Newsletter von Stephan Jersch, MdHB
Nr. 2/2020, Mai 2020

Liebe Leserin, lieber Leser,

hallo ###USER_name###,

die letzten Wochen waren wieder eine kleine Etappe hin zu einem vorsichtigen Wiederaufbau sozialen Lebens und sie haben gezeigt, wie wichtig es ist, von Links den Druck zu erhöhen, um eingeschränkte Bürgerrechte wieder zu etablieren.

Rot-Grün hatte es im März abgelehnt, den notwendigen Einschränkungen, die auch ich mittrage, eine zeitliche Beschränkung mitzugeben. Das hatte die Linksfraktion in der Bürgerschaft beantragt. Es ist auch festzustellen, dass unsere Bereitschaft, auf schriftliche Anfragen zu verzichten, um den Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in den Behörden mehr Zeit für die Corona-Arbeit zu geben, dazu geführt hat, dass viele unserer Anträge, Positionen und Einschätzungen untergingen. Die Feststellung "man sieht überhaupt nichts von euch, warum sagt ihr nichts" war deshalb immer wieder zu hören. Stattdessen wurden Punkte, die wir im Rahmen der Krise erfragt, beantragt oder kritisiert hatten von Rot-Grün aufgenommen und als Erfolgsmeldung öffentlichkeitswirksam publiziert.

Besonders pikant ist für mich der Punkt der hinter verschlossenen Türen tagenden Bezirksgremien. Zweieinhalb Stunden nach unserem Antrag kam ein Antrag von Rot-Grün, ohne Inhalt und nur mit zwei Fragen. Die Koalitionäre brauchten dann noch zwei Wochen, um wirklich etwas zu beantragen. Das geht zwar nicht weit genug, ist viel zu unkonkret, aber es bewegt etwas in Richtung einer Öffentlichkeit unter dem Vorzeichen der Pandemie mit Streaming der Sitzungen. Gut, dass Bergedorfs Bezirksamtsleiter, der "keine positive Leidenschaft für das Thema empfand", hier einer besseren Empfindung belehrt wurde.

Wir werden uns weiter dafür einsetzen, dass die Einschränkungen regelmäßig auf den Prüfstand kommen und dass wir, da wo es notwendig ist, auch neue Wege finden, um das Leben in und mit der Pandemie so zu gestalten, dass wir unsere Rechte wahrnehmen können, ohne andere zu gefährden.

Bleibt gesund!

Stephan

 

Inhaltsverzeichnis

 
  1. Geld oder Gesundheit - was ist dem Senat wichtiger?
  2. Eilklage gegen Kohlekraftwerk Wedel: Ohrfeige für Umweltsenator
  3. Vermeidbar, aber nicht vermieden: Klimakilling durch Holzbegasung geht ungebremst weiter
  4. 34 Jahre nach Tschernobyl: Wo bleibt Hamburgs Atomausstieg?
  5. Schriftliche Kleine Anfrage und Senatsantwort: Atomtransporte durch Hamburg
  6. Zukunftsträchtige Investitionen in Hamburg erfordern einen Systemwechsel
  7. Für „kluge Investitionen“ braucht es ein Umdenken bei Rot-Grün
  8. Die LINKE beantragt Öffentlichkeit der Bezirksgremien
  9. Die Schockstarre der Intransparenz in den Bezirken überwinden
  10. Bezirksgremien im Livestream: Es geht also doch!
  11. SPD, Grüne, CDU: Täuschung bei der Transparenz
  12. Termine
 

Geld oder Gesundheit - was ist dem Senat wichtiger?

 

Ein neues Gutachten der Bürgerinitiative bringt Bewegung in die Angelegenheit "Dreckschleuder Wedel"

 

Das Kohleheizkraftwerk Wedel hat seine Zukunft zweifelsohne schon lange hinter sich. Der älteste noch in Betrieb befindliche Kohlemeiler Deutschlands für die Allgemeinversorgung könnte noch im Sommer gerichtlich vom Netz genommen werden. Dafür sorgt ein neues Gutachten der Wedeler Bürgerinitiative das die Messergebnisse von Vattenfall in Zweifel zieht.

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Eilklage gegen Kohlekraftwerk Wedel: Ohrfeige für Umweltsenator

 

Wenn das Gericht dem Antrag stattgibt, fällt Kerstans Wärmeplanung wie ein Kartenhaus in sich zusammen

 

Ob der Weiterbetrieb von Deutschlands ältestem Kohlemeiler, der ätzende Partikel ausstößt, gegen das Umweltrecht verstößt, soll jetzt das Gericht entscheiden.

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Vermeidbar, aber nicht vermieden: Klimakilling durch Holzbegasung geht ungebremst weiter

 

Schriftliche Kleine Anfrage und Senatsantwort: Klimakiller-Gas Sulfurylfluorid: Vermeidung und Ersatz

 

Der Einsatz des Klimakiller-Gases Sulfurylfluorid geht auch 2020 ungebremst weiter, wie aus den Zahlen des ersten Quartals hervorgeht. Umweltbehörde wie Anwendern sind zwar eine Reihe von Alternativen zur Behandlung von Exportholz bekannt, gleichwohl muss deren Einsatz noch ein wenig länger diskutiert werden. Die vergangenen vier Monate seit dem Bekanntwerden der Klimagefährdung haben offensichtlich noch nicht ausgereicht, der hochbrisanten Praxis ein Ende zu setzen.

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34 Jahre nach Tschernobyl: Wo bleibt Hamburgs Atomausstieg?

 

Ob mit der atomaren Drehscheibe im Hafen, ob mit Vattenfall: In Hamburg fühlt sich die Atomindustrie immer noch viel zu wohl

 

Am Jahrestag des GAU in Tschernobyl fordert die LINKE Hamburgs Regierung einmal mehr auf, endlich mit der passiven Unterstützung der tödlichen Atomenergie Schluss zu machen.

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Schriftliche Kleine Anfrage und Senatsantwort: Atomtransporte durch Hamburg

 

Der erklärte Atomausstieg steht für Hamburg immer noch nur auf dem Papier

 

Die vierteljährliche Routineabfrage zum Stand der atomaren Logistik in der Freien und Hansestadt ergibt: Im Hafen nichts Neues und auch nicht auf Hamburgs Straßen und Schienen. So sehr sich die Regierung auch bemüht: Die Unternehmen hören einfach nicht auf damit, Mensch und Umwelt mit ihrer strahlenden Fracht zu gefährden.

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Zukunftsträchtige Investitionen in Hamburg erfordern einen Systemwechsel

 

Wenn Rot-Grün wirklich klug investieren will, muss es einen grundlegenden Wechsel der Prämissen geben

 

Jetzt ist keine Zeit, zu bremsen und lange zu debattieren: Jetzt muss in Nachhaltigkeit auf allen Gebieten investiert werden - gegen den Klimawandel, für die Umwelt und für die Daseinsvorsorge in einem sozialen Hamburg.

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Für „kluge Investitionen“ braucht es ein Umdenken bei Rot-Grün

 

Meine Rede in der Bürgerschaft zur Nachhaltigkeit in der Investitionspolitik

 

Rede gehalten in Sitzung 4/22 der Hamburgischen Bürgerschaft am 6.5.2020 -- AKTUELLE STUNDE: In Krisenzeiten klug in die Zukunft investieren: 20 Milliarden Euro in den nächsten 20 Jahren für den Schul- und Hochschulbau, Klimaschutz, die Mobilitätswende und Wohnungsbau

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Die LINKE beantragt Öffentlichkeit der Bezirksgremien

 

Demokratie praktizieren auch in Zeiten von Corona!

 

Demokratie ohne Öffentlichkeit ist nur ein Schatten ihrer selbst, sie verliert Legitimation. Die Corona-Krise ist kein Grund, parlamentarische Aktivitäten unter Ausschluss des Souveräns stattfinden zu lassen, findet die LINKE und beantragt am 22. April 2020 in der Bürgerschaft das Streaming von Gremiensitzungen in den Bezirken.

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Die Schockstarre der Intransparenz in den Bezirken überwinden

 

Rot-Grün musste zur Ermöglichung bezirklicher Transparenz getrieben werden

 

Meine Rede in der Bürgerschaft für Live-Streams aus den Bezirksgremien

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Bezirksgremien im Livestream: Es geht also doch!

 

Der Widerstand gegen das Streaming von Sitzungen der Bezirksgremien brökelt. Mitte macht den Anfang, die anderen Bezirke müssen nun folgen.

 

Die digitale Übertragung von Gremiensitzungen ist ideal in Zeiten von Kontaktsperren. (Foto: beegaia @pixabay)

Hat das Trauerspiel bald ein Ende, bei dem sich in den letzten Wochen einzelne Bezirksamtsleiter, unterstützt durch Teile der Bezirkspolitik, der Öffentlichkeit versagten und mit passivem Widerstand versuchten, den Einzug der Sitzungsübertragungen in den parlamentarischen Alltag zu verhindern?

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SPD, Grüne, CDU: Täuschung bei der Transparenz

 

Zur Transparenz gehört auch zu sagen, wer den lange widerstrebenden Senat aufs Pferd gesetzt hat

 

Schmücken mit fremden Lorbeeren: Die Transparenz, die Die LINKE für die Sitzungen der bezirklichen Gremien in wochenlanger Kleinarbeit durchgesetzt hat, wollen sich jetzt die Regierungsfraktionen und die CDU-Fraktion als Erfolg ans Revers heften.

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Termine

 

Das Wahlkreisbüro bleibt bis auf Weiteres geschlossen

 

Wegen der Corona-Pandemie bin ich zunächst nur telefonisch zu sprechen.

Telefonnummer: 040 / 71 18 90 90

Sprechzeiten:
Montags 15 bis 18 Uhr
Dienstags 9 bis 10:30 Uhr
Jeden zweiten Mittwoch 9 bis 10:30 Uhr (ab 25.03.2020)
Donnerstags 16 - 17 Uhr
Freitags 9 bis 12 Uhr

Bleibt / bleiben Sie gesund und bitte haltet Euch an die Regelungen zur Eindämmung der Corona-Pandemie.

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