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Kein Beitrag zur Energiewende und Klimaschutz: Wasserstoff aus nichterneuerbaren Quellen

Grüner Wasserstoff soll der Eckpfeiler einer gelungenen Energiewende für alle Bereiche sein, in denen nicht auf andere erneuerbare Energien umgestellt werden kann. Fatal ist es daher, dass sowohl die Bundesregierung wie auch der Senat daraufsetzen, dass das Wasserstoffzeitalter auch mit Wasserstoff aus nichterneuerbaren Quellen gestartet werden soll. Um die richtigen Ausgangsbedingungen für eine erfolgreiche Energiewende mit Wasserstoff zu setzen, hat die Linksfraktion im Mai einen Antrag in die Bürgerschaft eingebracht. Vor allem die öffentlichen Unternehmen sollen mit gutem Beispiel und der ausschließlichen Nutzung grünen Wasserstoffs voran gehen.

  • Der Antrag "Wundertüte Wasserstoff: Großes Interesse, großes Potenzial – aber auch ein großer Beitrag zur Energiewende und zum Klimaschutz?" (Drs.22/7812) ist hier als PDF online.

Mit unserem Antrag zur „Wundertüte Wasserstoff“ (Drs. 22/7812) haben wir beantragt, dass von Beginn der Wasserstoffnutzung an die richtigen Rahmenbedingungen gesetzt werden. Zumindest städtische Unternehmen sollen bei der Nutzung von Wasserstoff auf den Einsatz von ausschließlich grünem Wasserstoff verpflichtet werden. Fördermittel für die Umstellung auf Wasserstoff, weg von Erdgas und Erdöl, soll die Stadt davon abhängig machen, dass es keine alternativen Energiequellen gibt und begleitend Einsparungsmaßnahmen beim Energieeinsatz umgesetzt werden. Die Produktion von Wasserstoff ist energieintensiv und damit verbietet es sich, grünen Wasserstoff in Bereichen zu verpulvern, in denen es Alternativen gibt, wie z. B. bei der Wärmegewinnung oder im Verkehrssektor. Die geplante Infrastruktur für Wasserstoffimporte muss in einer norddeutschen Kooperation realisiert werden. Das betrifft die Häfen sowie den Bau und die Nutzung von Pipelines.

Der Antrag „Wundertüte Wasserstoff: Großes Interesse, großes Potenzial – aber auch ein großer Beitrag zur Energiewende und zum Klimaschutz?“ wurde im Mai im Umweltausschuss der Bürgerschaft behandelt und gegen die Stimmen aller anderen Fraktionen abgelehnt.

Die Diskussion über die zukünftige Wasserstoffnutzung ist desillusionierend. Auch wenn regierungsseitig gesagt wird, dass nichtgrüner Wasserstoff nur eine vorübergehende Lösung sein soll, so gibt es keinerlei zeitliche Beschränkung, die sich der Senat bei dessen Nutzung auferlegt. Die Nichtnutzung der Energieeinsparung als größte Energiequelle auf dem Weg zu einer Energieunabhängigkeit und hin zu erneuerbaren Energien zeigt, dass der Senat ohne Ambitionen handelt.

Grüner Wasserstoff ist kein 1:1-Ersatz für fossile Energieträger. Diese Art der Wohlfühlenergiewende ist ein falsches Zeichen für eine Transformation der Energieversorgung. Die Energiewende kann nur mit erneuerbaren Energien funktionieren und halbgare Kompromisse gefährden dabei das 1,5-Grad-Ziel und eine dringend notwendige sozial-ökologische Transformation.

Stephan Jersch ist seit 2015 Mitglied der Hamburgischen Bürgerschaft und gewählter Wahlkreisabgeordneter für Bergedorf. Für die Fraktion DIE LINKE ist er Fachsprecher Umwelt und Energie, Landwirtschaft, Tourismus, Tierschutz und Bezirke.

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