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Lebende Tiere auf dem Wochenmarkt: Beim Tierschutz hat die Behörde alle Zeit der Welt

Nach wie vor besteht auf den Wochenmärkten in Hamburg die Möglichkeit, lebende Tiere zum Verkauf anzubieten. Diese Verkaufsshows im Trubel der Marktbesucherinnen und -besucher sind Stress für die Tiere und können nicht im Interesse von Mensch und vor allem Tier sein. Deshalb hatte die Linksfraktion im April 2021 ein Ende dieses überkommenen „Brauchs“ gefordert („Verkauf von lebenden Tieren auf Hamburgs Märkten stoppen!“, Drs. 22/3878), dem Rot-Grün einen eigenen weichgespülten Prüfantrag („Tierschutz voranbringen – impulsive Tierkäufe auf dem Fischmarkt beenden“, Drs. 22/4031) entgegensetzte, der dann auch verabschiedet wurde. Mit der LAG Tierschutz der LINKEN haben wir uns im Juni den Fischmarkt angesehen und mit einer Anfrage den Stand bei den Bemühungen des Senats erfragt.

Nach über einem Jahr ist der Senat nun auf dem Stand, dass die Bezirksämter über die Situation der 47 bezirklichen Wochenmärkte berichtet haben, die Behörde mehrere Handlungsvarianten erarbeitet hat und nach wie vor prüft. Wohlgemerkt: Die Bürgerschaft hatte im April 2021 beschlossen, dass bis zum 31. Mai 2022 ein Bericht vorgelegt wird. Die Behörde kündigt nun an, diesen Bericht „voraussichtlich“ im 3. Quartal 2022 vorzulegen. Die Situation auf den Märkten Hamburgs hätte der Stadt allerdings bekannt sein sollen. Zumindest hatte mir der Senat schon 2019 auf die Anfrage „Verkauf von lebenden Tieren auf dem Fischmarkt“ (Drs. 21/17845) Auskunft gegeben. Damals verkauften vier Händlerinnen und Händler regelmäßig lebende Tiere auf dem Fischmarkt, hinzu kamen saisonale Verkäufe auf Wochenmärkten im Bezirk Hamburg-Nord.

Bei einem morgendlichen Besuch auf dem Fischmarkt mit der LAG Tierschutz der LINKEN Hamburg haben wir uns die Lage nach den Coronabeschränkungen angesehen und positiv festgestellt, dass bei unserem Besuch niemand lebende Tiere auf dem Fischmarkt anbot. Ein positiver Praxischeck, dem das Verwaltungshandeln nicht hinterherkommt. Angesichts der jetzigen Praxis, d.h. kein regelhafter Verkauf von lebenden Tieren, ist es unverständlich, warum die Stadt nicht schon bei der Wiedereröffnung des Fischmarkts mit einer neuen tiergerechten Regelung aufgewartet hat.

Der verspätete Bericht des Senats wird sich auch daran messen lassen müssen, ob der Verkauf von lebenden Tieren auf Wochenmärkten generell verhindert werden kann oder nur die Variante der „Beschränkung“ gewählt wird, so wie Rot-Grün es zur Wahl stellte.

Stephan Jersch ist seit 2015 Mitglied der Hamburgischen Bürgerschaft und gewählter Wahlkreisabgeordneter für Bergedorf. Für die Fraktion DIE LINKE ist er Fachsprecher Umwelt und Energie, Landwirtschaft, Tourismus, Tierschutz und Bezirke.

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