sieben Monaten vielleicht noch<br>schien.</p>
<p>Es ist wichtig, die Demokratie resilient zu machen<br>– das wurde gesagt –, sie zu schützen und aus-<br>zubauen. Das Bekenntnis zu wirksamer Diploma-<br>tie, zum Schutz verletzlicher Gruppen, zur Gewähr-<br>leistung des Wohlergehens aller Bürgerinnen und<br>Bürger im Ostseeraum und zum Beispiel zur Resi-<br>lienz unserer kritischen Infrastruktur im Energie-<br>und Kommunikationsbereich oder auch zu einer<br>Energiewende, die, wie es heißt, niemanden zu-<br>rücklässt, sind wichtige Punkte, die es auszubauen<br>gilt. – Danke.</p>
<p>(Beifall bei der Linken und bei Alske Freter<br>GRÜNE</p>]]></content:encoded>
                <category>Reden</category><category>Umwelt Energie Klima</category>
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                <guid isPermaLink="false">news-449224</guid>
                <pubDate>Mon, 01 Jun 2026 13:05:00 +0200</pubDate>
                <title>Debatte: Hamburgs Wärmewende strategisch organisieren: Öffentliche Gebäude als Ausgangspunkte für quartiersbezogene Nahwärmenetze nutzen</title>
                <link>https://www.stephan-jersch.de/politik/reden/detail/news/debatte-hamburgs-waermewende-strategisch-organisieren-oeffentliche-gebaeude-als-ausgangspunkte-fuer-quartiersbezogene-nahwaermenetze-nutzen/</link>
                
                <description>Bürgerschaftsdebatte im April 2026 zum Thema: Hamburgs Wärmewende strategisch organisieren: Öffentliche Gebäude als Ausgangspunkte für quartiersbezogene Nahwärmenetze nutzen. Für die Linksfraktion beteiligte sich der zuständige Abgeordnete Stephan Jersch mit einem Redebeitrag an der Debatte. (Foto: M.Zapf, Hamburger Bürgerschaft)
</description>
                <content:encoded><![CDATA[<p>Antrag der CDU-Fraktion. <a href="https://www.buergerschaft-hh.de/parldok/dokument/23/art/Drucksache/num/3591" target="_blank" class="tw:group tw:flex tw:w-fit tw:gap-2 tw:items-center tw:flex-wrap tw:text-[#1D4171]! tw:text-xs tw:focus:text-white! tw:cursor-pointer tw:focus:ourline-2 tw:focus:outline-[#1D4171] tw:px-2 tw:py-1 tw:rounded-md" rel="noreferrer">Drucksache 23/3591</a> - Die gesamte Debatte ist <a href="https://mediathek.buergerschaft-hh.de/sitzung/23/21/#top-2898055c-f42c-407d-8046-90587707e548" target="_blank" class="link-extern" rel="noreferrer">hier als Video</a> in der Mediathek der Bürgerschaft. Und <a href="https://mediathek.buergerschaft-hh.de/sitzung/23/21/#rede-9cde3e60-3e88-4760-abd6-b4071ea7c954" target="_blank" class="link-extern" rel="noreferrer">hier als Video die Rede von Stephan Jersch</a>. Die Rede im Wortlaut zum Thema: Hamburgs Wärmewende strategisch organisieren: Öffentliche Gebäude als Ausgangspunkte für quartiersbezogene Nahwärmenetze nutzen&nbsp;</p>
<p>Stephan Jersch Die Linke:</p>
<p>Herr Vorsitzender, meine Damen und Herren! Wenn<br>die heutige Wärmeversorgung in Hamburg ein<br>Kunstwerk wäre, wäre es eine Kohlezeichnung. Es<br>sieht tatsächlich ähnlich aus: 20,2 Prozent erneu-<br>erbare Energien bei der Wärmeversorgung. Gut,<br>die Stadt hat die Umstellung von Tiefstack in der<br>Planung, das GuD in Dradenau, Flusswärmepum-<br>pen; alles in Aussicht gestellt. Ich hoffe, dass der<br>Wärmepark in Dradenau schnell an den Start geht,<br>sonst werden noch ein paar Anfragen zu Wedel<br>fällig. Die Wärmewende ist der zentrale Hebel, aber<br>auch die größte Baustelle.</p>
<p>Insofern, liebe Kollegin Nerlich, ist mir gänzlich un-<br>klar, wie man im Zusammenhang mit der Wärme-<br>planung von Planungssicherheit reden kann. Ich<br>glaube, es gibt im Moment eher ein gewisses Maß<br>an Planungsunsicherheit.</p>
<p>Im Antrag fehlt natürlich – die Idee finde ich nicht<br>uninteressant – eine aktive Entwicklungsstrategie.<br>Der Nahwärmecheck ersetzt keine Quartierslösun-<br>gen. Quartierslösungen scheitern nicht an der Tech-<br>nik – sie scheitern an Zuständigkeiten, an der<br>Finanzierung und an einer fehlenden Gesamtpla-<br>nung. Es wird nicht aufgeführt, wer der Treiber in<br>diesem ganzen Prozess sein soll, wer die Potenzia-<br>le letztlich heben soll.</p>
<p>Eine große Kritik sehen wir auch darin, dass es ei-<br>ne – schon logischerweise – fehlende zeitliche Syn-<br>chronisierung zwischen der Sanierung oder dem<br>Neubau öffentlicher Gebäude im Gegensatz zum<br>Takt der Quartiersentwicklung gibt. Was auch fehlt,<br>sind die finanziellen und personellen Ressourcen,<br>die Sie dafür einplanen wollen, denn von allein pas-<br>siert das natürlich nicht. Sie erwähnen zwar die<br>Hamburger Energiewerke, aber die klare Rolle der<br>Hamburger Energiewerke hat sich mir aus diesem<br>Antrag nicht erschlossen: Sind sie Treiber? Sind sie<br>Dienstleister? Sind sie Kooperationspartner? Was<br>davon sollen die Hamburger Energiewerke in die-<br>sem Zusammenhang denn darstellen?</p>
<p>Dann die kommunale Wärmeplanung mit ihren vie-<br>len weißen Flecken in der Stadt, die mich überra-<br>schen; ich nenne nur mal Neuallermöhe-Ost: Es ist<br>eine Überraschung, dass das tatsächlich sich selbst<br>überlassen wird – es wäre doch ein idealer Platz<br>für eine Quartierslösung, kann ich hier nur anfügen.<br>Aber die Leute dort werden mit diesem Antrag auch<br>nicht wirklich weiterkommen. Ich denke, da muss<br>im Interesse der Stadt und der Energiesicherheit<br>nachgebessert werden.</p>
<p>Und zur langfristigen Wirtschaftlichkeit, die Sie an-<br>führen: Die Stadt macht an der einen oder anderen<br>Stelle mit Sicherheit etwas Unvernünftiges – das<br>kann passieren –, aber dass sie langfristig unwirt-<br>schaftliche Sachen plant, würde ich ihr nicht unbe-<br>dingt unterstellen wollen. Als Beispiel nenne ich die<br>Investition in den Rückkauf der Wärmenetze, der<br>Energienetze an sich: eine hervorragende Investiti-<br>on – die damals auf Ihren Widerstand gestoßen ist,<br>wenn ich mich nicht ganz schlecht erinnere.<br>(Beifall bei Michael Gwosdz GRÜNE)</p>
<p>Letztlich, alles in allem hilft uns dieser Antrag bei<br>der Wärmewende in Hamburg aber nicht wirklich<br>weiter, und deswegen werden wir ihm nicht zu-<br>stimmen. – Danke.<br>(Beifall bei der Linken)</p>]]></content:encoded>
                <category>Reden</category><category>Umwelt Energie Klima</category>
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            <item>
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                <pubDate>Sun, 31 May 2026 12:59:00 +0200</pubDate>
                <title>Debatte:  Lokale Energiegemeinschaften als Baustein der Hamburger Energiewende im Quartier.</title>
                <link>https://www.stephan-jersch.de/politik/reden/detail/news/debatte-lokale-energiegemeinschaften-als-baustein-der-hamburger-energiewende-im-quartier/</link>
                
                <description>Bürgerschaftsdebatte 23. Wahlperiode - 21. Sitzung am 9. April 2026. Thema: Lokale Energiegemeinschaften als Baustein der Hamburger Energiewende im Quartier. Für die Linksfraktion spricht der zuständige Abgeordnete Stephan Jersch. (Foto: M.Zapf, Hamburger Bürgerschaft)</description>
                <content:encoded><![CDATA[<p>Antrag der SPD und der Grünen Fraktion.&nbsp;<a href="https://www.buergerschaft-hh.de/parldok/dokument/23/art/Drucksache/num/3587" target="_blank" class="tw:group tw:flex tw:w-fit tw:gap-2 tw:items-center tw:flex-wrap tw:text-[#1D4171]! tw:text-xs tw:focus:text-white! tw:cursor-pointer tw:focus:ourline-2 tw:focus:outline-[#1D4171] tw:px-2 tw:py-1 tw:rounded-md" rel="noreferrer"> Drucksache 23/3587</a> Die gesamte Debatte ist <a href="https://mediathek.buergerschaft-hh.de/sitzung/23/21/#top-a48122a0-f80f-46c4-b008-4d4832fb04c4" target="_blank" class="link-extern" rel="noreferrer">hier als Video</a> in der Mediathek der Bürgerschaft. Und <a href="https://mediathek.buergerschaft-hh.de/sitzung/23/21/#rede-00fb6143-2422-4dc2-b3b9-c43c39dff731" target="_blank" class="link-extern" rel="noreferrer">hier als Video die Rede von Stephan Jersch</a>. Die Rede im Wortlaut zum Thema: Lokale Energiegemeinschaften als Baustein der Hamburger Energiewende im Quartier</p>
<p>Stephan Jersch Die Linke:</p>
<p>Herr Präsident, meine Damen und Herren! Beim<br>jetzigen Stand der Energiewende – bei der das<br>schönste Bild noch der Bundesstrommix ist, der<br>immerhin schon auf fast 60 Prozent erneuerbare<br>Energien gekommen ist, während in Hamburg noch<br>der Kohleausstieg bis 2030 aussteht, 65 Prozent<br>des hier produzierten Stroms fossil sind, ganze<br>7,2 Prozent aus Photovoltaik kommen und die<br>Fernwärme auch nicht zu viel mehr als 20 Prozent<br>aus erneuerbaren Energien besteht – kann man<br>sagen: Ja, es muss gehandelt werden. Insofern<br>ist dieser Antrag zumindest mal ein Prüfauftrag in<br>Richtung Handeln.<br>Doch in der Prosa führen Sie Wasserstoff, klima-<br>freundliche Mobilität – beides nicht vorhanden bis<br>völlig unterentwickelt – und eine immer noch nicht<br>wirklich erkennbare Photovoltaikoffensive auf, die<br>sich gerade mal wieder in Ihre Offensivgräben ein-<br>zugraben scheint. Der Blick auf die Wärmeplanung<br>lässt auch ein bisschen Trübsal blasen, denn da<br>haben wir die Status "Ick bün al dor", "Macht ir-<br>gendwer irgendwann" oder "Lohnt sich nicht wirk-<br>lich". Der letzte wäre dann: "Sieh zu, wo du bleibst".<br>(Beifall bei der Linken)<br>Da ist die Frage: Wo lädt man diese geografischen<br>Leerstellen denn ab? Dann kommt der Vorschlag<br>der Energiegemeinschaften, aber letztlich fallen die<br>auch nicht vom Himmel, und wir stellen ein eklatan-<br>tes Umsetzungsdefizit an dieser Stelle fest. Gut, es<br>ist ein Prüfauftrag, aber man muss auch wissen,<br>wie das hinterher in die Pötte kommen soll, denn<br>wir wissen ja: Rot-Grün macht keinen Prüfauftrag,<br>der nicht von der Behörde genehmigt worden ist.<br>Richtig ist auch, dass letztlich der Fokus auf die<br>Zielgruppen fehlt. Wer koordiniert, wer führt zusam-<br>men, und wer gleicht die Interessen aus? So ist die-<br>ser Prüfauftrag letztlich eine Totgeburt, wenn nicht<br>irgendjemandem noch was einfällt, wie man das<br>in der Praxis tatsächlich handhaben kann. Denn<br>wenn Sie von den kleinen Nebenstraßen reden,<br>Herr Mohrenberg, dann ist die Praxis eigentlich: Da<br>sind sechs, sieben Anwohnende in ihren Häuschen,<br>und wenn dann von denen einer nicht mitmacht,<br>blockiert er das ganze Projekt. Das muss gelöst<br>werden.<br>(Beifall bei der Linken)<br>Kommen wir zur anderen Baustelle, die schon er-<br>wähnt wurde: den Kundenanlagen. Eine rechtliche<br>Unsicherheit zugegebenermaßen, und die SAGA<br>kneift wie üblich im Voraus. Zum 31. Dezember<br>2024 hatte sie nach unserer Anfrage 27 PV-Anla-<br>gen in Betrieb, die eine Volleinspeisung machten,<br>und nur drei nach dem Mieterstrommodell; das ist<br>natürlich eindeutig zu wenig. Warum die SAGA, die<br>wirklich die Möglichkeiten hätte, so etwas organisa-<br>torisch zu bewältigen, hier mit so einem schlechten<br>Beispiel vorangeht, ist eine Frage.<br>(Beifall bei der Linken)<br>&nbsp;</p>
<p>Jetzt kommt die schräge Erwartung, die Privatleute<br>sollten es richten, nicht aber die SAGA. Zur städ-<br>tischen Förderung als Ausgleich: Wenn die rechtli-<br>che Lage wirklich so prekär ist, hätte man sich da<br>auch noch ein bisschen was einfallen lassen kön-<br>nen. Letztlich gäbe es genug Förderinstrumente,<br>um ein solches Netzentgelt, das dann trotz alledem<br>fällig wird, auszugleichen: Wir haben 600 000 Un-<br>ternehmen in der Bundesrepublik, die dauerhaft<br>von den Netzentgelten entlastet werden; wir haben<br>die Stromsteuer, die reduziert worden ist. – Liebe<br>Kolleginnen und Kollegen, es ist eine Möglichkeit,<br>zumindest beim städtischen Stromanbieter tätig zu<br>werden und sich hier entsprechend für die Hausei-<br>gentümerinnen und Hauseigentümer einzusetzen.<br>(Beifall bei der Linken)<br>&nbsp;</p>
<p>Die 100 Euro pro Haushalt, die per anno an Netz-<br>entgelten entlastet werden, reißen es für diese Pla-<br>nung nicht raus; das kann ich eindeutig feststellen.<br>Letztlich kann man sagen: Der Prüfauftrag ist ein<br>ziemlich wilder Mix aus Wärme und Strom. Aber gut,<br>kann man machen; er macht jetzt nichts ka-<br>putt, aber er wird uns ohne die Konsequenz, die er<br>benötigt, damit wir wirklich vorankommen, so nicht<br>voranbringen. Wir stimmen zu, aber letztlich muss<br>da noch was kommen, sage ich mal. Lassen Sie<br>sich von der Behörde noch ein bisschen anleiten. –<br>Danke.<br>(Beifall bei der Linken)</p>
<p>&nbsp;</p>]]></content:encoded>
                <category>Reden</category><category>Umwelt Energie Klima</category>
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                <guid isPermaLink="false">news-448075</guid>
                <pubDate>Wed, 25 Mar 2026 14:42:00 +0100</pubDate>
                <title>Debatte: Zukunftsentscheid und Finanzierung - Bericht der Präsidentin</title>
                <link>https://www.stephan-jersch.de/politik/reden/detail/news/debatte-zukunftsentscheid-und-finanzierung-bericht-der-praesidentin/</link>
                
                <description>Bürgerschaftsdebatte am 25. Februar zur &quot;Rechenschaftslegung der Volksinitiative &quot;Hamburger Zukunftsentscheid&quot; über die Herkunft und die Verwendung der ihr zum Zweck der Durchführung des Volksgesetzgebungsverfahrens zugeflossenen Mittel - Unterrichtung durch die Präsidentin - &quot; Stephan Jersch geht zu dem Thema als zuständiger Abgeordneter für die Linksfraktion ans Pult. (Foto: M. Zapf, Bürgerschaft Hamburg)</description>
                <content:encoded><![CDATA[<ul class="list-normal"><li>Unterrichtung durch die Präsidentin: Rechenschaftslegung der Volksinitiative "Hamburger Zukunftsentscheid" über die Herkunft und die Verwendung der ihr zum Zweck der Durchführung des Volksgesetzgebungsverfahrens zugeflossenen Mittel - <a href="https://www.buergerschaft-hh.de/parldok/dokument/23/art/Drucksache/num/3043" target="_blank" class="docNumber noframed-bl mb-2" rel="noreferrer"><strong>Drucksache 23/3043</strong></a></li></ul><p>Die Debatte zu diesem Punkt ist <a href="https://mediathek.buergerschaft-hh.de/sitzung/23/19/#top-41ff585b-2a6d-4fc0-8549-0db7804dbe21" target="_blank" class="link-extern" rel="noreferrer">hier in komplett als Video online</a>.Die Rede von Stephan Jersch ist <a href="https://mediathek.buergerschaft-hh.de/sitzung/23/19/#rede-5ded3700-6472-4b48-bb53-8ff4258eae7c" target="_blank" class="link-extern" rel="noreferrer">hier als Video online</a>.<br>&nbsp;</p>
<p>Die Rede von Stephan Jersch für Die Linke im Wortlaut:&nbsp;<br>&nbsp;</p>
<p>Herr Präsident, meine Damen und Herren! Die<br>Volksgesetzgebung in Hamburg ist ein hohes Gut,<br>und sie wird verantwortungsvoll auch von den<br>Nichtregierungsorganisationen beansprucht. Drei<br>Volksentscheide in 15 Jahren: Das zeigt, wie wich-<br>tig dieses Instrument ist und wie zentral es auch<br>angewendet wird. Es geht um Chancengleichheit –<br>Chancengleichheit gegen Pressemacht, Chancen-<br>gleichheit gegen Konzernmacht und deren Gelder.</p>
<p>Ich erinnere nur bei "Hamburg Werbefrei" an die<br>Plakatkampagne der Werbeindustrie. Ich erinnere<br>bei "Unser Hamburg – Unser Netz" an die Plakat-<br>kampagne von Vattenfall. Liebe Kolleginnen und<br>Kollegen, diese Chancengleichheit muss hergestellt<br>werden. Sie tun hier wie David gegen Goliath, und<br>Goliath verlangt, dass David seine Steinschleuder<br>aus der Hand legt. Das ist keine Chancengleichheit.<br>(Beifall bei der Linken und bei Lisa Maria Ot-<br>te GRÜNE)</p>
<p>Ich kann an dieser Stelle nur sagen: Es ist ein Trep-<br>penwitz, dass die Finanzierungsfrage von der AfD<br>aufgeworfen wird. Wenn Sie in Ihrer einen Anfrage<br>erwähnen, womit sich NGOs alles finanzieren, dann<br>habe ich dort keinen Punkt gefunden, mit dem Sie<br>sich nicht auch finanzieren – bis hin zum Goldver-<br>kauf.<br>(Krzysztof Walczak AfD: Für Parteien gibt es<br>Transparenzregeln!)</p>
<p>Letztlich muss man sagen: Ihre Anfrage dazu ist<br>die schlechteste, die ich seit 2015 in diesem Haus<br>gelesen habe. Ich hätte mir gewünscht, dass Sie<br>diese Debatte zurückziehen.</p>
<p>2,7 Prozent der Geldmittel sind während des Volks-<br>entscheides aus dem europäischen Ausland ge-<br>kommen; darüber kann man nicht wirklich diskutie-<br>ren.<br>(Dirk Nockemann AfD: Alles unsere Freun-<br>de!)</p>
<p>Wir werden als Linke diese Volksgesetzgebung mit<br>Zähnen und Klauen verteidigen. Wir wollen sie aus-<br>bauen; wir wollen die Demokratie resilienter ma-<br>chen. Es darf kein Sägen an der Volksgesetzge-<br>bung geben, nicht an der Transparenz, so wie sie<br>im Moment verwirklicht ist, und auch nicht an der<br>Neutralitätspflicht des Senats.</p>
<p>Mein Gott, hier sitzen Parteien, die einen Apparat<br>haben. Sagen Sie mal, wie saft- und kraftlos sind<br>Ihre Parteien eigentlich? Chancengleichheit für die<br>Volksgesetzgebung! In diesem Sinne.<br>(Beifall bei der Linken)</p>]]></content:encoded>
                <category>Reden</category><category>Umwelt Energie Klima</category>
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                <guid isPermaLink="false">news-448074</guid>
                <pubDate>Wed, 18 Mar 2026 14:30:00 +0100</pubDate>
                <title>Debatte: Verbandsklagerecht im Umweltbereich muss bleiben</title>
                <link>https://www.stephan-jersch.de/politik/reden/detail/news/debatte-verbandsklagerecht-im-umweltbereich-muss-bleiben/</link>
                
                <description>Bürgerschaftssitzung am 25. Feburar 2026. Thema: Verbandsklage im Bereich des Umweltrechts
abschaffen. Gegen den Antrag der AfD nimmt Stephan Jersch für die Linksfraktion in der Debatte Stellung. (Foto: M. Zapf, Bürgerschaft Hamburg)</description>
                <content:encoded><![CDATA[<p>Die AfD will in der Bürgerschaft per Antrag die "Verbandsklage im Bereich des Umweltrechts abschaffen" Dazu die Rede von Stephan Jersch von der Linksfraktion <a href="https://mediathek.buergerschaft-hh.de/sitzung/23/19/#rede-8aa90743-1562-465e-8309-df1edba2eb0c" target="_blank" class="link-extern" rel="noreferrer">hier als Video aus der Mediathek der Bürgerschaft.&nbsp;</a></p>
<p>Die Rede von Stephan Jersch ist hier im Wortlaut:&nbsp;</p>
<p>Herr Vorsitzender, meine Damen und Herren! Die-<br>sen Antrag kann ich nur als reaktionäres Laienstück<br>aus der Ecke der Demokratieverachtung betrach-<br>ten.<br>(Beifall bei der Linken und vereinzelt bei den<br>GRÜNEN – Lachen bei und Zuruf von Krzy-<br>sztof Walczak AfD)</p>
<p>Aber was steht denn nun genau darin? Sie sehen<br>die Klimaneutralität bis 2045 als verfassungsrechtli-<br>ches Hochrisikoprojekt. Gut, mit verfassungsrechtli-<br>chen Hochrisikoprojekten kennen Sie sich aus, am<br>eigenen Beispiel, würde ich jetzt grundsätzlich erst<br>mal sagen.<br>(Beifall bei der Linken)</p>
<p>Die Verbandsklagen hätten in Hamburg und im<br>Umland schon viele Projekte verzögert. Sie haben<br>selbst eine SKA gestellt, bei der der Senat Ihnen<br>gerade mal zwei Projekte nennen konnte, und Sie<br>selbst greifen auch schon auf das Hamburger Um-<br>land, auf Schleswig-Holstein mit der A20, zurück.<br>Nein, die Verbandsklage ist eine sehr verantwor-<br>tungsvolle Aufgabe, die von den Verbänden hoch<br>verantwortungsvoll wahrgenommen wird.<br>Sie sehen in der Verbandsklage eine Gefahr der<br>Verzögerung oder des Stoppens von Projekten.<br>Nein, diese Verbandsklage stellt Rechtssicherheit<br>her gegen schlechte Planung, gegen Umweltzerstö-<br>rung und gegen den Verstoß gegen gesetzliche<br>Grundlagen. Insofern ist die Verbandsklage ein<br>wichtiges Instrument unserer Demokratie, das hart<br>erkämpft worden ist.<br>(Glocke)</p>
<p>Liebe Kolleginnen und Kollegen, letztlich kann man<br>nur sagen: Sie wollen freie Hand für Umweltzerstö-<br>rung, planerische Pfuscharbeit und Behördenwill-<br>kür, und das verhindert das Verbandsklagerecht<br>nachhaltig. Auch wenn es in anderen Bereichen, in<br>anderen Parteien Bestrebungen gibt, am Verbands-<br>klagerecht zu drehen, kann ich nur sagen: Keine<br>Hand an das Verbandsklagerecht, es hat sich be-<br>währt. Wir sehen es auch an der Antwort auf die<br>SKA der AfD; da empfehle ich tatsächlich die Lektü-<br>re der Antwort. – Danke.<br>(Beifall bei der Linken)</p>]]></content:encoded>
                <category>Reden</category>
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            </item>


            
            <item>
                <guid isPermaLink="false">news-448113</guid>
                <pubDate>Thu, 19 Feb 2026 21:11:00 +0100</pubDate>
                <title>Debatte: Klimaschutz und ein Prüfbericht zum Kohleausstieg</title>
                <link>https://www.stephan-jersch.de/politik/reden/detail/news/debatte-klimaschutz-und-ein-pruefbericht-zum-kohleausstieg/</link>
                
                <description>Auf die Senatsmitteilung zum Klimaschutz: Stichwort Prüfbericht zum Kohleausstieg kam es im Januar 2026 zu einer intensiven Debatte in der Bürgerschaft. Für die Linksfraktion kritisierte der energiepolitische Sprecher Stephan Jersch die bisherige Senatspolitik. </description>
                <content:encoded><![CDATA[<ul class="list-normal"><li>Prüfbericht zum Kohleausstieg gemäß § 9 Absatz 2 Satz 3 Hamburgisches Klimaschutzgesetz (HmbKliSchG)&nbsp;<br>- Senatsmitteilung - (29:04) - <a href="https://www.buergerschaft-hh.de/parldok/dokument/23/art/Drucksache/num/2665" target="_blank" class="docNumber noframed-bl mb-2" rel="noreferrer">Drucksache 23/2665</a></li><li>Die gesamte Debatte ist <a href="https://mediathek.buergerschaft-hh.de/sitzung/23/17/#top-26a54097-27a2-4a1f-9638-fe7392501a5b" target="_blank" class="link-extern" rel="noreferrer">hier als Video online</a>. Die Rede von Stephan Jersch ist <a href="https://mediathek.buergerschaft-hh.de/sitzung/23/17/#rede-6e45f645-3af6-45f6-b324-bb165b66085d" target="_blank" class="link-extern" rel="noreferrer">hier als Video online</a>.&nbsp;<br>&nbsp;</li></ul><p>Die Rede im Wortlaut:&nbsp;</p>
<p>Stephan Jersch Die Linke:&nbsp;</p>
<p>Frau Präsidentin, meine Damen und Herren! Der<br>Kohleausstieg ist so eine Art Eisenkugel am Bein<br>der Hamburger Energieplanung; ein immer noch als<br>Kraftwerk verbrämtes Industriemuseum in Wedel,<br>dessen veröffentlichte Abschiedstermine mittlerwei-<br>le Legende sind: 2019, 2021, 2022, 2023, 2025 –<br>und jetzt sind wir bei Ende 2026 angekommen. Ich<br>baue darauf, dass es wenigstens diesmal funktio-<br>niert. Denn wenn ich allein von 2021 ausgehe, hat<br>dieses Industriemuseum 5 bis 6 Millionen Tonnen<br>CO2 mehr ausgestoßen, als es das eigentlich bei<br>einer Abschaltung 2021 hätte tun dürfen. Um es<br>mal einzuordnen: Das ist das Doppelte der CO2-<br>Menge, die die Industrie laut Klimabericht 2023 in<br>Hamburg emittiert hat. Liebe Kolleginnen und Kolle-<br>gen, da kann man nicht wirklich von einem Erfolg<br>reden.</p>
<p>Die Kosten – so viel zum Kollegen Kappe – für<br>dieses Kohlemuseum sind unbekannt. Wie viel jetzt<br>wirklich für die Instandhaltung dieses immer wieder<br>ausfallenden Kraftwerks aufgewendet wird, wissen<br>wir nicht; es ist ein Betriebsgeheimnis.</p>
<p>Was die Umsetzung des Kohleausstiegs angeht,<br>kann man zumindest in Tiefstack davon reden,<br>dass er im Plan ist. Die Darstellung ist transpa-<br>rent; ausnahmsweise mal bei einem energetischen<br>Punkt hier in der Stadt. Die Flusswärmepumpe Nor-<br>derelbe ist in der Prüfung – seit zweieinhalb Jahren,<br>könnte man anmerken –, und vielleicht kommt auch<br>da mal ein Ergebnis. Die Power-to-Heat-Anlage ist<br>gestrichen, der Aquiferspeicher nicht realisierbar,<br>aber all das ändert letztlich nichts daran, dass der<br>Ausblick – zumindest für Tiefstack – durchaus posi-<br>tiv ist.</p>
<p>Aber wie es bei einer normalen Serienproduktion<br>im Fernsehen üblich ist, macht man so einen klei-<br>nen Ausblick auf die nächste Staffel, die ansteht:<br>Die nächste Staffel in dieser Politik wäre nach dem<br>Kohleausstieg der Gasausstieg. Zwei Sätze stehen<br>dazu in diesem Prüfbericht; das ist eindeutig zu we-<br>nig, wir brauchen hier mehr.<br>(Beifall bei der Linken)</p>
<p>Es geht dabei schließlich auch darum, dass auf<br>zwei Drittel der Kohle, also der bisherigen Energie-<br>quelle für die Wärmeversorgung in Hamburg, ver-<br>zichtet wird. Aber wie steht es letztlich im Prüfbe-<br>richt?</p>
<p>"Der Kohleausstieg in der Hamburger Fern-<br>wärme leistet einen der größten Einzelbeiträ-<br>ge zur Reduktion der CO2-Emissionen und<br>zur Erreichung der Hamburger Klimaziele."</p>
<p>Das ist eine hoch beschönigende Aussage für eine<br>Niederlage, die beim Kohleausstieg erzielt worden<br>ist. Denn selbst wenn die Zielzahl für 2030 – null<br>Kohleemission – erreicht wird, dann haben wir, wie<br>ich eben gesagt habe, zwischenzeitlich 5 bis 6 Mil-<br>lionen Tonnen CO2 zusätzlich ausgestoßen. Das ist<br>– ich tue dem Milchmädchen ungern unrecht – aber<br>eine echte Milchmädchenrechnung, die hier von Ih-<br>nen zum Besten gegeben wird.</p>
<p>Fazit und Ausblick: Im Prüfbericht steht, dass die<br>Transparenz und die Einbindung verschiedener In-<br>teressensgruppen wie des Energienetzbeirats und<br>des Energiewendebeirats sich positiv ausgewirkt<br>haben und dass diese Transparenz konsequent<br>fortgeführt werden soll. Da erinnere ich nur an die<br>Debatte, die wir am 26. November 2025 in diesem<br>Haus hatten, als die Kollegin Domm zum Energie-<br>wendebeirat sagte, dass es eine begründete Unzu-<br>friedenheit mit dem Energiewendebeirat gibt und er<br>deswegen nicht neu begründet wird. – Liebe Kolle-<br>ginnen und Kollegen, das müssen Sie mir erklären,<br>und vor allem müssen Sie mir erklären, wie Sie an-<br>gesichts dieser Abschaffung von Mitwirkungsgremi-<br>en tatsächlich weiter Transparenz in Hamburg rea-<br>lisieren wollen; bei einem wichtigen Thema, von&nbsp;<br>"UNSER HAMBURG - UNSER NETZ", bei dem wir deutliche&nbsp;<br>Transparenzansprüche gestellt haben."</p>
<p>Auch mit Blick auf die Sozialverträglichkeit, die Um-<br>weltgerechtigkeit und die Energiegerechtigkeit, den-<br>ke ich mir, sind die Ansprüche höher als das, was<br>hier im Moment umgesetzt wird. Vor allem müssen<br>Sie an der Transparenz arbeiten. Ansonsten wer-<br>den Sie Schiffbruch erleiden, denn von Transpa-<br>renz lebt unsere Gesellschaft; das ist Demokratie. –<br>Danke.<br>(Beifall bei der Linken)</p>
<p>&nbsp;</p>]]></content:encoded>
                <category>Reden</category><category>Umwelt Energie Klima</category>
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            <item>
                <guid isPermaLink="false">news-448112</guid>
                <pubDate>Tue, 10 Feb 2026 20:58:00 +0100</pubDate>
                <title>Debatte: Geothermie als Schlüssel zur Wärmewende</title>
                <link>https://www.stephan-jersch.de/politik/reden/detail/news/debatte-geothermie-als-schluessel-zur-waermewende/</link>
                
                <description>Bürgerschaftsdebatte über die Geothermie als Schlüssel zur Wärmewende. Auf den Antrag von SPD und Grünen reagierte Stephan Jersch als energiepolitischer Sprecher der Linksfraktion am 28. Januar. (Michael Zapf/Hamburgische Bürgerschaft)</description>
                <content:encoded><![CDATA[<ul class="list-normal"><li>Geothermie als Schlüssel zur Wärmewende – Potenziale systematisch erschließen, Geothermie konsequent, wirtschaftlich und investitionsfreundlich entwickeln: Hamburger Wärmewende praxisnah umsetzen Geothermie als Schlüssel zur Wärmewende - Potenziale systematisch erschließen - Antrag der SPD- und GRÜNEN Fraktion - (22:59) - <a href="https://www.buergerschaft-hh.de/parldok/dokument/23/art/Drucksache/num/2709" target="_blank" class="docNumber noframed-bl mb-2" rel="noreferrer">Drucksache 23/2709</a></li><li>Die gesamte Debatte ist <a href="https://mediathek.buergerschaft-hh.de/sitzung/23/17/#top-0ea2ca18-6bfe-444f-9721-a9a90d331a42" target="_blank" class="link-extern" rel="noreferrer">hier als Video online</a>. Die Rede von Stephan Jersch ist <a href="https://mediathek.buergerschaft-hh.de/sitzung/23/17/#rede-b3733a75-cd3e-4e82-b596-78cb8feb1ba2" target="_blank" class="link-extern" rel="noreferrer">hier als Video online</a>.<br>&nbsp;</li></ul><p>Stephan Jersch Die Linke:</p>
<p>Herr Präsident, meine Damen und Herren! Eine<br>Strategie mehr in und für Hamburg: Man hat schon<br>das Gefühl – man könnte es wahrscheinlich bele-<br>gen –, dass es in Hamburg vor lauter Strategien ein<br>Umsetzungsdefizit gibt.</p>
<p>Im Rahmen der IBA 2008 wurde die Geothermie<br>zur Nutzung sozusagen als Projekt ausgeschrie-<br>ben. 2010 gab es erste geologische Ergebnisse,<br>und 2022 wurde tatsächlich – in wesentlich geringe-<br>rer Tiefe als ursprünglich erwartet – wärmeres Was-<br>ser gefunden. Aber was ist denn der Nutzen dieses<br>Projekts? Auf eine Anfrage haben die Hamburger<br>Energiewerke gesagt: Die Kosten der Wärmepum-<br>pen, die in Wilhelmsburg eingesetzt werden – und<br>es müssen mehrere gestaffelt eingesetzt werden,<br>weil das Wasser nicht die idealen Bedingungen<br>erfüllt –, sind ein Betriebsgeheimnis. Und die Be-<br>triebskosten? Dazu konnten keine belastbaren An-<br>gaben gemacht werden. Nicht jede Strategie macht<br>Sinn, wenn die Daten fehlen.</p>
<p>2009 hat Die Linke hier in der Bürgerschaft gesagt:<br>Die Linke ist für die Erforschung des Potenzials der<br>Tiefengeothermie. 16 Jahre später ist diese Aussa-<br>ge völlig richtig, aber es gilt, das Potenzial zu erfor-<br>schen und hier keine Strategie auf Sand zu setzen<br>– eins nach dem anderen –; so geht es nicht.<br>(Beifall bei der Linken)</p>
<p>Gerade rund um den Zukunftsentscheid, um den<br>Entscheid "UNSER HAMBURG – UNSER NETZ",<br>lassen Sie mich noch einmal deutlich betonen:<br>Auch Geothermie als Energiequelle gehört in öf-<br>fentliche Hand.<br>(Beifall bei der Linken)</p>
<p>Zwei von drei Erlaubnisfeldern zur Wärmeaufsu-<br>chung in Hamburg sind in privatem Besitz; dort<br>kann HanseWerk Natur nach Geothermie forschen.<br>Ein einziges ist im Besitz der Stadt, in einem Be-<br>sitz ihres Unternehmens. Schon das ist der völlig<br>falsche Ansatz. Und die Frage ist: Wie kommt so<br>etwas überhaupt zustande? Hier steht nichts, kei-<br>ne Aussage zur Sozialverträglichkeit und den zu<br>erwartenden Preisen; die Kostentransparenz fehlt<br>völlig. Welche Rolle soll Geothermie in Hamburg<br>außer der Grundlastfähigkeit sozialverträglich für<br>die Zukunft spielen? Dazu gibt es hier keine Aus-<br>sage. Bevor ich eine Strategie entwickle, muss ich<br>mich aber politisch darüber verständigen, was ich<br>für die Menschen und die Energiegerechtigkeit in<br>dieser Stadt erwarte und tun werde.<br>(Beifall bei der Linken)</p>
<p>Deswegen, lieber Kollege Mohrenberg, braucht<br>man mehr als zwei Bohrtürme; man braucht ein so-<br>ziales Konzept zur Umsetzung der Energieversor-<br>gung. Da kann ich nicht die Geothermie, die heute<br>im Prinzip extrem schwach aufgestellt ist ... Wir alle<br>wissen, dass das nur auf einer Aussage beruht,<br>dass da vielleicht mehr möglich ist in Zukunft; wir<br>alle wissen, dass es mehr braucht als diese schwa-<br>che Aussage.</p>
<p>Die gezielte Auswertung des Reallabors: Ist es<br>nicht ein Grundverständnis eines solchen Projekts<br>wie des Reallabors, dass es ausgewertet wird?<br>Wozu werden denn da Millionen von Euro in die<br>Forschung gesteckt? So geht es nicht. Es ist eine<br>Unverfrorenheit, dass das eines Antrags bedarf.<br>(Beifall bei der Linken)</p>
<p>Deswegen noch mal: Energieversorgung gehört in<br>öffentliche Hand, sie muss sozialverträglich sein,<br>und es muss Transparenz herrschen. Das ist im<br>Moment nicht gegeben; das leistet Ihr Antrag nicht,<br>und deswegen werden wir ihm so nicht zustimmen.<br>Ja zur Erforschung der Daten – nein dazu, auf<br>dieser Basis wieder eine Strategie in Hamburg zu<br>begründen. – Danke.</p>]]></content:encoded>
                <category>Reden</category><category>Umwelt Energie Klima</category>
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            <item>
                <guid isPermaLink="false">news-446942</guid>
                <pubDate>Mon, 19 Jan 2026 22:30:00 +0100</pubDate>
                <title>Debatte: Einrichtung eines Landeskleingartenbeirates für die Freie und Hansestadt Hamburg</title>
                <link>https://www.stephan-jersch.de/politik/reden/detail/news/debatte-einrichtung-eines-landeskleingartenbeirates-fuer-die-freie-und-hansestadt-hamburg/</link>
                
                <description>In der Bürgerschaftssitzung am 14. Januar war die Einrichtung eines Landeskleingartenbeirates für
die Freie und Hansestadt Hamburg auf Antrag der Linksfraktion Thema. Dazu ging auch Stephan Jersch für die Linksfraktion ans Rednerpult. </description>
                <content:encoded><![CDATA[<p>Einrichtung eines Landeskleingartenbeirates für die Freie und Hansestadt Hamburg - Antrag der Fraktion Die Linke - (14:13) <a href="https://www.buergerschaft-hh.de/parldok/dokument/23/art/Drucksache/num/2507" target="_blank" class="docNumber noframed-bl mb-2" rel="noreferrer"><strong>Drucksache 23/2507</strong></a>. Die Debatte ist in der Mediathek der Bürgerschaft <a href="https://mediathek.buergerschaft-hh.de/sitzung/23/16/#top-f9d5596a-d157-4e55-9dc8-cefb24a8da35" target="_blank" class="link-extern" rel="noreferrer">als Video online</a>. Die beiden Redebeiträge von Stephan Jersch sind als Video <a href="https://mediathek.buergerschaft-hh.de/sitzung/23/16/#rede-a54266cf-6851-4e1a-8479-965b38e6e1f9" target="_blank" class="link-extern" rel="noreferrer">hier</a> und <a href="https://mediathek.buergerschaft-hh.de/sitzung/23/16/#rede-404ce6b1-9a6b-4acb-9188-50060c218834" target="_blank" class="link-extern" rel="noreferrer">hier</a>.&nbsp;</p>
<p>Die Reden im Wortlaut.</p>
<p><strong>Erste Rede:&nbsp;</strong></p>
<p>Stephan Jersch Die Linke:<br>Herr Präsident, meine Damen und Herren! Klein-<br>gärten als grüne Lunge der Stadt haben mit ih-<br>rer Drittelung der Fläche für Gemüse- und Obstan-<br>bau eine überragende Bedeutung für Biodiversität:<br>34 000 Kleingärten, 1 900 Hektar Fläche, mehr als<br>7 000 Pachtflächen der Bahn-Landwirtschaft, das<br>Ganze mit Pächterinnen und Pächtern aus 120 Na-<br>tionen und 2022 die Aufnahme der Kleingärten in<br>das Bundesnaturschutzgesetz. Kleingärten erhalten<br>und ausbauen: Das ist der Auftrag.</p>
<p>Und diesem steigenden Anspruch muss auch Ham-<br>burg gerecht werden, denn Kleingärten sind mehr<br>als Bauerwartungsland. In ihrer Berücksichtigung<br>sind Kleingärten breit aufgestellt, müssen für eine<br>Stadtentwicklung aber noch breiter aufgestellt wer-<br>den. Dem haben schon viele Kommunen in dieser<br>Republik Rechnung gezollt: Eine Anfrage der Links-<br>fraktion im Bundestag hat ergeben, dass 40 Pro-<br>zent der Kommunen einen Kleingartenbeirat haben.<br>(Richard Seelmaecker CDU: Dann stimmen<br>wir jetzt ab!)</p>
<p>Der Zweck ist relativ eindeutig: Wenn man in Ham-<br>burg nach Kleingärtenfakten fragt, dann ist der<br>Senat meistens relativ uninformiert. Der Landes-<br>bund der Gartenfreunde übernimmt die Antwort,<br>aber auch das nur sehr unzuverlässig. Letztlich<br>muss man sagen: Das würde das Wissen stärken;<br>ein Beirat für Bezirke, Naturschutzverbände, mit<br>den Kleingärtenvertreterinnen und -vertretern, auch<br>dem Landesbund, Behörden und politischen Gremi-<br>en würde die Kleingärten in Hamburg deutlich bes-<br>ser berücksichtigen, als sie bisher berücksichtigt<br>werden.<br>(Beifall bei der Linken)</p>
<p>Wir finden, die größere Bedeutung der Kleingärten<br>für eine Stadtgesellschaft, für Umwelt und Klima<br>heißt, Partizipation auszubauen. Deswegen plädie-<br>ren wir für einen Landeskleingartenbeirat und bitten<br>um Ihre Zustimmung. – Danke.<br>(Beifall bei der Linken)</p>
<p><strong>Die zweite Rede:</strong></p>
<p>Stephan Jersch Die Linke:<br>Danke schön, Herr Vorsitzender. – Meine Damen<br>und Herren! Es ist immer wieder die Frage, welche<br>Schutzbehauptungen von Rot-Grün kommen und<br>warum die CDU diesmal unwillig ist. Auf einige die-<br>ser Behauptungen möchte ich doch noch mal ein-<br>gehen.<br>(Präsidentin Carola Veit übernimmt den Vor-<br>sitz.)</p>
<p>Wo sind die Kleingärten in Hamburg verteilt? Sie<br>sind sehr ungleich verteilt. Auch das ist eine Folge<br>der mangelnden Politik, der Steuerung, der Stadt-<br>planung, letztlich der mangelnden Beteiligung wich-<br>tiger Akteurinnen und Akteure; das kann man fest-<br>stellen. Und wenn es um Beteiligungsformate geht,<br>kann ich nur feststellen: Die Beteiligungsformate im<br>Kleingartenbereich haben sich seit 60 Jahren nicht<br>geändert, seit dem 10 000er-Vertrag.<br>(Michael Gwosdz GRÜNE: Tradition!)</p>
<p>– Ja, das ist ein tradiertes Vorgehen, und ich glau-<br>be, dass auch Kleingärtnerinnen und Kleingärtner<br>nach 60 Jahren mittlerweile andere Ansprüche in<br>der Beteiligung haben.<br>(Beifall bei der Linken)</p>
<p>Da mag man nur mal die Schreberinnen und Schre-<br>ber des Kleingartenvereins Goldbekkanal oder der<br>Kleingartenvereine am Diekmoor fragen, welche<br>Beteiligungsformate sie sich eigentlich gewünscht<br>hätten, nämlich nicht das Von-oben-nach-unten-Di-<br>rigieren, wie es im Moment tatsächlich die Praxis<br>ist.</p>
<p>Lieber Kollege Mohrenberg, ich habe interessiert<br>Ihre Formulierung "neue Parzellen" gehört. Wenn<br>Sie mir eine neue Parzelle, die nicht aus einer Ver-<br>dichtungsmaßnahme entstanden ist, einen neuen<br>Kleingartenverein nennen können, dann schmeiße<br>ich eine Runde; da können Sie aber sicher sein.<br>(Beifall und Heiterkeit bei der Linken)</p>
<p>Lassen Sie mich zum Abschluss noch auf den Kol-<br>legen Kappe eingehen: Die Kompetenz in einem<br>Kleingartenbeirat wäre ideal und breiter aufgestellt.<br>Aber wenn Sie mehr Bürokratie ablehnen, dann<br>kann ich nur sagen: Was Sie im Moment im Winter-<br>dienst abziehen, ist genau das Gegenteil.<br>(Beifall bei der Linken)</p>
<p>Ich werbe trotzdem für die Zustimmung. – Danke.<br>(Beifall bei der Linken)<br>&nbsp;</p>]]></content:encoded>
                <category>Bezirke</category><category>Reden</category><category>Umwelt Energie Klima</category>
                
            </item>


            
            <item>
                <guid isPermaLink="false">news-446941</guid>
                <pubDate>Fri, 16 Jan 2026 22:23:00 +0100</pubDate>
                <title>Debatte: &quot;Saubere Luft als Chance für nachhaltige Entwicklung im südlichen Ostseeraum&quot;</title>
                <link>https://www.stephan-jersch.de/politik/reden/detail/news/debatte-saubere-luft-als-chance-fuer-nachhaltige-entwicklung-im-suedlichen-ostseeraum/</link>
                
                <description>Thema in der Bürgerschaftssiitung am 14. Januar 2026: Entschließung zur Umsetzung der Resolution
des 21. Parlamentsforums Südliche Ostsee zum Thema &quot;Saubere Luft als Chance für nachhaltige Entwicklung im südlichen Ostseeraum&quot; Dazu sprach auch Stephan Jersch für die Linksfraktion.
</description>
                <content:encoded><![CDATA[<p>Die gesamte Debatte zum Antrag ist hier in der Mediathek der Bürgerschaft <a href="https://mediathek.buergerschaft-hh.de/sitzung/23/16/#top-43b97e2b-5f11-4ea5-9ea9-d6642c51737c" target="_blank" class="link-extern" rel="noreferrer">als Video online</a>. Der Beitrag von Stehpan Jersch ist <a href="https://mediathek.buergerschaft-hh.de/sitzung/23/16/#rede-cb78b88f-8ee9-4e3f-b0fd-577926dce49e" target="_blank" class="link-extern" rel="noreferrer">hier als Video</a>.&nbsp;</p>
<p>Die Rede im Wortlaut:</p>
<p>Stephan Jersch Die Linke:<br>Herr Präsident, meine Damen und Herren! Der<br>Ostseeraum ist ein extrem belasteter Raum, und<br>uns – in diesem Fall die drei Woiwodschaften in<br>Polen und drei Bundesländer – eint das gemein-<br>same Interesse, für diesen Raum Vorsorge zu tra-<br>gen. Dieses Jahr waren die Schwerpunkte im Par-<br>lamentsforum Südliche Ostsee die Luftbelastung,<br>Fragen der Luftqualität, Verkehrsemissionen, klima-<br>neutraler Verkehr, ein verschärftes Umweltmonito-<br>ring, aber auch die soziale Gestaltung der Transfor-<br>mationspfade, die vor uns liegen beziehungsweise<br>auf denen wir uns zurzeit schon befinden. Umwelt-<br>belastung, Klimapolitik, sozial gerechte Transforma-<br>tion: Das geht alle an, das bewegt alle rund um den<br>Ostseeraum, und nicht nur dort; wir haben diese<br>Themen auch bei uns regelmäßig auf der Agenda,<br>und im Dialog mit unseren polnischen Kolleginnen<br>und Kollegen können wir feststellen, dass es nicht<br>nur unser Thema ist: Wir denken alle in die gleiche<br>Richtung, und das macht Mut.<br>(Beifall bei der Linken und vereinzelt bei den<br>GRÜNEN)</p>
<p>Besonders wichtig ist auch einer der Punkte, die<br>immer wieder an verschiedenen Stellen betont wer-<br>den: Wir müssen im Zusammenhang mit den Ent-<br>wicklungen, die vor uns stehen und die wir machen<br>müssen, sozialen Schieflagen vorbeugen. Nicht<br>umsonst wird auch in dieser Resolution festgestellt:<br>Nicht tätig werden bedingt viel höhere Kosten, als<br>wenn wir jetzt ins Tätigwerden investieren. Das hal-<br>te ich für eine ganz wichtige Schlussfolgerung.<br>(Beifall bei der Linken)</p>
<p>Der Ostseeraum ist für uns ein gemeinsames Pro-<br>jekt, er ist ein gemeinsames Zuhause, und insofern<br>ist es wichtig, dass wir in großer Einmütigkeit nicht<br>nur in diesem Haus, sondern über die Landesgren-<br>ze nach Polen hinweg ein gemeinsames Zeichen<br>setzen, das an die Institutionen und die Parlamente<br>in den beteiligten Regionen geht.</p>
<p>Wir freuen uns darauf, hier wirklich auch mal Han-<br>deln zu beschließen. – Danke.<br>(Beifall bei der Linken und vereinzelt bei den<br>GRÜNEN)</p>]]></content:encoded>
                <category>Reden</category><category>Umwelt Energie Klima</category>
                
            </item>


            
            <item>
                <guid isPermaLink="false">news-446940</guid>
                <pubDate>Fri, 16 Jan 2026 22:16:00 +0100</pubDate>
                <title>Debatte: Erweiterung der Heilfürsorge auf Beamt*innen im Bereich des Justizvollzuges</title>
                <link>https://www.stephan-jersch.de/politik/reden/detail/news/debatte-erweiterung-der-heilfuersorge-auf-beamtinnen-im-bereich-des-justizvollzuges/</link>
                
                <description>Debatte in der Bürgerschaftssitzung am 14. Januar 2026. Thema ist die &quot;Erweiterung der Heilfürsorge auf Beamt*innen im Bereich des Justizvollzuges&quot; auf Antrag der Fraktionen der SPD, CDU, GRÜNEN und Die Linke. Für die Linksfraktion sprach Stephan Jersch zu dem Thema.</description>
                <content:encoded><![CDATA[<p>Gemeinsamer Antrag "Erweiterung der Heilfürsorge auf Beamt*innen<br>im Bereich des Justizvollzuges". Die gesamte Debatte ist in der Mediathek der Bürgerschaft <a href="https://mediathek.buergerschaft-hh.de/sitzung/23/16/#top-d22c819e-7692-44a3-86f7-50337d17a1b0" target="_blank" class="link-extern" rel="noreferrer">hier online</a>. Der Redebeitrag von Stephan Jersch ist <a href="https://mediathek.buergerschaft-hh.de/sitzung/23/16/#rede-2ee28f5b-8ccc-4f8d-9936-6f55a708267e" target="_blank" class="link-extern" rel="noreferrer">hier als Video</a>.</p>
<p>Die Rede im Wortlaut:&nbsp;</p>
<p>Stephan Jersch Die Linke:<br>Herr Präsident, meine Damen und Herren! Kolle-<br>ge Seelmaecker verwies schon auf die lange Ge-<br>schichte. Nach meiner Recherche ist sie sogar<br>noch länger gewesen: Ich komme auf 2016 als<br>Startdatum in dieser Angelegenheit. Insofern ist es<br>natürlich wirklich ein freudiges Ereignis, dass es<br>jetzt tatsächlich mit der Heilfürsorge auch für die<br>Justizvollzugsbeamten geklappt hat. Letztlich kann<br>ich nicht viel hinzufügen; die Belastung in diesem<br>Job und die Wichtigkeit dieses Jobs sind nun schon<br>deutlich gemacht und korrekt beschrieben worden.<br>Auf der anderen Seite haben wir natürlich den<br>Fachkräftemangel, und das Dickschiff Hamburg hat<br>gebraucht, bis es sich bewegt hat; das kann man<br>sagen. Da haben die Zulagen nicht wirklich ge-<br>reicht, dementsprechend haben wir jetzt den Erfolg,<br>dass wir hier in breiter Einigkeit die Heilfürsorge<br>beschließen werden – und damit die Gleichstellung<br>mit Polizei und Feuerwehr, was ein Anerkenntnis<br>für die Beschäftigten in diesem Bereich, für einen<br>harten Job ist. Ein Stück weit ist das natürlich auch<br>dem Föderalismus mit dem gegenseitigen Abwer-<br>ben geschuldet; insofern ein Hoch auf den Födera-<br>lismus an dieser Stelle, der auch einen gewissen<br>Druck ausgeübt hat.<br>Wie gesagt, der Antrag ist ein gutes Zeichen, er ist<br>ein deutliches Zeichen, auch ein deutlich überpar-<br>teiliches Zeichen und letztlich genau das Richtige<br>in die richtige Richtung: Gute Arbeit, gute Arbeits-<br>bedingungen, gute Löhne. Da kann ich für andere<br>Bereiche nur sagen: Weiter so. – Danke.<br>(Beifall bei der Linken und den GRÜNEN)</p>]]></content:encoded>
                <category>Bezirke</category><category>Reden</category>
                
            </item>


            
            <item>
                <guid isPermaLink="false">news-446850</guid>
                <pubDate>Thu, 08 Jan 2026 18:16:00 +0100</pubDate>
                <title>Debatte: Mehr Haftplätze im Justizvollzug schaffen und Arbeitsbedingungen für die Vollzugsbediensteten endlich nachhaltig verbessern!</title>
                <link>https://www.stephan-jersch.de/politik/reden/detail/news/debatte-mehr-haftplaetze-im-justizvollzug-schaffen-und-arbeitsbedingungen-fuer-die-vollzugsbediensteten-endlich-nachhaltig-verbessern/</link>
                
                <description>Debatte auf Antrag der CDU-Fraktion zum Thema Haftplätze und Arbeitsbedingungen im Justizvollzug. Stephan Jersch sprach für die Linksfraktion zu diesem Thema in der Bürgerschaftssitzung am  10. Dezember 2025. (Foto: M. Zapf, Bürgerschaft)</description>
                <content:encoded><![CDATA[<p>Die gesamte Debatte zu dem Thema ist hier in der Mediathek der Bürgerschaft <a href="https://mediathek.buergerschaft-hh.de/sitzung/23/15/#top-20b33ffe-7f60-4212-822f-652ab7cd8d35" target="_blank" class="link-extern" rel="noreferrer">als Video online</a>. Die Rede von Stephan Jersch ist <a href="https://mediathek.buergerschaft-hh.de/sitzung/23/15/#rede-4bf46484-d8fb-4d0a-8002-c0d6976585af" target="_blank" class="link-extern" rel="noreferrer">hier als Video</a>.&nbsp;</p>
<p>Die Rede im Wortlaut:&nbsp;</p>
<p>Stephan Jersch Die Linke:<br>Frau Präsidentin, liebe Hamburger:innen! Der Allgemeine Vollzugsdienst ist überlastet, arbeitet seit Jahren personell am Limit. Die Arbeitsbelastung ist enorm, und infolgedessen steigen auch die Krankenstände. All das ist bekannt, empirisch belegt und unbestritten. Deswegen ist eine Verbesserung der Arbeitsbedingungen zwingend notwendig; da sind wir uns mit der CDU einig.</p>
<p>Doch der Vorschlag der CDU, auf diese Überlastung nun ausgerechnet mit mehr Haftplätzen zu reagieren, ist bei näherer Betrachtung nicht nur widersprüchlich, sondern kontraproduktiv: Mehr Haftplätze bedeuten nicht weniger Arbeit – sie bedeuten mehr Gefangene, mehr Betreuung, mehr Konfliktpotenzial und damit mehr Belastung für genau diejenigen, die wir eigentlich entlasten wollen.<br>(Dirk Nockemann AfD: Ja, die Leute werden auch immer krimineller!)</p>
<p>Aber es ist nicht nur ein Widerspruch in sich, sondern auch ein justizpolitischer Irrsinn und kriminalpolitisch rückwärtsgewandt. Statt auf eine progressive Strafrechtspolitik zu setzen, die auf soziale Lösungen, Haftvermeidung und die Reduzierung unnötiger Kriminalisierung abzielt, verfolgt die CDU mit diesem Antrag einen eindeutig autoritären Kurs.<br>(Dirk Nockemann AfD: Strafe muss sein!)</p>
<p>Wenn im Antrag zudem mehr Abschiebungen, ein Hochsicherheitsbundesgefängnis und sogar internationale Verlegungen gefordert werden,<br>(Dirk Nockemann AfD: USA, Herr Jersch, USA!)</p>
<p>ist klar: Hier wird nicht die Situation des Personals analysiert, sondern ein kulturkämpferisches Strafverständnis bedient, das einen eher an die AfD und Donald Trump erinnert.<br>(Beifall bei der Linken)</p>
<p>Ihr Ansatz, liebe CDU, bleibt damit im alten Denken des "Mehr Knast, mehr Kontrolle" stecken und blendet völlig aus, dass genau dieses Denken die aktuellen Probleme erst verschärft hat. Die CDU schlägt unter anderem vor, Gefangene in andere Bundesländer oder gar ins Ausland zu verlegen. Aus kriminalwissenschaftlicher Sicht ist das ein Fehler, denn Resozialisierung gelingt dort am besten, (Dirk Nockemann AfD: Es geht um Hochkriminelle!)</p>
<p>wo soziale Bedingungen erhalten bleiben: zu Familie, Freundinnen, Freunden, Beratung, Therapie, Ausbildung. Eine Verlegung über große Distanz kappt diese Bindungen.</p>
<p>Bei Verlegung ins Ausland kommt ein weiteres Problem hinzu: Hamburg verliert jegliche Kontrolle über menschenrechtliche Standards. Wie sollen wir sicherstellen, dass europäische Partnerländer dieselben Schutzstandards, dieselben Betreuungsangebote,<br>(Dirk Nockemann AfD: Nur deutsche Vorschriften sind die richtigen!)</p>
<p>dieselben Resozialisierungsmaßnahmen wie Hamburg gewährleisten? Die CDU bleibt dazu jede Antwort schuldig.<br>(Glocke)</p>
<p>Stephan Jersch Die Linke (fortfahrend):<br>Nein.</p>
<p>Besonders bemerkenswert ist, dass die CDU das Moritz-Liepmann-Haus als vorbildliches Modell anführt. Ja, dieses Haus war ein hervorragendes Beispiel für einen humanen, innenstadtnahen Übergangsvollzug mit klaren Resozialisierungserfolgen, aber es war doch der CDU-Senator Kusch, der diesen progressiven Ansatz geschlossen hat. Denn wenn wir die Überfüllung der Gefängnisse und damit den Druck auf den Vollzug und seine Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter nachhaltig reduzieren wollen, führt kein Weg an einer veränderten Kriminalpolitik vorbei. Dazu gehört erstens: Entkriminalisierung.<br>(Dirk Nockemann AfD: Jawoll, jawoll!)</p>
<p>Bagatelldelikte wie Containern oder Fahren ohne Ticket gehören nicht ins Strafgesetzbuch; ihre Verfolgung bindet Ressourcen und Haftplätze, ohne dass mit ihrer Abstrafung ein Sicherheitsgewinn für die Gesellschaft verbunden ist.<br>(Beifall bei der Linken)</p>
<p>Dazu gehört zweitens: Wir müssen endlich die Ersatzfreiheitsstrafe abschaffen. Sie ist ein Mechanismus, der Armut kriminalisiert: Wer nicht zahlen kann, geht in Haft. Das ist sozial ungerecht und verschärft die Überbelegung unnötig.<br>(Beifall bei der Linken)</p>
<p>Drittens: Wir müssen die Haftvermeidung und Vollzugsalternativen stärken, etwa durch Ratenzahlung, ambulante Maßnahmen, gemeinnützige Arbeit oder Beratungsprogramme. Das sind Instrumente, die nachweislich Rückfallquoten senken und zugleich den Vollzug entlasten. Und wenn überhaupt zusätzliche Kapazitäten geschaffen werden müssen, dann dort, wo Resozialisierung wirklich funktioniert: im offenen Vollzug und nicht in Hochsicherheitsstrukturen.&nbsp;<br>(Beifall bei der Linken)</p>
<p>Der Antrag der CDU löst daher kein einziges Problem des Justizvollzugs. Der CDU-Antrag behauptet zwar, den AVD entlasten zu wollen, aber tatsächlich instrumentalisiert er die schwierige Lage des Personals, um autoritäre ordungspolitische Vorstellungen durchzusetzen. – Danke.</p>
<p>(Beifall bei der Linken – Dirk Nockemann AfD: Ach Gott! Oh Gott, oh Gott!)</p>]]></content:encoded>
                <category>Reden</category><category>Umwelt Energie Klima</category>
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            </item>


            
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                <guid isPermaLink="false">news-446849</guid>
                <pubDate>Wed, 07 Jan 2026 18:14:00 +0100</pubDate>
                <title>Debatte Klimaschutz und CO2-Mangagement</title>
                <link>https://www.stephan-jersch.de/politik/reden/detail/news/debatte-klimaschutz-und-co2/</link>
                
                <description>&quot;Unvermeidbares CO2 clever managen – Hamburgs Strategie für Carbon Management.&quot; Das Thema Klimaschutz und der Umgang mit CO2 war Thema der Bürgerschaftssitzung am 10. November 2025. Stephan Jersch nahm für die Linksfraktion Stellung zu den Forderungen der Grünen und der SPD-Fraktion. </description>
                <content:encoded><![CDATA[<p>Die gesamte Debatte zu dem Antrag ist <a href="https://mediathek.buergerschaft-hh.de/sitzung/23/15/#top-0d6a450d-f923-4442-972c-b99ba41397b3" target="_blank" class="link-extern" rel="noreferrer">hier in der Mediathek der Bürgerschaft als Video online</a>. Die Rede von Stephan Jersch ist <a href="https://mediathek.buergerschaft-hh.de/sitzung/23/15/#rede-5dca9ac4-5c38-4c29-a34b-828e7a0cc42b" target="_blank" class="link-extern" rel="noreferrer">hier als Video online</a>.&nbsp;</p>
<p>Die Rede von Stephan Jersch im Wortlaut:&nbsp;</p>
<p>Stephan Jersch Die Linke:<br>Frau Präsidentin, meine Damen und Herren! Mit diesem Antrag stolpert Hamburg in der Klimawende, weil Schritte ausgelassen werden, die unbedingt notwendig sind, um wirklich ein Carbon Management zu realisieren – schöner Name; der Hintergrund ist Versagensangst. Reduktion reicht nicht, technischer Fortschritt wird es nicht machen, was überraschend ist, denn normalerweise – obwohl es den noch gar nicht gibt – ist er immer die Lösung. Also kurz und gut: Clever ist an diesem Antrag gar nichts.<br>(Beifall bei der Linken)</p>
<p>CCS ist keine tragfähige Lösung, allein wenn man auf die Realitäten schaut: Die Speicherkapazitäten der bisher bestehenden neuen Projekte, die für wirkliche Abspeicherung von CO2 da sind, ergehen sich in 8,5 bis 10,8 Millionen Tonnen pro Jahr. Nur als Vergleich, damit man es einordnen kann: Tiefstack hat 1,3 Millionen Tonnen CO2-Emissionen jedes Jahr.<br>(Rosa Domm GRÜNE: Aber Tiefstack wollen wir auch nicht …!)</p>
<p>Wir reden hier von einer Lösung für die Klimaneutralität – das haut vorn und hinten nicht hin, allein wenn man sich schon die Mengen anguckt.<br>(Beifall bei der Linken)</p>
<p>Was in Ihrem Petitum steht und in der Lyrik vornedran, sind zwei unterschiedliche Sachen: Wenn wir die Lyrik abstimen, würde ich es positiver sehen – wenn wir das Petitum abstimmen, sehen wir, dass darin nichts von den natürlichen CO2-Senken steht;</p>
<p>Sie haben es nicht bis dahin geschafft. Auch von den zu erhebenden Grunddaten steht dort nichts: Worüber reden wir hier eigentlich, damit wir wissen, wie die Lösung aussieht? All das steht dort nicht drin und ist demzufolge völlig unzulänglich, um perspektivisch irgendetwas zu lösen.<br>(Beifall bei der Linken)</p>
<p>Risiken und Kosten sind ein schon öfter erwähntes Thema: Wir haben das Risiko des Austritts von CO2, Leckagen, Freisetzung von Schadstoffen, Versalzung von Wasser; wir haben das Problem, dass eine solche Lagerstätte generationsübergreifend überwacht werden muss, wofür bisher die Technik fehlt; es ist extrem teuer – das hat die Kollegin Domm schon erwähnt –; es würde uns in Deutschland bis 2045 bis zu 81,5 Milliarden Euro kosten, ist hier geschätzt worden; jede dieser Lagerstellen ist eine Einzelfalllösung und wird nicht billiger; es muss jeweils auf den geologischen Untergrund Rücksicht genommen werden. Was mich besonders irritiert: Es gibt keine Absage an die Landspeicherung von CO2 in Hamburg. Das kann in einer so dicht besiedelten Stadt wie Hamburg nicht wirklich sein.<br>(Beifall bei der Linken)</p>
<p>Es ist, wie gesagt, zu teuer, zu riskant und eigentlich kontraproduktiv; dem ist jetzt im Bundestag auch noch das überragende öffentliche Interesse attestiert worden. Nicht umsonst werden dadurch NGOs wie die Deutsche Umwelthilfe, der BUND, der NABU, WWF und viele mehr aus der Beteiligung mehr oder weniger herausgekickt. Sie alle sehen das, was hier im Moment als Ausweichweg für eine wirkliche Klimaneutralität diskutiert wird, sehr kritisch.</p>
<p>Letztlich hat die Stadtreinigung Hamburg im Auftrag der Stadt auch eine Studie zu CCU verfasst. Warum legen Sie diese Studie eigentlich nicht komplett offen?</p>
<p>(Heiterkeit bei Heike Sudmann Die Linke)</p>
<p>Wir haben sie schon vor geraumer Zeit mit einer SKA abgefragt, doch das ist mit dem Verweis auf Geschäftsgeheimnisse verweigert worden. Liebe Kolleginnen und Kollegen, es kann doch nicht wirklich sein, dass wenn wir in dieser Stadt eine Carbon-Management-Strategie entwickeln sollen – ein Gutachten, das sich im Prinzip schon mit einem der wichtigen Punkte, nämlich CCU, also der Weiterverwendung von CO2, beschäftigt –, dies schlicht<br>und ergreifend nicht veröffentlicht wird.<br>(Beifall bei der Linken)</p>
<p>Wie ich schon sagte: Gute Punkte in Ihrem Antrag vermodern in der Lyrik vornedran; ich hätte sie gern im Petitum gesehen. Genau deswegen wollen wir Ihren Antrag mit unserem Zusatzantrag vom Kopf auf die Füße stellen, damit erst mal die Grundlagen geschaffen werden und wir wissen, worüber wir hier eigentlich reden. – Danke.<br>(Beifall bei der Linken)</p>]]></content:encoded>
                <category>Reden</category><category>Umwelt Energie Klima</category>
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            <item>
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                <pubDate>Tue, 06 Jan 2026 21:54:00 +0100</pubDate>
                <title>Debatte: Mit einem zweiten Volksentscheid Wohlstand, Freiheit und Zukunft Hamburgs sichern</title>
                <link>https://www.stephan-jersch.de/politik/reden/detail/news/mit-einem-zweiten-volksentscheid-wohlstand-freiheit-und-zukunft-hamburgs-sichern/</link>
                
                <description>Gegen einen Antrag der AFD in der Bürgerschaftssitzung am 10. Dezember 2025, der die Ergebnisse es im Oktober mit Mehrheit der Hamburger*innen beschlossenen Zukunftsentscheid zur Klimapolitik ignoriert und zurückdrehen will, nahm Stephan Jersch für die Linksfraktion in Rede deutlich Stellung. Er bezeichnete den Antrag als Reaktionär. (Foto: M. Zapf, Bürgerschaft)</description>
                <content:encoded><![CDATA[<p>Debatte in der Bürgerschaft zu einem Antrag der AfD zum Thema: “Mit einem zweiten Volksentscheid Wohlstand, Freiheit und Zukunft Hamburgs sichern”. Die Debatte ist hier in der Mediathek der Bürgerschaft <a href="https://mediathek.buergerschaft-hh.de/sitzung/23/15/#top-eaa5da3c-1b19-4262-85ad-69576fb683ca" target="_blank" class="link-extern" rel="noreferrer">als Video online</a>. Hier <a href="https://mediathek.buergerschaft-hh.de/sitzung/23/15/#rede-bcdadf37-cf2f-4517-b47e-9f4310cbd058" target="_blank" class="link-extern" rel="noreferrer">die Rede von Stephan Jersch als Video</a>.&nbsp;&nbsp;</p>
<p>Stephan Jersch Die Linke:<br>Herr Präsident, meine Damen und Herren! Verhältnisse anzustreben, die als überwunden und nicht mehr zeitgemäß empfunden werden<br>(Dirk Nockemann AfD: Von Ihnen!)</p>
<p>– und das trifft auf diesen Antrag zu –, nennt man reaktionär; nichts anderes ist Ihr Antrag. (Beifall bei der Linken)<br>Ihre Art und Weise der Delegitimation nicht mehr ausreichender Mehrheiten in der Stadt – denn die Mehrheit reicht Ihnen ja nicht – hat mich dazu veranlasst, mir die Qual anzutun, Ihr Wahlprogramm zur Bundestagswahl zu lesen. Ja, ich weiß, das ist ein großes Opfer, das ich für das Parlament bringe. (Vereinzelter Beifall bei der Linken – Dirk Nockemann AfD: Dafür werden Sie auch gut bezahlt!)</p>
<p>Dort fordern Sie doch tatsächlich Volksentscheide nach Schweizer Vorbild.<br>(Glocke)&nbsp;</p>
<p>– Nein, keine Zwischenfrage.</p>
<p>Haben Sie sich angeguckt, dass für Volksentscheide in der Schweiz kein Quorum vorgesehen ist und dieser Volksentscheid insofern mit Glanz und Bravour jede Schweizer Anforderung erfüllt hat?</p>
<p>(Dirk Nockemann AfD: Die Schweizer werden objektiv informiert!)</p>
<p>Und haben Sie sich angeguckt, dass in der Schweiz die durchschnittliche Beteiligung an Volksentscheiden in diesem Jahr bei 45,7 Prozent lag? Auch da liegt Hamburg – ohne gleichzeitige Wahlen – ganz hervorragend; das zeugt von der Qualität der demokratischen Gesellschaft dieser Stadt.<br>(Beifall bei der Linken – Glocke)</p>
<p>Stephan Jersch Die Linke:<br>Nein, gestatte ich nicht.</p>
<p>Stephan Jersch Die Linke (fortfahrend): Die AfD stellt weiterhin fest: “Erfahrungsgemäß entscheiden Bürgerinnen und Bürger” – Sie haben nicht gegendert – "in Schicksalsfragen der Nation weitsichtiger, friedfertiger und gemeinwohlorientierter als Berufspolitiker." Nur hier anscheinend nicht. Ich kann nur sagen: Wenn das Alice Weidel wüsste. In Ihrer Angstkampagne taucht ja auch Tempo 30 auf: Es wundert mich sehr, dass Sie nicht auf 1957 rekurrieren, als Tempo 50 eingeführt wurde, oder 1976 Tempo 100 auf der Landstraße. Ihnen liegt wohl eher Tempo 40 innerorts nahe, das 1939 eingeführt wurde, liebe AfD.</p>
<p>Was die Wettbewerbsfähigkeit angeht, da malen Sie die Abwanderung ins Umland an die Wand: Schleswig-Holstein, Niedersachsen und Bremen – wir haben es heute in der Aktuellen Stunde schon gehört – wollen bis 2040 klimaneutral sein. Der Hafen hat mit seiner hervorragenden Hafenbahn eine herausragende Ausgangsposition, um Klimaneutralität auch im Hinterlandverkehr zu realisieren.<br>(Glocke)</p>
<p>Stephan Jersch Die Linke (fortfahrend): Auch diese Wiedervorlage lehne ich ab. Wenn Sie die drastischen Opfer hier zum Thema machen, kann ich Ihnen nur noch mal entgegenhalten: Was ist an "sozialverträglich" eigentlich so schwer zu verstehen? Letztlich muss man nur auf das Abstimmungsverhalten der AfD im Bundestag gucken: Jeder irgendwie sozial geartete Antrag wird von Ihnen abgelehnt.<br>(Zurufe von der AfD)</p>
<p>Zum Demokratieverständnis der AfD: Die Neutralitätspflicht des Senats, die Sie hier in Abrede stellen und die bei diesem Volksentscheid mit den Äußerungen des Bürgers Dressel und den Wohnzimmergesprächszitaten des Ersten Bürgermeisters schon stark strapaziert worden ist – das war mehr als genug –, hat sich hervorragend bewährt.<br>Was die NGOs angeht, hat mich das sehr stark an die Formulierungen für ausländische Agenten aus Ihrem sozusagen Heimatland Russland erinnert.</p>
<p>(Beifall bei der Linken und bei Mithat Capar SPD – Krzysztof Walczak AfD: Das ist doch eine Lüge!)</p>
<p>Letztlich muss ich auch an dieser Stelle noch mal die Spendengeschichte der AfD rausholen: Keine Partei hat so viel Probleme mit Spenden wie Ihre. Dass Sie Klimaneutralität generell ablehnen, also Klimaleugner sind, ist mit diesem Antrag definitiv festgeschrieben. Das ist scheinheilig, und es ist respektlos gegenüber der Volksgesetzgebung. Die<br>Spaltung, die Sie herbeiführen – die Instrumentalisierung, auf der einen Seite Volksgesetzgebung zu fordern, aber nur, wenn sie Ihnen genehm ist –, ist schlicht und ergreifend eine Verdummung des Souveräns, die Sie hier betreiben.<br>(Beifall bei der Linken)</p>
<p>Sie waren und sind nicht in der Lage, in dieser Stadt zu überzeugen, was 95 Prozent der Wählerinnen und Wähler letztlich auch so sehen. Jetzt stehen Sie heulend in der rechten Ecke und versuchen die Hamburgerinnen und Hamburger weiter für dumm zu verkaufen. Ich glaube, das nehmen Ihnen die Hamburgerinnen und Hamburger nicht ab, und das wird sich nicht für Sie, aber in dieser Stadt entsprechend auszahlen. – Danke.<br>(Beifall bei der Linken)</p>]]></content:encoded>
                <category>Reden</category><category>Umwelt Energie Klima</category>
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                <guid isPermaLink="false">news-446847</guid>
                <pubDate>Mon, 05 Jan 2026 18:08:00 +0100</pubDate>
                <title>Aktuelle Stunde: Klimaneutralität 2045 – damit Klimaschutz bezahlbar, wirtschaftlich und sozial gerecht bleibt</title>
                <link>https://www.stephan-jersch.de/politik/reden/detail/news/aktuelle-stunde-klimaneutralitaet-2045-damit-klimaschutz-be-zahlbar-wirtschaftlich-und-sozial-gerecht-bleibt/</link>
                
                <description>AKTUELLE STUNDE in der Bürgerschaftssitzung am 10. Dezember 2025. Thema auf Anmeldung von der CDU-Fraktion: &quot;Klimaneutralität 2045 - damit Klimaschutz bezahlbar, wirtschaftlich und sozial gerecht bleibt. Nachdem erfolgreichen Zukunftsentscheid in Hamburg, mit dem die Klimaneutralität gegenüber bisherigen Planungen vorgezogen werden muss, Die CDU-Fraktion lehnt das weiterhin ab. Stephan Jersch argumentiert für die Linksfraktion für die Ziele des Volksentscheids und kritisiert die CDU scharf. (Foto: M.Zapf, Bürgerschaft Hamburg)</description>
                <content:encoded><![CDATA[<p>AKTUELLE STUNDE - Klimaneutralität 2045 - damit Klimaschutz bezahlbar, wirtschaftlich und sozial gerecht bleibt. &nbsp;- angemeldet von der CDU-Fraktion. Die gesamte Debatte ist <a href="https://mediathek.buergerschaft-hh.de/sitzung/23/15/#top-443527b4-8a48-411b-a9d6-cda4cb970e85" target="_blank" class="link-extern" rel="noreferrer">hier in der Mediathek der Bürgerschaft als Video online</a>. Der Redebeitrag von Stephan Jersch <a href="https://mediathek.buergerschaft-hh.de/sitzung/23/15/#rede-78c3d356-7995-4877-b503-951322efb804" target="_blank" class="link-extern" rel="noreferrer">ist hier als Video</a>.</p>
<p>Rede von Stephan Jersch für die Linksfraktion im Wortlaut:<br>&nbsp;</p>
<p>Stephan Jersch Die Linke:<br>Frau Präsidentin, meine Damen und Herren! Die CDU bewegt sich mit dieser Anmeldung auf wirklich sehr dünnem Eis und zieht mit einem Bulldozer durch die demokratische Stadtgesellschaft; das kann man schon mal feststellen. Allein die Gegenüberstellung des Stadtrands und der Innenstadt bei diesem Abstimmungsergebnis ist schon der Hauch<br>einer Delegitimation des Ergebnisses. Das ist umso perfider, als Sie selbst Ihren Antrag letztlich mit den Argumenten Ihrer eigenen Angstkampagne begründen, die in weiten Teilen faktenfrei ist.<br>(Beifall bei der Linken und den GRÜNEN)</p>
<p>Lieber Herr Thering, wenn Sie von einem Unternehmer angesprochen wurden, dann denke ich doch, dass Sie ihm geantwortet haben: Auch das Umland – Schleswig-Holstein, Niedersachsen, Bremen – will 2040 klimaneutral werden,<br>(Dennis Thering CDU: Ja, freiwillig!)</p>
<p>und eine Investitionsentscheidung wegen der fünf Jahre nach vorn zu ziehen oder auszusetzen, ist unternehmerisch absolut unsinnig.<br>(Dennis Gladiator CDU: Und das erzählt uns ein Linker!)</p>
<p>Wenn Sie mit sozialen Verwerfungen argumentieren, kann ich an dieser Stelle nur sagen: Meinen Sie das wirklich ernst? Es ist Ihre Partei, die Monat für Monat für soziale Verwerfungen sorgt; sei es mit dem Bürgergeld, sei es mit Rentenvorschlägen.<br>(David Erkalp CDU: Was reden Sie denn da?)</p>
<p>Sie sind dafür verantwortlich, dass der Kühlschrank vorm Monatsende leer ist.<br>(Beifall bei der Linken und den GRÜNEN – David Erkalp CDU: Können Sie das bitte noch mal erklären, was Sie da sagen?)</p>
<p>Im Volksentscheid ist die Sozialverträglichkeit letztlich festgeschrieben; Klimaschutz ist sozial gerecht, und er ist etwas anderes als Lobbyarbeit, so wie Sie sie hier praktizieren.<br>(Beifall bei der Linken – Glocke)</p>
<p>Stephan Jersch Die Linke:<br>Gern.</p>
<p>Stephan Jersch Die Linke (fortfahrend):<br>Ich glaube, da ist jetzt nicht wahnsinnig viel zu erklären:<br>(Zurufe von der CDU)</p>
<p>Allein die letzte Diskussion über das Bürgergeld macht schon deutlich, wie Sie weitab vom Existenzminimum Teile unserer Bevölkerung immer weiter in die Armut treiben,&nbsp;<br>(Beifall bei der Linken)</p>
<p>wie Sie sich dagegen wehren, dass es armutssichere Renten in dieser Gesellschaft gibt. Sie pflanzen die Angst vor dem Morgen in die Köpfe der Menschen.</p>
<p>Um letztlich auf die Rede zurückzukommen: Der Zukunftsentscheid eröffnet Chancen:<br>(Anna-Elisabeth von Treuenfels-Frowein CDU: Ach ja?)</p>
<p>Er ist gut für neue Industrien rund um die erneuerbaren Energien, die Speichertechnologien, die Kreislaufwirtschaft, den grünen Stahl, und er bietet die Chance, Ihre Fehler beim Ausradieren der Solarindustrie aufzuheben.<br>(Beifall bei der Linken und bei Lena Zagst GRÜNE)</p>
<p>Der Zukunftsentscheid ist ein Impulsgeber, er ist ein Investitionsbooster, und er bietet Potenziale für die Wirtschaft, für Arbeitsplätze und für Sicherheit in der Stadt. Als Innovationsbooster ist er etwas ganz anderes als Ihre Argumentation, die stark in die Richtung Kaiser Wilhelms II. geht, der noch gesagt hatte:</p>
<p>"Ich glaube an das Pferd. Das Automobil ist eine vorübergehende Erscheinung." So sind Sie wirtschaftspolitisch im Moment aufgestellt.<br>(Beifall bei der Linken und den GRÜNEN)</p>
<p>Klimaschutz rechnet sich.</p>
<p>Klimaschutz, der zögerlich oder gar nicht durchgeführt wird: Der kommt die Gesellschaft teuer und schadet der Wirtschaft, vernichtet Arbeitsplätze und lässt Hamburg und Deutschland bei der Zukunftsfähigkeit weiter zurückfallen. Sie argumentieren gegen die Interessen der Bevölkerung in dieser Stadt.<br>(Beifall bei der Linken und den GRÜNEN)</p>
<p>Welches Staatsverständnis liegt eigentlich Ihrem Antrag zugrunde? Es ist ein Gruselantrag. Es geht hier doch ums Gestalten: Wo ungleich verteilt wird, da muss ausgeglichen werden; wo Wettbewerbsnachteile entstehen, da muss ausgeglichen werden; und wo Profite die Menschen auffressen, da muss der Staat handeln – er steuert.<br>(Beifall bei der Linken)&nbsp;</p>
<p>Es ist schon gesagt worden: Sie haben das Demokratieprinzip in dieser Stadt schon einmal mit der Entscheidung zur Privatisierung der Krankenhäuser versemmelt.<br>(Zuruf von David Erkalp CDU)&nbsp;</p>
<p>Sie haben das Vertrauen in die demokratische Gesellschaft an dieser Stelle geschädigt; Sie spalten. Es ist eine politische Kultur des Misstrauens, das Sie in Hamburg initiiert haben, und davon müssen Sie weg. Nehmen Sie Demokratie und Volksentscheide endlich ernst, damit wir wieder zu alter Dynamik zurückkommen, statt ein Stagnationskoma<br>und eine Fundamentalopposition zu vertreten, wie Sie es hier tun. Es liegt auch an Ihnen von der CDU, zu gestalten statt zu bremsen, sozial statt dividendenorientiert zu handeln und innovativ zu sein, statt Ihres ständigen Mimimi, das Sie hier zum Besten geben.<br>(Beifall bei der Linken und den GRÜNEN – Richard Seelmaecker CDU: Falsche Platte, Herr Jersch!)</p>
<p>Dieses Rollback schadet der Stadtgesellschaft, es schadet der Innovationsfähigkeit dieser Stadt. Daher kann ich mich nur der Aufforderung anschließen: Ziehen Sie Ihren Antrag zurück. Das ist das Beste, was Sie für die Demokratie und für die Stadt tun können. – Danke.<br>(Beifall bei der Linken und bei Phyliss Demirel GRÜNE)</p>]]></content:encoded>
                <category>Reden</category><category>Umwelt Energie Klima</category>
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                <pubDate>Thu, 25 Dec 2025 22:04:00 +0100</pubDate>
                <title>Debatte: AfD will Energiepolitik von vorgestern</title>
                <link>https://www.stephan-jersch.de/politik/reden/detail/news/debatte-afd-will-energiepolitik-von-vorgestern/</link>
                
                <description>Die Afd will mit einem Antrag die Energiepolitik zurückdrehen. In der Bürgerschaftssitzung am 26. Dezember will sie &quot;Bezahlbare und zuverlässige Energieversorgung für Bürger und Wirtschaft durch grundlastfähige Kraftwerke sichern&quot; Stephan Jersch, Energiepolitiker der Linksfraktion, erklärt, warum das nicht funktionieren kann. 
</description>
                <content:encoded><![CDATA[<p>Die Debatte auf Antrag der AfD ist in der Mediathek der Bürgerschaft als Video online. Die Rede von Stephan Jersch <a href="https://mediathek.buergerschaft-hh.de/sitzung/23/14/#rede-28ae760c-2173-4c30-ba6d-86aa40c8f943" target="_blank" class="link-extern" rel="noreferrer">ist hier als Video</a>.&nbsp;</p>
<p>Die Rede hier im Wortlaut:&nbsp;</p>
<p>Stephan Jersch Die Linke:<br>Herr Präsident, meine Damen und Herren! Das<br>ist ein tiefer Rückfall in die energiepolitische Stein-<br>zeit. Und wenn der Antrag nicht von der AfD kä-<br>me, dann hätte ich meine Zweifel daran, ob die<br>Fraktionsmittel für wissenschaftliche Mitarbeitende<br>tatsächlich korrekt investiert worden sind. Er zeugt<br>jedenfalls von einer völligen Kenntnislosigkeit und<br>ist geradezu erbarmungswürdig. Sie wissen nichts<br>über den Strommarkt, Sie wissen nichts über die<br>realen Energiekosten, und Ihre Begründungen sind<br>– eine nach der anderen – steile Thesen.<br>(Dirk Nockemann AfD: Günstigste Energie-<br>politik der Welt!)</p>
<p>Kein vernünftig denkender Mensch – vielleicht ein<br>grölender – will noch Wasserstofffahrzeuge. Sie be-<br>rufen sich auf die USA und Katar; ich bin begeistert,<br>welche Quellen Sie für Ihre Energiepolitik anführen.<br>Und warum 80 Prozent Eigenversorgung? Haben<br>Sie vor, aus der Bundesrepublik auszutreten, oder<br>was ist Ihre Begründung dafür? Nirgendwo steht<br>etwas dazu.</p>
<p>Vielleicht machen Sie am Wochenende mal eine<br>kleine Fahrradtour nach Moorburg.<br>(Dirk Nockemann AfD: Nee!)</p>
<p>Dann gucken Sie sich mal an, welche Fortschritte<br>der geplante Umbau von Moorburg macht, ganz zu<br>schweigen von der Reaktivierung von Brunsbüttel<br>und Brokdorf – warum erwähnen Sie nicht gleich<br>Krümmel? Was Sie dort fordern, ist völlig absurd.<br>(Beifall bei der Linken)</p>
<p>Strom bezahlbar machen: Es ist doch so, dass<br>Atomstrom und Kohlestrom höchst subventioniert<br>sind. Nein, tatsächlich sind die Entstehungskosten<br>bei erneuerbarer Energie die deutlich billigsten.<br>Deutschland zukunftssicher aufzustellen heißt des-<br>wegen: bezahlbare Energie, zukunftsfähige Ener-<br>gie, und somit die Transformation unserer Energie-<br>wirtschaft. Dagegen steht, Deutschland energiepoli-<br>tisch an Russland und die USA auszuliefern.<br>(Dirk Nockemann AfD: Sie sind doch immer<br>die Russenfreunde gewesen!)</p>
<p>Das ist typisch für Ihre Rechtsaußenposition, die<br>wir nicht teilen.<br>(Beifall bei der Linken)</p>]]></content:encoded>
                <category>Reden</category><category>Umwelt Energie Klima</category>
                
            </item>


            
            <item>
                <guid isPermaLink="false">news-446938</guid>
                <pubDate>Wed, 24 Dec 2025 21:53:00 +0100</pubDate>
                <title>Debatte:  Hamburger Zukunftsentscheid: Wenn der Senat nicht mehr weiterweiß, dann bildet er einen Bürger*innenrat</title>
                <link>https://www.stephan-jersch.de/politik/reden/detail/news/debatte-hamburger-zukunftsentscheid-wenn-der-senat-nicht-mehr-weiterweiss-dann-bildet-er-einen-buergerinnenrat/</link>
                
                <description>Debatte am 26. November 2025 in der Bürgerschaft auf Antrag der Linksfraktion zum Thema: Hamburger Zukunftsentscheid: Wenn der Senat nicht mehr weiterweiß, dann bildet er einen Bürger*innenrat. Für die Linksfraktion sprach der zuständige Abgeordnete Stephan Jersch. </description>
                <content:encoded><![CDATA[<p>Hamburger Zukunftsentscheid: Wenn der Senat nicht mehr weiterweiß, dann bildet er einen Bür ger*innenrat. Die gesamte Debatte ist als Video in der Mediathek der Bürgerschaft <a href="https://mediathek.buergerschaft-hh.de/sitzung/23/14/#top-3059fd7f-da1d-451b-8c9b-fd902418891d" target="_blank" class="link-extern" rel="noreferrer">hier online</a>. Die beiden Redebeitrag von Stephan Jersch sind <a href="https://mediathek.buergerschaft-hh.de/sitzung/23/14/#rede-9a450174-59dc-4d0b-ae4a-7a5b09f7838d" target="_blank" class="link-extern" rel="noreferrer">hier</a> und <a href="https://mediathek.buergerschaft-hh.de/sitzung/23/14/#rede-f48003cf-3a88-4fe7-8103-9020e348dc27" target="_blank" class="link-extern" rel="noreferrer">hier</a> als Video.</p>
<p>Erste Rede im Wortlaut:</p>
<p>Stephan Jersch Die Linke:<br>Herr Präsident, meine Damen und Herren! Der Ers-<br>te Bürgermeister gab sich nach dem gewonnenen<br>Zukunftsentscheid etwas hilflos angesichts fehlen-<br>der Maßnahmen, die die Initiatorinnen und Initiato-<br>ren jetzt so gar nicht im Zukunftsentscheid unterge-<br>bracht haben. Das ist einerseits erstaunlich, ande-<br>rerseits abhilfefähig; daher stellen wir heute einen<br>entsprechenden Antrag.</p>
<p>Noch erstaunlicher ist aber, dass diese Maßnah-<br>men gar nicht auf dem Tisch liegen. Wenn ich in<br>das offizielle Bewerbungskonzept Hamburgs für die<br>Olympischen Spiele hineinschaue – und ich zitiere<br>jetzt:</p>
<p>"Mit dem Hamburger Klimaplan will die Stadt<br>bis 2040 klimaneutral werden" –,<br>dann sollte der Bürgermeister doch eine Idee ha-<br>ben, wie das durchzuführen ist.<br>(Beifall bei der Linken)</p>
<p>Nichtsdestotrotz ist die Antragslage in der Bürger-<br>schaft: Wir haben einen Klimabeirat; wir haben öf-<br>fentliche Beteiligung beim Klimaschutzgesetz; wir<br>haben Anträge der Opposition, die die rot-grüne<br>Regierung regelhaft ablehnt; wir haben letztlich<br>das Verhalten, dass die öffentliche Beteiligung<br>hier grundlegend ausgesessen wird. Bei 2 580<br>Vorschlägen zum Klimaschutzgesetz und zur Fort-<br>schreibung des Klimaplans gibt es genug Ideen;<br>dieser Senat muss nur einmal kurz in seine<br>Rundablage greifen, um zu gucken, was Hamburgs<br>Bevölkerung vorgeschlagen hat.</p>
<p>Aber Die Linke hilft mal wieder, deswegen: Warum<br>nicht Bürger:innenräte initiieren, um die Beteiligung<br>der Bevölkerung deutlich zu stärken und letztlich<br>auch den Energiewendebeirat neu zu institutionali-<br>sieren, als Stärkung der Nichtregierungsopposition?<br>Denn die Stadtgesellschaft will sich beteiligen, die<br>Stadtgesellschaft ist toll und kreativ in dieser Stadt,<br>und sie ist noch nicht entmutigt, trotz der Regie-<br>rungspolitik in dieser Stadt.<br>(Beifall bei der Linken)</p>
<p>Deswegen: Stimmen Sie unserem Antrag zu. Die<br>Expertise der Bürger:innenräte wäre ein wichtiges<br>Erfolgskriterium für die Wende hier. – Danke.<br>(Beifall bei der Linken)</p>
<p><strong>Zweite Rede im Wortlaut:</strong></p>
<p>Stephan Jersch Die Linke:<br>Herr Walczak, ich hoffe, dass Sie mal vorm Verfas-<br>sungsgericht haften werden, aber gut.<br>(Krzysztof Walczak AfD: Sie dann mit mir<br>mit!)<br>Was ich hier so höre, ist natürlich in der Tat – egal,<br>welche Farbe man anbietet –: Es ist zu rot, es<br>ist zu grün, es ist zu gelb, es ist zu groß, es ist<br>zu klein, es ist nicht kalt genug, es ist nicht heiß<br>genug. Irgendetwas fällt Ihnen immer ein, um es<br>abzulehnen. Insofern möchte ich doch die Grabbel-<br>kiste, aus der Sie das dann immer wieder ziehen,<br>gern mal sehen.</p>
<p>Aber nichtsdestotrotz: Herr Mohrenberg, es ist kein<br>neuer Arbeitskreis. Vielleicht haben Sie sich ein<br>bisschen mit direkter Demokratie oder auch mit<br>Bürger:innenräten an der einen oder anderen Stel-<br>le beschäftigt. Die gesetzlichen Grundlagen dafür,<br>dass das so passieren kann, haben Sie hier mit<br>abgestimmt.</p>
<p>Insofern bin ich etwas traurig über den Redebeitrag<br>der Kollegin Domm, denn Sie wissen es besser: Sie<br>haben in der Tat die entsprechende Kompetenz in<br>Ihrer Fraktion, davon weiß ich. Insofern finde ich<br>es traurig, wie Sie Bürger:innenbeteiligung in dieser<br>Stadt nicht nur ausbremsen, sondern sie gänzlich<br>verhindern.<br>(Beifall bei der Linken)</p>
<p>Ich habe es in der letzten Debatte erwähnt: Über<br>2 500 Vorschläge aus der Zivilgesellschaft zum<br>neuen Klimaschutzgesetz, zum Klimaplan.<br>(Rosa Domm GRÜNE: Aber die können sich<br>auch gegenseitig widersprechen!)</p>
<p>Beim besten Willen: Die Bürgerinnen und Bürger<br>– und das ist der Auftrag des Bürgerrats – erarbei-<br>ten Vorschläge für die Umsetzung der Klimaneutra-<br>lität bis 2040; so schwierig kann es nicht sein. Not-<br>falls holt man sich noch eine Moderationsfirma ins<br>Boot; auch darin sind Sie groß.<br>(Beifall bei der Linken – Dirk Kienscherf SPD:<br>Das ist ja auch ganz einfach!)</p>
<p>Zur CDU muss ich sagen, dass sie schon aus dem<br>Energiewendebeirat, als er noch bestand, ausge-<br>stiegen und nicht mehr wiedergekommen ist. Inso-<br>fern würde ich das jetzt auch nicht großartig weiter<br>thematisieren, aber stimmen Sie doch hier endlich<br>mal direkter Demokratie zu, liebe Kolleginnen und<br>Kollegen. Haben Sie Mut; Sie haben es zumindest<br>mal so versprochen. – Danke.<br>(Beifall bei der Linken)</p>]]></content:encoded>
                <category>Reden</category><category>Umwelt Energie Klima</category>
                
            </item>


            
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                <guid isPermaLink="false">news-446937</guid>
                <pubDate>Tue, 23 Dec 2025 21:47:00 +0100</pubDate>
                <title>Debatte: Damit alle Hamburger*innen von der Energiewende profitieren</title>
                <link>https://www.stephan-jersch.de/politik/reden/detail/news/debatte-damit-alle-hamburgerinnen-von-der-energiewende-profitieren/</link>
                
                <description>Debatte in der Bürgerschaft am 26. November 2025. Damit alle Hamburger*innen von der Energiewende profitieren können: Photovoltaik-Betreibermodelle für Mehrparteienhäuser vereinfachen und ausweiten. Zum Antrag der Senats-Fraktionen sprach Stephan Jersch für die Linksfraktion: </description>
                <content:encoded><![CDATA[<p>Die gesamte Debatte zu diesem Antrag ist hier in der Mediathek der Bürgerschaft <a href="https://mediathek.buergerschaft-hh.de/sitzung/23/14/#top-7a564fe8-0783-4b3e-b544-26f7b22fae8e" target="_blank" class="link-extern" rel="noreferrer">als Video online</a>. Die Rede von Stephan Jersch ist <a href="https://mediathek.buergerschaft-hh.de/sitzung/23/14/#rede-04d0c13d-02bf-4839-add4-a47c211504cc" target="_blank" class="link-extern" rel="noreferrer">hier online</a>.</p>
<p>Die Rede im Wortlaut:&nbsp;</p>
<p>Stephan Jersch Die Linke:<br>Herr Präsident, meine Damen und Herren! Ange-<br>sichts von bundesweit angemeldeten 9 000 Anla-<br>gen für Mieterstrom im Mai 2024 ist das ein wirklich<br>interessantes und wichtiges Thema. Ja, insofern ist<br>das etwas, das man bearbeiten muss, nur gibt es<br>bei Photovoltaik in Hamburg die Steigerung: zäh,<br>zäher, Photovoltaik. Es läuft praktisch nichts, und<br>die demokratische Opposition in dieser Stadt ist<br>da durchaus weiter als das, was man im Antrag<br>vorneweg schon mal liest: das Schönreden, der<br>PV-Ausbau sei in vollem Gange. Na, immerhin ist<br>er mit der roten Laterne prämiert worden und wird<br>es dauerhaft. 2024 gab es ein Drittel Zubau, aber<br>der Zubau stagniert; das sollte man dann immer<br>komplett ausformulieren.</p>
<p>Im Klimaplan 2015 war der Ausbau der Photovolta-<br>ik bereits beschrieben worden. Zehn Jahre später<br>ist gerade mal die Förderung der Balkonkraftwerke<br>dabei herausgekommen. Wir haben eine PV-Strate-<br>gie ohne konkreten Maßnahmenkatalog, und jetzt<br>kommen die Mieterstrommodelle. Es gibt nichts Gu-<br>tes, außer man tut es – ins Tun, ins Handeln sind<br>Sie bisher wirklich nicht gekommen.</p>
<p>Wenn man diesen Antrag genauer liest – so lang<br>ist er nicht –, dann sieht man: Er besteht aus<br>der Forderung nach einer Informationskampagne,<br>nach Veranstaltungen, und es soll einen Leitfaden<br>geben; Zielgruppe sind die städtischen und priva-<br>ten Vermieter, Genossenschaften und Eigentümer-<br>gemeinschaften. Wenn ich in die Stadt gucke – der<br>Kollege Kappe hatte es eben erwähnt –, ist da die<br>SAGA mit 140 000 Wohnungen. Die Aufsichtsrats-<br>vorsitzende ist Senatorin Pein, und die Funktion ei-<br>nes Aufsichtsrats ist per Definition unter anderem<br>die Beratung des Vorstands in strategischen Fra-<br>gen. Die Frage ist: Was ist bei dieser Beratungstä-<br>tigkeit nach zehn Jahren jetzt eigentlich herausge-<br>kommen? Augenscheinlich nicht so viel, als dass<br>man es jetzt nicht noch mal beantragen müsste,<br>um auch die SAGA irgendwo in die Pflicht zu neh-<br>men. Und angesichts der vielen hier beschriebenen<br>rechtlichen Hindernisse – von denen wir gehört ha-<br>ben, dass es durchaus Möglichkeiten gibt, sie zu<br>umgehen – vermisse ich in diesem Antrag tatsäch-<br>lich ein Eingehen darauf.</p>
<p>Liebe rot-grüne Koalition, Sie sind doch ganz groß<br>darin, in Ihren Anträgen immer die Bundesregie-<br>rung und den Bundesrat zu bitten, dass irgendet-<br>was passiert, damit nur Sie nicht ins Tun kommen<br>müssen.<br>(Beifall bei der Linken – Dirk Kienscherf SPD:<br>Ach, Herr Jersch!)</p>
<p>In der Schlussfolgerung: Es muss Geld in die Hand<br>genommen werden, denn das Unverbindlichkeits-<br>narrativ, das in dieser Stadt bei solchen Themen<br>immer wieder um sich greift, das eine messbare<br>Zielsetzung verhindert und alles andere als eine<br>Ermöglichungspolitik gerade bei diesem wichtigen<br>Thema ist, muss endlich durchbrochen werden.<br>Und da ist die Frage: Wozu brauchen Sie laut<br>Petitum dieses Antrags zehn Monate Zeit, um die<br>Berichterstattung über eine Informationskampagne,<br>über Veranstaltungen und eigentlich nichts wirklich<br>Konkretes abzugeben?<br>(Michael Gwosdz GRÜNE: Es muss ja erst<br>mal durchgeführt werden!)</p>
<p>Letztlich ist dieser Antrag nicht schädlich, und ich<br>sage mal: Die rote Laterne wird uns erhalten blei-<br>ben. Aber Sie hätten hier gern die Darstellungen<br>der sozialen Auswirkungen für die Mieterinnen und<br>Mieter noch etwas ausführlicher formulieren kön-<br>nen, wenn Sie denn endlich ins Handeln kämen.<br>Da erwarten wir wirklich mehr als diese appellativen<br>Anträge, die von Ihnen in der Richtung immer wie-<br>der kommen.</p>
<p>Wir werden dem Antrag trotzdem zustimmen,<br>(Dirk Kienscherf SPD: Das ist doch schon<br>mal was!)</p>
<p>da er nichts kaputt macht, aber letztlich: Tun Sie<br>endlich was.<br>(Beifall bei der Linken)</p>]]></content:encoded>
                <category>Reden</category><category>Umwelt Energie Klima</category>
                
            </item>


            
            <item>
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                <pubDate>Mon, 22 Dec 2025 21:29:00 +0100</pubDate>
                <title>Aktuelle Stunde - Für bezahlbares Wohnen: rot-grünen Streit beenden und EU beim Gebäudeklimaschutz stoppen!</title>
                <link>https://www.stephan-jersch.de/politik/reden/detail/news/aktuelle-stunde-fuer-bezahlbares-wohnen-rot-gruenen-streit-beenden-und-eu-beim-gebaeudeklimaschutz-stoppen/</link>
                
                <description>Aktuelle Stunde in der Bürgerschaftssitzung am 26. November zum Thema: Für bezahlbares Wohnen: rot-grünen Streit beenden und EU beim Gebäudeklimaschutz stoppen! Der Antrag stammte von der CDU. Dazu nahm Stephan Jersch für die Linksfraktion in der Debatte Stellung. </description>
                <content:encoded><![CDATA[<p>Die gesamte Debatte zur "Aktuellen Stunde: Für bezahlbares Wohnen: rot-grünen Streit beenden und EU beim Gebäudeklimaschutz stoppen! ist hier in der Mediathek der Bürgerschaft <a href="https://mediathek.buergerschaft-hh.de/sitzung/23/14/#top-4e8616b3-4a4a-43c6-b7c7-9cd71ff47a04" target="_blank" class="link-extern" rel="noreferrer">als Video online</a>. Die Rede von Stephan Jersch ist <a href="https://mediathek.buergerschaft-hh.de/sitzung/23/14/#rede-e7b183b3-6e9a-43d1-a821-d0c45ae65978" target="_blank" class="link-extern" rel="noreferrer">hier als Video</a>.</p>
<p>Die Rede hier im Wortlaut:&nbsp;</p>
<p>Stephan Jersch Die Linke:<br>Frau Präsidentin, meine Damen und Herren! Wenn<br>es nicht so ein ernstes Thema in der Anmeldung<br>der Aktuellen Stunde wäre, das auf einer Monate<br>währenden Angstkampagne vor allem der CDU auf-<br>setzt, dann könnte man sagen, es sei wieder ein<br>Beitrag der CDU aus ihrem Repertoire "Popcornki-<br>no fürs Volk".</p>
<p>(Krzysztof Walczak AfD: Das würden Sie ja<br>nie machen!)</p>
<p>Man kann in der Tat hinterfragen, warum die SPD<br>jetzt plötzlich ihre Bedenken gegen eine EU-Ge-<br>bäuderichtlinie, die von April 2024 stammt, erkannt<br>hat. Ja, insofern ist es hinterfragbar, aber diese<br>Angstkampagne, die wieder mit bezahlbaren Mie-<br>ten, mit einer gelungenen Energiewende darumge-<br>bastelt wird, wird Ihnen später wirklich auf die Füße<br>fallen.<br>(Krzysztof Walczak AfD: Sie sind doch der<br>Erfinder der Angstkampagne!)</p>
<p>Es ist nichts, was zum demokratischen Zusammen-<br>halt dieser Gesellschaft taugt.<br>(Beifall bei der Linken – Richard Seel-<br>maecker CDU: Wird das Wohnen dadurch<br>billiger?)</p>
<p>Angesichts des gerade erfolgreich durchgeführten<br>Zukunftsentscheids ist das natürlich auch wieder<br>ein sehr komischer Vorstoß der CDU. Aber was<br>Sie von demokratischen Voten halten, werden wir in<br>der nächsten Bürgerschaftssitzung noch mal debat-<br>tieren können.</p>
<p>Der Senat auf der anderen Seite betont, dass er auf<br>einem guten Weg wäre – das kann das WWF-Ran-<br>king gerade bei Gebäude und Wärme jetzt nicht<br>wirklich bestätigen; die Prämierung mit der roten<br>Laterne ist geradezu sicher für diesen Senat. Es<br>braucht Lösungsansätze für den Wärmebedarf, den<br>großen Anteil unsanierter Gebäude und den Wär-<br>mepumpeneinsatz. Hier würde ich auch von der<br>CDU erwarten, dass man sich einmal produktiv um<br>die Umsetzung eines Volksentscheids bemüht und<br>nicht darum, ihn umzustoßen, denn das ist Gift für<br>unsere Gesellschaft.<br>(Beifall bei der Linken und vereinzelt bei den<br>GRÜNEN)</p>
<p>An die Bedenkenträger aller Fraktionen, insbeson-<br>dere natürlich der SPD, kann ich jetzt nur sagen:<br>Die EU-Gebäuderichtlinie wäre eine Unterstützung<br>für Hamburg, für das Ziel der Klimaneutralität bis<br>2040, und sie würde – was immer eingefordert<br>wird – Planungssicherheit für diese Stadt bedeu-<br>ten; das ist wirklich wichtig und der Unterschied<br>zwischen Anspruch und Wirklichkeit in dieser Stadt.<br>(Beifall bei der Linken)</p>
<p>Wenn es um die Verarmung der Mieterinnen und<br>Mieter in der Stadt geht, gerade wegen der Wär-<br>mewende, wegen der Energiewende – die CDU<br>mag es gar nicht oft genug betonen –, dann kann<br>ich nur sagen: Auf der anderen Seite erwarte ich<br>hier aber auch wirklich effektive Förderprogramme<br>und Vorschläge der Regierung, die über die IFB<br>entsprechende Lösungen bieten muss.<br>(Beifall bei der Linken – Mithat Capar SPD:<br>Machen wir doch! Haben wir doch! – Martina<br>Koeppen SPD: Alles vorhanden!)</p>
<p>Wer in den Pressespiegel geguckt und dort den<br>Artikel der "Zeit" gelesen hat, der wird sehen:<br>München kann es anders. München hat im Gegen-<br>satz zu den Horrorzahlen, die der Bürger Dressel<br>hier zum Besten gegeben hat, andere Zahlen als<br>Grundlage gehabt. Dort wird von ganz anderen<br>Steigerungen – wenn überhaupt – ausgegangen.<br>Deswegen auch die Forderung der Linken: Warm-<br>mietenneutral muss das Ganze sein, und das muss<br>die Stadt garantieren.<br>(Beifall bei der Linken)</p>
<p>Beim besten Willen: Wenn der Senat sagt, die<br>Gebäuderichtlinie der EU sei ineffizient, teuer und<br>nicht umsetzbar, wo ist dann die Ermöglicherin<br>Hamburg für die Transformation der Gesellschaft<br>und für die Energiewende? Hier ist sie nur Bremse-<br>rin. Das ist ein Tollhaus.<br>(Beifall bei der Linken)</p>
<p>&nbsp;</p>]]></content:encoded>
                <category>Reden</category><category>Umwelt Energie Klima</category>
                
            </item>


            
            <item>
                <guid isPermaLink="false">news-445311</guid>
                <pubDate>Sat, 01 Nov 2025 19:00:00 +0100</pubDate>
                <title>Debatte Aktuelle Stunde: Zugkunftsentscheid - SPD von der Klimbremse holen</title>
                <link>https://www.stephan-jersch.de/politik/reden/detail/news/debatte-aktuelle-stunde-zugkunftsentscheid-spd-von-der-klimbremse-holen/</link>
                
                <description>Aktuelle Stunde auf Antrag der Linksfraktion zur Klimakrise und zum Zukunftsentscheid: &quot;Wir holen die SPD von der Klimabremse! Mit dem Zukunftsentscheid dem Senat Beine machen.&quot; Wenige Tage vor dem Wahltermin des Volksentscheids kam es zu einer teilweise heftigen Debatte, in der Stephan Jersch als zuständiger Abgeordneter der Linksfraktion den Aufschlag machte. </description>
                <content:encoded><![CDATA[<p>Aktuelle Stunde auf Antrag der Linksfraktion: Wir holen die SPD von der Klimabremse! Mit dem Zukunftsentscheid dem Senat Beine machen</p>
<p>Die gesamte Debatte zum Thema ist hier als <a href="https://mediathek.buergerschaft-hh.de/sitzung/23/12/#top-129416b2-8842-49c2-be7d-916897876bfc" target="_blank" class="link-extern" rel="noreferrer">Video in der Mediathek der Bürgerschaft</a>. Stephan Jersch leitet die Debatte ein. Weitere Redebeiträge von anderen Linken Abgeordneten folgen.&nbsp;<br>&nbsp;</p>
<p>Die Rede ist hier im Wortlaut: &nbsp;</p>
<p>Stephan Jersch Die Linke:<br>Frau Präsidentin, meine Damen und Herren! In den<br>letzten Wochen haben wir ein unfassbares Stakka-<br>to an Panikmeldungen zum Zukunftsentscheid in<br>Hamburg in der Öffentlichkeit zur Kenntnis nehmen<br>müssen: Die Handelskammer relativiert ihre eige-<br>nen Erkenntnisse über die Klimaneutralität 2040;<br>der Finanzsenator kommentiert das Ganze als Pri-<br>vatperson; und jetzt gerade erst eine gemeinsame<br>überparteiliche Erklärung von SPD-Senatorinnen<br>und -Senatoren unter anderem mit dem Vermieter-<br>verband, der Handelskammer, einem Unternehmer-<br>verband und einem Industrieverband. Gottchen, ja,<br>überparteilich, kann man nicht anders sagen.<br>(Beifall bei der CDU)</p>
<p><br>Nicht umsonst haben Sie dort niemanden mit Kli-<br>maverständnis drinnen.<br>(Juliane Timmermann SPD: Das ist ja eine<br>steile Behauptung! – Zuruf von Dirk Kien-<br>scherf, beide SPD)<br>&nbsp;</p>
<p>Die CDU sieht die Rettungsdienste in einem 30-Ki-<br>lometer-Stau auf den Straßen stehen; der Erste<br>Bürgermeister lässt sich mit Zitaten aus seinem pri-<br>vaten Umfeld in der Presse wiedergeben; Ole von<br>Beust kam als neuer Ablehner dazu, und die voll-<br>ständige Aufzählung dieser Leistungen der Arbeits-<br>gemeinschaft Hiob und Verunsicherung würde die<br>Redezeit sicherlich sprengen.<br>(Beifall bei der Linken)<br>&nbsp;</p>
<p>Mit diesem Trommelfeuer wird suggeriert: Wenn<br>der Zukunftsentscheid erfolgreich ist, werden Mie-<br>ten in Hamburg explodieren,<br>(Dennis Thering CDU: Das ist ja richtig!)<br>&nbsp;</p>
<p>sind Arbeitsplätze akut gefährdet und entstehen<br>Milliardenkosten für den Haushalt Hamburgs. Kurz:<br>Hamburg steht entweder im Stau oder vor der Sup-<br>penküche, oder aber: Mit dem Zukunftsentscheid<br>droht der Untergang des Abendlands. Wir alle kön-<br>nen uns vorstellen, dass das nicht mehr als Panik-<br>mache ist.<br>(Beifall bei der Linken – Krzysztof Walczak<br>AfD: Sie argumentieren ja besser als wir!)<br>&nbsp;</p>
<p>Aber Hamburg hat nicht nur kein CO2-Budget, son-<br>dern auch keine Ahnung, welche Klimafolgekos-<br>ten für Hamburg entstehen werden. Deutschland<br>drohen laut DIW bis 2050 Klimafolgekosten von<br>800 Milliarden Euro, also ein Nutzen-Kosten-Ver-<br>hältnis von Klimamaßnahmen zu Einsparungen an<br>Klimafolgen von bis zu 5 Euro; jeder Euro Klima-<br>maßnahmen bringt bis zu 5 Euro weniger Klima-<br>folgekosten. Das Potsdam-Institut für Klimafolgen-<br>forschung rechnet weltweit mit einer Einbuße der<br>Wirtschaftsleistung von jährlich 17 Prozent. Das ge-<br>fährdet Arbeitsplätze, die wichtige Transformation<br>und die Zukunft.<br>(Beifall bei der Linken)<br>&nbsp;</p>
<p>Währenddessen gibt der Senat den Ebenezer<br>Scrooge. Genauso wie Ebenezer Scrooge braucht<br>der Senat hier Hilfestellung, und der Zukunftsent-<br>scheid ist diese Hilfestellung, die der Senat ent-<br>sprechend benötigt.<br>&nbsp;</p>
<p>Kommen wir auf das schlechte Beispiel der Han-<br>delskammer mit ihrer Studie zur Klimaneutrali-<br>tät 2040 zurück.<br>(Zuruf von Krzysztof Walczak AfD)<br>&nbsp;</p>
<p>Wie wir festgestellt haben, war alles, über das wir<br>in diesem Haus am Ende der letzten Legislaturperi-<br>ode debattiert haben, ein Missverständnis. Selbst<br>Ursula von der Leyen wurde noch im Februar die-<br>ses Jahres zur Präsentation eingeladen. Da kann<br>man jetzt nur sagen: Das, was die Handelskammer<br>hier einhellig zusammen mit dem Senat macht, ist<br>ein ganz falsches Spiel.<br>(Beifall bei der Linken)<br>&nbsp;</p>
<p>Das Beispiel der Handelskammer zeigt: Verbind-<br>lichkeit und Verlässlichkeit sind gefragt und mach-<br>bar; dafür steht der Zukunftsentscheid. Man muss<br>sagen: Das, was die Handelskammer hierzu gesagt<br>hat, ist letztlich eine Unterstützung des Zukunftsent-<br>scheids.<br>(Jan Koltze SPD: Die hat das doch genau<br>anders gesagt!)<br>&nbsp;</p>
<p>Denn von den wenigen Unternehmen, die damals<br>geantwortet haben, hatte die Mehrheit nicht mal ei-<br>nen Fahrplan zur Klimaneutralität. Unterstützen wir<br>mit dem Zukunftsentscheid auch die Handelskam-<br>mer.<br>(Beifall bei der Linken)<br>&nbsp;</p>
<p>Letztlich hat die Handelskammer genauso wie<br>der damalige SPD-Senat schon bei "UNSER HAM-<br>BURG – UNSER NETZ" danebengelegen. Die<br>Hamburgerinnen und Hamburger haben ihm einen<br>deutlichen Ratschlag gegeben.<br>&nbsp;</p>
<p>Der Zukunftsentscheid sichert Nachsteuerungsele-<br>mente, zeitnahe Klimadaten, konkrete Zielzahlen,<br>schnelle Reaktionen und ist offen für Ausnahmen,<br>die in der Bundesgesetzgebung liegen. Wir als Lin-<br>ke können uns natürlich noch deutlich mehr vorstel-<br>len,<br>(Dirk Kienscherf SPD und Dennis Thering<br>CDU: Ja! – Zurufe)<br>&nbsp;</p>
<p>aber der Zukunftsentscheid ist wichtig, um Ham-<br>burg im Klima, in der Klimapolitik weiter nach vorn<br>zu bringen, gegen eine Gesellschaft, die sich die<br>Umwelt zur Profitmaximierung unterordnet.<br>(Beifall bei der Linken)<br>&nbsp;</p>
<p>Deshalb gibt es nur ein Votum am 12. Oktober: Ja<br>zum Zukunftsentscheid. – Danke.<br>(Beifall bei der Linken)<br>&nbsp;</p>
<p>Stephan Jersch Die Linke:<br>Danke. – Frau Präsidentin, meine Damen und Her-<br>ren! Herr Kienscherf, Sie haben eine wahrhaftig in-<br>teressante Rede gehalten,<br>(Zurufe von der SPD)<br>&nbsp;</p>
<p>und ich habe sie interessiert und kopfschüttelnd<br>zur Kenntnis genommen. Wenn Sie die WWF-Stu-<br>die zum Klimaranking der Bundesländer kennen,<br>dann wissen Sie – und dazu würde ich jetzt sagen:<br>Ob der Senat daran sehr hart arbeitet, ist die Fra-<br>ge –: Bei Gebäude und Wärme liegt Hamburg von<br>16 Bundesländern auf Platz 16, um es mal so zu<br>sagen, bei der erneuerbaren Energie auf Platz 15<br>und beim Flächenverbrauch und Naturschutz auf<br>Platz 8. Aber auch das wäre ohne die Volksinitiati-<br>ve "Hamburgs Grün erhalten" in dieser Stadt über-<br>haupt nicht passiert.<br>(Beifall bei der Linken)<br>&nbsp;</p>
<p>Trotzdem schaffen Sie den letzten Gesamtplatz der<br>Bundesländer; so viel zur Klimapolitik in Hamburg.<br>(Beifall bei der Linken – Heike Sudmann Die<br>Linke: So viel zur Priorität!)<br>&nbsp;</p>
<p>Wenn ich mir die Statistikakrobatik des Senats an-<br>gucke – das Ausklammern von Methan, das Aus-<br>klammern von Sulfuryldifluorid, das Ausklammern<br>internationaler Flüge, das Einbeziehen von techni-<br>schem Fortschritt in die Klimabilanz –, dann ist die<br>CO2-Verpressung nur das gefährliche Tüpfelchen<br>auf dem i.<br>(Beifall bei der Linken – Glocke)<br>Stephan Jersch Die Linke:<br>Gern.<br>&nbsp;</p>
<p>Stephan Jersch Die Linke (fortfahrend):<br>&nbsp;</p>
<p>Lieber Kollege Koltze, ohne CCS wäre schon heute<br>der geplante U5-Bau eine absolute Klimakatastro-<br>phe. Insofern ist das ein Schönrechnen an dieser<br>Stelle, weil kein großtechnisches Verfahren im Mo-<br>ment CCS tatsächlich sicher gewährleisten kann,<br>lieber Kollege Koltze. Und ich bezweifle, dass das<br>sicher von irgendjemandem verbindlich unterschrie-<br>ben werden kann.<br>(Beifall bei der Linken – Jan Koltze SPD:<br>Passiert doch schon!)<br>&nbsp;</p>
<p>Nein, es geht darum, alternative Techniken zu fin-<br>den. Und wenn wir ein solcher Technikstandort und<br>Industriestandort sind, dann ist es an uns, diese<br>Techniken zu erfinden und die entsprechenden In-<br>novationen auch auf den Weg zu bringen, lieber<br>Kollege Koltze.<br>(Zurufe von der SPD)<br>&nbsp;</p>
<p>Deswegen kann ich nur sagen: CCS ist keine zu-<br>kunftsträchtige Technik.<br>(Beifall bei der Linken)<br>&nbsp;</p>
<p>Der Senat sagt selbst, dass er keine Ahnung hat,<br>wann die Kipppunkte im Klima tatsächlich eintreten,<br>dass er keine Ahnung hat – außer dass es viel<br>ist –, wie hoch die Folgekosten des Klimawandels<br>in Hamburg sind.<br>(Dirk Kienscherf SPD: Kommen Sie doch mal<br>zu konkreten Maßnahmen!)<br>&nbsp;</p>
<p>An dieser Stelle kann ich nur sagen: Wer die Sei-<br>tenstärke des Klimaplans als Qualitätskriterium auf-<br>führt, der sollte erst mal gucken, wo darin die Lü-<br>cken sind.<br>(Beifall bei der Linken – Dirk Kienscherf und<br>Dr. Isabella Vértes-Schütter SPD: Machen<br>Sie doch mal einen Vorschlag! – Glocke)<br>&nbsp;</p>
<p>Aber letztlich ist es doch so:<br>Stephan Jersch Die Linke:<br>Sie verhalten sich bei der Klimapolitik wie ein<br>Hoch…<br>Stephan Jersch Die Linke:<br>Nein.<br>&nbsp;</p>
<p>Stephan Jersch Die Linke (fortfahrend):<br>Letztlich ist es doch so, liebe Kolleginnen und Kol-<br>legen: Sie verhalten sich bei der Klimapolitik wie ein<br>Hochgebirgswanderer, der in Turnschuhen loszieht.<br>Der Zukunftsentscheid gibt aber die Möglichkeit,<br>Ihnen das passende Schuhwerk zur Verfügung zu<br>stellen, damit das auch was wird mit der Klimapoli-<br>tik, mit den Klimazielen. Und das heißt: konkrete<br>Ziele. Sie verhalten sich wie eine Schülerin, wie ein<br>Schüler bis einen Monat vor der Zeugnisvergabe,<br>der auf einem "ungenügend" steht, und sagen: Es<br>wird schon irgendwie.<br>(Beifall bei der Linken – Zurufe von Dirk<br>Kienscherf und Dr. Isabella Vértes-Schütter,<br>beide SPD)<br>&nbsp;</p>
<p>Dabei sagen die aktuellen CO2-Daten: Sie sind im-<br>mer noch zwei Jahre zu spät dran, damit man über-<br>haupt weiß, wo Hamburg letztlich steht.<br>(Dirk Kienscherf SPD: Maßnahmen!)<br>&nbsp;</p>
<p>Sie brauchen eine Verpflichtung zum Nachsteuern;<br>auch das würde Ihnen der Zukunftsentscheid an<br>die Hand geben, und das Ganze mit sozialem Aus-<br>gleich, den Sie nirgendwo festgeschrieben haben.<br>(Dirk Kienscherf SPD: Nur eine Maßnahme!<br>Was steht denn im Gesetz drin?)<br>&nbsp;</p>
<p>Und ja, die Öffnung für Berliner Maßnahmen ist im<br>Zukunftsentscheid drinnen; wir sind ja nicht blind,<br>(Dirk Kienscherf SPD: Ja, das ist diskriminie-<br>rend!)<br>&nbsp;</p>
<p>aber es gibt keine Alternative zum Zukunftsent-<br>scheid für Hamburgs Klima. – Danke.<br>(Beifall bei der Linken – Krzysztof Walczak<br>AfD: Es gibt immer Alternativen!)</p>]]></content:encoded>
                <category>Reden</category><category>Umwelt Energie Klima</category>
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