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Wie steht es im Kampf gegen die Klimakrise mit dem Ausbau der Windenergie in Hamburg?

Angesichts des stockenden Ausbaus der Windenergie und des immer noch nicht auf Touren gekommenen Ausbaus der Solarenergie in Hamburg habe ich mit der Kleinen Anfrage „Angekündigt: Windenergieausbau in Hamburg – Mehr erneuerbarer Strom für den Klimaschutz“ (Drs. 22/6577) nachgefragt, was aus der Suche nach Ausbaupotenzial geworden ist.

  • Die Schriftiche Kleine Anfrage „Angekündigt: Windenergieausbau in Hamburg – Mehr erneuerbarer Strom für den Klimaschutz“ (Drs. 22/6577) ist hier als PDF online.

Der Antwort des Senats kann man entnehmen, dass die grüne Umweltbehörde prüft, auslotet, abwägt und überlegt. Aber konkrete Handlungen für ein Vorankommen der Windenergie in Hamburg sind seit 2013, als der Flächennutzungsplan für das Repowering beschlossen wurde, unterblieben. Da klaffen Anspruch und Wirklichkeit weit auseinander.

Auch mit begrenzten Flächen hat Hamburg Potenzial. Dafür braucht es neue Ausweisungsflächen sowie die Entscheidung für das nächste Repowering. Alte Anlagen müssen durch neue und leistungsfähigere Anlagen ersetzt werden, um die zulässigen Windradhöhen zu nutzen.

Auf den bestehenden Windenergieflächen kann mit einer solchen Entscheidung, bei der weniger, aber höhere Anlagen betrieben werden können, die erneuerbare Stromerzeugung deutlich gesteigert werden. Nach Berechnungen des Bundesverbands Windenergie (BWE), wäre allein mit einer Höhenanpassung für die Windanlagen im Hamburger Osten eine Verzehnfachung der erneuerbaren Stromerzeugung aus Windkraft möglich.

Am Ende ihrer Laufzeit angekommen wird es, im Gegensatz zur Behauptung der Umweltbehörde, keine Anlagengrößen mehr geben, die einen 1:1-Ersatz ermöglichen werden. Schon heute ist die Technik mit leistungsfähigen Anlagen weiter. Ersatzanlagen mit nur geringfügigen Mehrleistungen sind nur noch vereinzelt auf dem Markt zu erwerben.

Ohne zügige Entscheidungen droht der Abbau der bestehenden Windenergieanlagen, wenn diese das Ende ihrer Förderung oder ihrer Lebensdauer erreicht haben. Eine Finanzierung leistungsmäßig veralteter Anlagen, soweit diese überhaupt noch marktgängig sind, wird von keiner Bank durchgeführt werden.

Die Umweltbehörde hat nach 2013 viel Zeit verloren und kann immer noch keine Ergebnisse vorweisen, mit denen man dann eine wirkliche Bürgerinnen- und Bürgerbeteiligung starten könnte.

Es ist peinlich, wenn die Behörde in ihrer Antwort zur Steigerung der erneuerbaren Windenergie den letzten Erfolge in 2013 vermeldet und als größten aktuellen Fortschritt den Koalitionsvertrag von 2020 anführt. Geht es aber um konkrete Maßnahmen, die erneuerbare Energieerzeugung voranzubringen und die Klimaemissionen zu reduzieren, ist alles ein einziges Prüfen. Erst vor wenigen Tagen wurde bekannt, dass die Umweltbehörde ihr Versprechen zur Senkung der Kohleverbrennung in Wedel gebrochen hat. Jetzt sehen wir, dass vorhandene Potenziale bei der Windenergie nicht zügig möglich gemacht werden. Planen allein hilft dem Klima nicht – man muss auch handeln!

Stephan Jersch ist seit 2015 Mitglied der Hamburgischen Bürgerschaft und gewählter Wahlkreisabgeordneter für Bergedorf. Für die Fraktion DIE LINKE ist er Fachsprecher Umwelt und Energie, Landwirtschaft, Tourismus, Tierschutz und Bezirke.

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