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Brokdorf wird abgeschaltet: Doch der Atomausstieg ist noch lange nicht komplett!

Am 31. Dezember geht das Atomkraftwerk Brokdorf nach mehr als 35 Jahren vom Netz. Hamburg hat mit der HEW tatkräftig an der fatalen Atompolitik Deutschlands mitgewirkt und mit PreussenElektra einen verhängnisvollen Weg in der Energiepolitik beschritten. Der Widerstand gegen den Bau und den Betrieb dieses Atomrelikts hat hunderttausende Menschen aus der Region und auch darüber hinaus politisiert.

Die Liste der Ereignisse rund um Brokdorf ist lang. Von Großdemonstrationen, dem Hamburger Kessel, über den Rücktritt eines ersten Bürgermeisters Hamburg bis hin zu einer Kette von Zwischenfällen, hat das Atomkraftwerk die Menschen begleitet. Immer noch ist die Endlagerfrage offen und noch immer laufen drei Atomreaktoren in Deutschland – zumindest bis Ende 2022.

Es wäre ein Fehler, den Atomausstieg an der Abschaltung der letzten Atommeiler festzumachen. Tatsächlich ist Deutschland weit weg von einem wirklichen Atomausstieg, auch wenn die sichtbarsten Symbole, die Atomkraftwerke, Anlage für Anlage vom Netz gehen.

In Ermangelung eines Endlagers stehen hochradioaktive Kernbrennstäbe in Castorbehältern an den AKW-Standorten in Zwischenlagern, auch in Brokdorf, und ein Atommüllendlager ist immer noch nicht gefunden.

Mit den zwei Uranfabriken in Lingen und Gronau wird in Deutschland nach wie vor der Nuklearbrennstoff für Reaktoren in aller Welt produziert und weiterhin mit Atomtransporte durch Deutschland verfrachtet.

Die letzte der dreimonatlichen Anfragen der Linksfraktion in der Bürgerschaft hat wieder ergeben, dass zwar keine Kernbrennstoffe mehr über den Hafen verschifft werden, aber nach wie vor fünf Hafenbetriebe ihre Umschlagsgenehmigung haben und regelmäßig verlängern und weiterhin Atomtransporte über die Straßen durch Hamburg laufen.

Ein Atomausstieg ist nur dann ein Atomausstieg, wenn er vollständig ist – auch die Uranfabriken in Deutschland müssen stillgelegt werden, etwas das im Koalitionsvertrag von SPD, Grünen und FDP nicht mal als Ziel benannt wird.

Stephan Jersch ist seit 2015 Mitglied der Hamburgischen Bürgerschaft und gewählter Wahlkreisabgeordneter für Bergedorf. Für die Fraktion DIE LINKE ist er Fachsprecher Umwelt und Energie, Landwirtschaft, Tourismus, Tierschutz und Bezirke.

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