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Kostenexplosion bei "Vera II" darf nicht zu Gebührensteigerungen führen

Der Aufsichtsrat von Hamburg Wasser hat heute die Nachbewilligung zusätzlicher Finanzmittel für den Bau der Klärschlammverbrennungsanlage „Vera II“ beschlossen. Die Gesamtkosten, einschließlich einer Risikovorsorge, steigen damit um weitere 71,2 Millionen Euro. Bereits in den Vorjahren waren die Kosten für die Realisierung des Bauvorhabens dramatisch gestiegen und hatten zu berechtigt heftiger Kritik geführt. (Foto: HamburgWasser)

Stephan Jersch, umweltpolitischer Sprecher der Fraktion Die Linke in der Hamburgischen Bürgerschaft: „Man kann dem heutigen Beschluss des Aufsichtsrats zumindest ein Gutes abgewinnen: Die Neuorganisation von Großprojekten im Bereich der Umweltbehörde zeigt Wirkung. Ein kritisches Kostenmanagement und die Berücksichtigung der Grundsätze für kostenstabiles Bauen führen jetzt zu einer schmerzhaften weiteren Erhöhung der Finanzlast. Ich kann nur hoffen, dass diese Neubewertung von Risiken, Preisentwicklung und Kostenvarianz eine nachhaltige Wirkung zeigen wird. Das bisherige Stakkato an Kostensteigerungen ist geeignet, die öffentlichen Unternehmen in Hamburg insgesamt dauerhaft zu schädigen. Die Linksfraktion erwartet, dass die zusätzlichen Kosten nicht über die Gebühren für alle Hamburger*innen finanziert werden. Kostenstabiles Bauen muss von einer gebührenstabilen Realisierung begleitet werden.“

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