Wedel: Ein Kraftwerk ohne Abschied
Die Abschaltung des Kohlekraftwerks Wedel verzögert sich erneut. Als Grund nennt die Umweltbehörde Schwierigkeiten beim Bau des künftigen Gas- und Dampfturbinen-Kraftwerk Dradenau (GUD), sodass dieses später fertig wird. Das Kohlekraftwerk Wedel wiederum scheint erhebliche Probleme zu bereiten. Nun sollen 100 zusätzliche Monteur*innen eingesetzt werden, um zu erreichen, dass das Kraftwerk Ende 2026 vom Netz geht.
- Hier die Schriftliche Kleine Anfrage, die die Linksfraktion heute eingereicht hat. (PDF)
Dazu Stephan Jersch, umweltpolitischer Sprecher der Fraktion Die Linke in der Hamburgischen Bürgerschaft: „Die Kette der Abschaltversprechungen für das Kohlekraftwerk in Wedel ist seit 2015 unendlich lang geworden. Jetzt platzt das nächste hochheilige Versprechen der Umweltbehörde. Wir verlangen vom Senat eine Erklärung für das merkwürdige Betriebsverhalten des Kraftwerks in Wedel in den letzten Monaten. Das Kraftwerk und das Wärmenetz haben eine On-Off-Beziehung: Mal läuft ein Teil kurz, mal läuft gar nichts. Das Unvermögen die augenscheinlichen Probleme in den Griff zu bekommen ist eine Gefahr für die Gesundheit der Menschen und für die Umwelt. Das lässt nichts Gutes für den Berg von Versprechen zur Energiewende erwarten. Diese Fehlleistung muss der Öffentlichkeit klar und lückenlos erklärt werden.“

