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Weiß der Senat nicht, was Wärme Hamburg weiß? Absurdes Antwortspiel um das Kohlemonster in Wedel

Wenn da mal nicht wer kneift! In der leider verlorenen Auseinandersetzung der Anwohnerinnen und Anwohner mit dem Umweltministerium in Kiel um den Partikelniederschlag des Kohleheizkraftwerks Wedel hatte Wärme Hamburg immer mal gerne mehrere andere Kohlekraftwerke in der Republik als Beispiel dafür angeführt, dass alte Kohlekraftwerke nun mal ätzende Partikel emittieren. Aus den betroffenen Kraftwerken in Kiel, Heyden und Hastedt wurde das jedoch vehement in Abrede gestellt. Laut den Angaben der dortigen Verantwortlichen sind solche Partikelniederschläge mitnichten üblich und galten dort als Zwischenfälle, die sofort abgestellt wurden.

  • Die Schriftliche Kleine Anfrage „Partikelemissionen des Kraftwerks Wedel – Sind die Antworten des Senats vollständig?“ (Drucksache 22/4333) ist hier als PDF online.

Nun denn, auf meine Anfrage „Partikelemissionen des Kraftwerks Wedel – Sind die Antworten des Senats vollständig?“ (Drucksache 22/4333) hat der Senat geantwortet, dass ihm zu Kraftwerken in anderen Bundesländern keine Informationen vorliegen. Mit sehr viel gutem Willen kann man darin eine ausweichende Antwort sehen. Noch in der vorhergehenden Anfrage („Kein Ende beim Gefrickel rund um das Kohleheizkraftwerk Wedel?“, Drucksache 22/4173) lagen zumindest dem stadteigenen Unternehmen Wärme Hamburg entsprechende Informationen vor, die ich allerdings für falsch oder soweit verkürzt halte, dass sie nicht wahrheitsgemäß sind. Wenn der Senat zwischen seinem Wissensstand und dem seiner eigenen Firma, der Wärme Hamburg, nun unterscheidet, ist das nicht mehr zum Schmunzeln, sondern ein aktives Verhindern von Antworten auf berechtigte Nachfragen.

Es ist erneut ein offensichtliches Unterlaufen der notwendigen Transparenz bei der Hamburgischen Energiepolitik. Es ist nachvollziehbar, dass der Senat das Uralt-Kraftwerk in Wedel noch weitere vier Jahre mit Kohlestaub beatmen will, aber die dabei gewählten Methoden sprechen dem Transparenzanspruch Hohn. Kein gutes Zeichen für eine Energiewende für alle.

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